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Mai 2008


In dieser Ausgabe:
 
Editorial von Carlo Petrini

Zu Ehren der Kartoffel

Mit dem Kiko Klub in der Kochschule

Zum ersten Mal Terra Madre Niederlande

Weiß und grün

Petrini unterstützt die GVO-Kampagne in Katalonien

Ein Mitglied erzählt vom Master zum Thema Bier

Unterricht in nachhaltigem Tourismus in Rumänien

Damit ich dich besser essen kann

Das Geschenk der Bienen

Viel zu tun für Slow Food in Brasilien

Eyes on the Planet... oder Blicke auf die Welt, die sich ändert

Neue Gastronomen für die UNISG

Neue Convivien

 





Zu Ehren der Kartoffel

Die UNO-Generalversammlung hat 2008 zum Internationalen Jahr der Kartoffel.
Um die Knolle zu feiern, sind zahlreiche Initiativen in vielen Ländern der Welt geplant. Joy Durston vom Slow Food Convivium Central Victoria, wird dazu von Projekten in Australien erzählen.

«Das Internationale Jahr der Kartoffel! Aber wieso sollte man das internationale Jahr der Kartoffel feiern? Alle kennen Kartoffeln und wissen genau, dass es vier Sorten gibt: rote, weiße, gewaschene und geschälte!
Aber wir, die wir inmitten von Kartoffeln leben (Hauptprodukt in unserer Region) wissen, dass das noch nicht alles ist. Und außerdem ist hier bei uns jeder Anlass recht, um zu feiern!
Also haben wir in ganz Central Victoria landwirtschaftliche Foren, Begegnungen mit Köchen, Erzeugern, Schulen und Züchtern organisiert: „geheime Treffen“, um unser Geflüster über die vielen Kartoffelsorten, die wir gesehen, angebaut und gegessen haben, weiterzugeben, Gespräche über die vielen köstlichen Rezepte, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, und Treffen mit Familien, die seit über fünf Generationen Kartoffeln anbauen und sogar ihre eigenen Sorten besitzen.
Die Idee hat sich schnell verbreitet: Die Schüler einer Grundschule haben 17 verschiedene Kartoffelsorten angepflanzt, Gary Thomas hat das Projekt Spudhunter (Kartoffeljäger) ins Leben gerufen, bei dem Kinder nach versteckten Kartoffeln graben und dann lernen, sie durch Probieren und mit Hilfe eines Katalogs zu erkennen. Eine ganze Stadt hat fast alle Einwohner und Geschäftsleute aufgefordert, drei Tage nichts anderes zu tun, als Kartoffeln zu kochen, zu essen, historische Pflanzungen und Erntegeräte zu besichtigen. Eine andere Stadt hat ein neues Willkommensschild aufgestellt: eine riesige Kartoffel.
Ein ganzes Jahr feiern! Haben wir ein Glück? Und da wir auch moderne Bürger sind, erzählen wir von unseren Festen auf unseremblog».

Joy Durston
Leiter des Slow Food Conviviums Central Victoria,
Australien

admin@slowfoodcentralvictoria.org.au




Mit dem Kiko Klub in der Kochschule

«Ich mag keinen Fisch!»
«Magst du denn Fischstäbchen?»
«Ja, Fischstäbchen mag ich gerne...»
«Und aus was bestehen Fischstäbchen?»
«Äh, aus Fisch!»

So begann das letzte Treffen des Kiko-Klubs, des Kochklubs für Kinder von 6 bis 12 Jahren, der vom Convivium Oldenburg eingerichtet wurde.
Im Kochunterricht, der alle drei Monate stattfindet, werden meist Saisonprodukte zubereitet (wie Erdbeeren im Sommer und Kürbis im Herbst), manchmal gibt es aber auch einen Themenschwerpunkt wie Kartoffeln, Nudeln usw.
Beim letzten Mal war zum Beispiel Fisch an der Reihe. Die Kinder lernten, wie man Lachs kocht und woran man frischen Fisch erkennen kann: klare Augen, elastische Haut, hellrote Kiemen, ein Geruch nach Meer und nicht nach Fisch. Nachdem der Koch Michael Ditzer den Kindern ermöglichte, den Fisch bis ins Detail zu untersuchen, zeigte er ihnen, wie man Fischstäbchen macht: Sie schnitten die vorbereiteten Lachsfilets in Stücke und panierten sie mit Mehl, Ei und Semmelbröseln, um sie dann zu braten. Als Beilage bereiteten sie ein lustiges buntes Kartoffelpüree mit Karotten und Roter Beete zu, um schließlich lecker mit Schokoladenmuffins abzuschließen.
Für September ist Grillen im Wald mit Wildfleisch und Pilzen geplant.

Für Informationen wenden Sie sich bitte an:
Klaus Ruwisch
Leiter des Conviviums Oldenburg
oldenburg@slowfood.de




Zum ersten Mal
Terra Madre Niederlande

Am 17. und 18. Mai findet in der Abtei in Middelburg die Eröffnung von Terra Madre Nederland, Das Treffen von holländischen und flämischen handwerklichen Kleinerzeugern wird von Slow Food Nederland organisiert und ist von dem Welttreffen Terra Madre inspiriert, das alle zwei Jahre in Turin stattfindet.
«Obwohl es in den Niederlanden keine Lebensmittelkultur gibt, die mit der in Italien vergleichbar wäre, erleben wir eine Zunahme der Verbraucher, die gute, saubere und faire Lebensmittel wollen. Slow Food Nederland will diese Tendenz fördern; das ist der Grund, weshalb wir nach dem Modell des Turiner Welttreffens auch in Holland Terra Madre organisieren wollten», erklärte Jan Wolf, Präsident von Slow Food Nederland.
Das Besondere an Terra Madre Nederland ist das Symposium, in dem Obstbauern, Käser, Züchter und Fischer ihre Kenntnisse und Erfahrungen diskutieren und austauschen können.
Auf der Piazza der lokalen Agrarproduktion und in den Geschmackstheatern können die Erzeuger dem Publikum ihre Spezialitäten vorführen. Die Önothek bietet Weinproben und lokale Biersorten, und ein Kinoprogramm zeigt eine Auswahl an Filmen im Zeichen der Slow Food-Philosophie.



Weiß und grün

Schon in der Zeit um 300 v.Chr. kannten die Ägypter die aphrodisischen Eigenschaften und die Heilwirkung von Spargel. Der Pharao Echnaton und seine Frau Nofretete nannten den Spargel Ambrosia (das griechische Wort für Götternahrung).
Nachdem Methoden entdeckt wurden, um die Chlorophyllproduktion zu hemmen, gibt es heute neben grünem auch weißen Spargel. Dieser wird von Mitte Mai bis Mitte Juni geerntet. Das Verfahren dafür lässt sich schwer mechanisieren und erfordert viel Zeit und intensive Arbeit: Der Spargel wird geerntet, indem der Arbeiter in die Erde gräbt und den Spargel in ca. 25 cm Tiefe mit einem speziellen Messer abschneidet.
Slow Food Linz widmet den 16. Mai 2008 der Ambrosia mit einem Ausflug von der Altstadt von Alkoven zu den Anbaugebieten des Grafen von Ledebur, um bei der Spargelernte zu helfen, die Unterschiede der verschiedenen Sorten, die Saat- und Erntemethoden zu entdecken. Um den Besuch abzurunden, ist ein Verkostungsmenü mit vier Gängen auf Spargelbasis geplant.

Für Informationen zu dieser Veranstaltung
wenden Sie sich bitte an:

Philipp Braun
Leiter des Conviviums Linz.
slowfood-linz@gmx.at



Petrini unterstützt die GVO-Kampagne in Katalonien

Carlo Petrini hat am 11. Mai an der 15. BioCultura, in Barcelona, der wichtigsten spanischen Messe zum biologischen Anbau, einen Vortrag gehalten. Der Slow Food Präsident beschrieb die Vereinsphilosophie von den Anfängen bis heute, richtete die Aufmerksamkeit auf die Frage des Agrar- und Lebensbereichs, besonders auf die Gefahren, die mit GVO und dem Verlust der biologischen Vielfalt verbunden sind, und nahm zusammen mit Josep Pàmies, Biobauer und Leiter des Slow Food Conviviums Balaguer. an dem Treffen “La stevia, la planta que las multinacionales de los edulcorantes pretenden ocultar” teil. Bei diesem Anlass hat der spanische Verein das Manifest zur Unterstützung des Süßkrauts (Stevia) vorgestellt, einer Pflanze, die ursprünglich aus Paraguay stammt und über eine Süßkraft verfügt, die 200mal stärker ist als die von Zucker, dabei aber kalorienfrei ist. Die Extrakte daraus werden seit Jahrhunderten von den Eingeborenen Südamerikas verwendet und sind seltsamerweise in Japan sehr verbreitet. In den USA sind sie nur in Reformhäusern erhältlich, während der Verkauf in Europa mit Ausnahme weniger Staaten nicht zugelassen ist. Der Handel mit der Pflanze würde der Süßstoffindustrie, die von den Produzenten von Zucker und anderen synthetischen Süßstoffen beherrscht wird, schweren Schaden zufügen.
In Begleitung von Petrini stellte Pàmies auch die Kampagne Som lo que sembrem, vor, die eine Volksinitiative für einen Gesetzesentwurf für ein GVO-freies Katalonien zum Ziel hat. Spanien war bis zum Beitritt Rumäniens zur EU das einzige Land, in dem genveränderte Produkte in breitem Maßstab angebaut werden konnten.



Ein Mitglied erzählt
vom Master zum Thema Bier

Emanuela Daros, Slow Food Mitglied, erzählt uns von der Erfahrung beim Master of Food zum Thema Bier, der vom Convivium Ciampino, in Italien organisiert wurde.

«
Vor ein paar Tagen öffne ich den Kühlschrank und sehe zwei Flaschen Guinness: “Vielleicht versuche ich Sonntag mal, Gulasch mit Guinness zu machen”. Solche Gedanken wären mir bis vor einem Jahr nie in den Sinn gekommen. Mit 29 Jahren lernte ich bei einer wunderschönen Irlandreise den Genuss des Biers kennen. Dann kam Slow Food und mit der Anmeldung zum Verein 2007 entdeckte ich, dass es die “Master-Kurse” zu verschiedenen Produktkategorien gibt.
Ich meldete mich zum Master-Kurs Bier an, der in Ciampino organisiert wird. Er findet in einem sehr gemütlichen Pub statt, wo ich von der Truppe des lokalen Conviviums herzlich empfangen wurde. Der Dozent, der passionierte Kenner Leonardo Di Vincenzo, ein Brauereimeister, war wirklich eine Entdeckung. Es war faszinierend, an den vier Abenden des Kurses die Geschichte, die Kulturen und Traditionen von einem Produkt anzuhören, das so unglaublich verschiedenartig und an so vielen verschiedenen Orten verwurzelt ist. Nach dem Lehrplan unternahmen wir die ersten Schritte als “Biertester” mit milden, sowohl ober- als auch untergärigen Bieren. Anschließend wurden wir mit Bieren konfrontiert, die von unserem Geschmack weit entfernt sind (ich erinnere mich noch ein bisschen schockiert an das flämische Bier mit Selbstgärung). Es war sehr interessant, zu erfahren, welche verschiedenen Kombinationen mit dem Essen möglich sind, dass es “Meditationsbiere” gibt, dass einige Arten sich besonders als sommerlicher Durstlöscher eignen und dass Rauchbier sehr gut zu geräucherten Produkten passt. Die vier Tage des Kurses haben mein Verhältnis zu diesem Getränk völlig verändert!
Ich kann es kaum erwarten, einen anderen Master zu besuchen, um neue Welten zu entdecken!».

Emanuela Daros
emanuela_daros@libero.it




Unterricht in nachhaltigem Tourismus in Rumänien

Das Veranstaltungsprogramm des Slow Food Convivium Turda sieht diesen Monat Seminare für die Bewohner von ländlichen Dörfern vor, in denen es um das Potenzial und die Vorteile von nachhaltigem Tourismus für die lokalen Erzeuger geht.
Zweck dieser Begegnungen ist es, nützliche Instrumente und Kompetenzen zu vermitteln, um den Tourismus über die Valorisierung und den Schutz von traditionellen Speisen und landwirtschaftlichen Verfahren zu fördern.
Die Initiative wurde im letzten Jahr im Raitu-Zentrum für die Demokratie mit einer Reihe von Seminaren eröffnet, die für Publikum offen waren, sich aber in erster Linie an Hotelfachschüler richteten. Über 100 Studenten nahmen an den Kursen teil, die von Rosemary Baron, Vizepräsidentin der International Association of Culinary Professionals und überzeugte Verfechterin der Slow Food-Philosophie, zusammen mit vier Studenten von der Oxford Brookes University’s School of hospitality management Oxford Brooks University’s school of hospitality management gehalten wurden.
Viele Themen wurden dabei angesprochen, zum Beispiel: Wie entsteht eine kulinarische Tradition und welchen Wert hat sie? Welche Bedeutung haben Lokal- und Saisonbezug? Wie gelangt man auf den Markt des önogastronomischen Tourismus?.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Marta Pozsonyi
Koordinatorin der Initiative
martapozsonyi@turdafest.ro



Damit ich dich besser essen kann: Die neue Reihe von Slow Food Editore für Kinder

Noch mehr Geschichten von kleinen Mädchen mit rotem Mäntelchen und Körbchen, Brot und Wein und Hungrigen Wölfen? Nicht schon wieder…
Per mangiarti meglio – Damit ich dich besser fressen kann – heißt, Ernst zu machen mit dem Essen: Wie schmeckt Rotkäppchen? Man braucht Übung, das zu erkennen, da genügt kein großes Maul…

Per mangiarti meglio ist die neue bebilderte Reihe aus dem Verlag Slow Food Editore in italienischer Sprache, die bei einer jungen Leserschaft die Themen ansprechen will, die der Bewegung am Herzen liegen, und Kindern Spaß am Erkennen und Probieren von Lebensmitteln vermitteln will. Die Schnecke hat beschlossen, ihren Beitrag zur bunten Welt der Kinderbücher mit einer Reihe “biologisch vielfältiger” Titel zu leisten. Es geht nicht einfach um eine Geschichte, die das Interesse der Leser weckt, auch nicht um genaue Listen, was man essen und was man wie die Pest meiden sollte, sondern eher um eine Art Tagebuch, in dem die Verbindung zwischen dem Essen, den Menschen, die es erzeugen, und der Umgebung, in der es entsteht, gezeigt wird.
Die ersten beiden Titel der Reihe Per mangiarti meglio werden auf der Turiner Buchmesse vorgestellt:
- Il cioccolato. Diario di un lungo viaggio (Schokolade. Tagebuch einer langen Reise) von Sara Marconi und Francesco Mele, Illustrationen von Simone Frasca.
- Il formaggio. Una storia vera, anzi due (Käse. Eine wahre Geschichte, eigentlich zwei) von Cinzia Ghigliano und Marco Tomatis.
Die Schnecke belohnt dazu alle, die nicht nur ihre Sinne und Geschmacksnerven aktivieren, sondern auch Bunt- oder Filzstifte, Computer, Fotoapparat, Schere und Kleber: Platz für Kunstwerke ist auf der Webseitewww.permangiartimeglio.it



Das Geschenk der Bienen

Die Bienenzucht hat im Vergleich zu anderen Tieren viele Vorteile: Bienen müssen nicht gefüttert werden, weil sie sich das ganze Jahr über selbst ihre Nahrung beschaffen; sie produzieren auch in trockenen oder halbtrockenen Gebieten; wenn man traditionelle Bienenstöcke benutzt, ist das gesamte erforderliche Material vor Ort aufzufinden; Imker brauchen kein eigenes Land, und wenn man einmal damit angefangen, trägt sich die Bienenzucht finanziell selbst.
Diese Vorteile machen die Bienenzucht zu einer Tätigkeit, die einfach aufzunehmen ist, denn sie erfordert wenig Kapital und ist für alle geeignet (auch junge Menschen und Frauen). Honig ist ein nährstoffreiches Produkt und kann die Ressourcen einer Gemeinschaft steigern, abgesehen von der wesentlichen Rolle, die die Bienen für den Schutz der biologischen Vielfalt einnehmen.

Im Bewusstsein der sehr grundlegenden Rolle dieser Produktion hat die Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt weltweit 5 Förderkreise für Honig eingerichtet (in Brasilien, Italien, Polen und zwei in Äthiopien). Das Netzwerk Terra Madre hat bereits 58 Imkergemeinschaften zu verzeichnen.
In Äthiopien war das erste Ziel des Honig-Förderkreises Wenchi die Fortbildung der Imker durch den Austausch mit anderen Bienenzüchtern ihres Landes, aber auch aus Italien. Die Stiftung hat mit der Beratung von Diego Pagani (Imker im italienischen Bioverband Conapi) den Erzeugern geholfen, eine Produktionsregelung zu verfassen. Diego Pagani, der nicht nur Imker, sondern auch Illustrator im Ruhestand ist, hat sich so für das Projekt begeistert, dass er beschloss, mit seinen Zeichnungen zu einem Handbuch beizutragen, das in Comicform die Techniken der Honigerzeugung zeigt: ein Handbuch von Kleinimkern für Kleinimker.
Die Texte wurden von Diego Pagani zusammen mit Massimiliano Gotti, Fachmann des piemontesischen Imkerverbands Aspromiele und Verwaltungsratsmitglied des italienischen Imkerverbands AAPI, herausgegeben.

Sie können diese schöne Arbeit auf Italienisch o Englisch di questo bel lavoro.




Viel zu tun für Slow Food in Brasiliene

Am 11. Mai endete das Festival Brasil Sabor, l’evento organizzato dal Ministero del turismo e dall'associazione brasiliana di bar e ristoranti per valorizzare e promuovere la gastronomia brasiliana. Tra il 9 aprile e l'11 maggio il Centro de Convenções Ulisses Guimarães di Brasilia ha ospitato la terza edizione del festival, durante la quale sono stati proposti più di 2000 piatti differenti. All'inaugurazione, avvenuta l'8 aprile, era presente anche il convivium Slow Food Brasilia che ha presentato la filosofia di Slow Food e i suoi princìpi di ecogastronomia, offrendo degustazioni di piatti preparati dai soci stessi.
Non sono mancate le attività rivolte ai più piccoli: il convivium ha infatti organizzato un laboratorio al quale hanno partecipato 30 bambini tra i 4 e gli 8 anni. I ragazzi hanno preparato una torta con nocciole, mele, banane e marmellata di jabuticaba, tutti prodotti provenienti da una comunità del cibo locale. Per abituarli ed educarli ai sapori, i bambini sono stati invitati ad annusare e assaggiare ciascun ingrediente durante la preparazione.

Nello stesso periodo i convivium brasiliani hanno partecipato alla Bio Brazil Fair 2008 di San Paolo, la fiera dedicata all’agricoltura organica.



Eyes on the Planet...
oder Blicke auf die Welt, die sich ändert


Passionierte Fotografen und Unterstützer von sozialen und Umweltthemen treffen sich auf www.eyesontheplanet.org um am internationalen Fotowettbewerb Eyes on the Planet teilzunehmen. Der Wettbewerb will junge Menschen und die öffentliche Meinung zu den aktuellsten Dringlichkeiten im sozialen und Umweltbereich sensibilisieren, indem die großen Veränderungen unseres Planeten fotografisch festgehalten werden. Er ist in vier Themenbereiche gegliedert: environment, people, climate und food.
Eyes on the Planet wendet sich an Nachwuchsfotografen, aber auch an Amateure in aller Welt zwischen 18 und 35 Jahren und bietet ihnen konkrete Chancen für Sichtbarkeit und Ausbildung. Die schönsten Aufnahmen werden in einer Fotoausstellung gezeigt und in einer Wohltätigkeitsauktion verkauft. Der Erlös kommt Projekten in Amazonien zugute, mit denen die Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt und der WWF die Entwicklung von lokalen Wirtschaften dauerhaft und nachhaltig unterstützen.



Neue Gastronomen für die UNISG

Am 1. Mai haben die nordamerikanischen Studenten zwei Begegnungen in New York und Berkley (Kalifornien) über die Perspektiven für die Absolventen der Universität der gastronomischen Wissenschaften veranstaltet.
Über 50 Menschen drängten sich in den Räumen von Murray’s Cheese and The Ecology Center bei dem ersten Treffen, das in den USA organisiert wurde: Sie erhielten Informationen über Ausbildungsangebot und Lehrpläne, über die Berufsaussichten, Anmeldeverfahren und das Leben in Italien.



Neue Convivien

Die folgenden Convivien sind in letzter Zeit dem Netzwerk von Slow Food beigetreten:

Bio Argentina, Mendoza – Argentinien
Oberà, Misiones – Argentinien
San Martín de los Andes – Argentinien
Rio Negro – Argentinien
Côté de Beaupré – kanada
Klang Valley – Malaysia
Alentejo – Portugal
Brasov – Rumänien
Extremadura – Spanien



 


  EDITORIAL
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In der Welt passiert etwas, was wirklich nur wenige vorhersehen konnten: Die tägliche Nahrung, die lebensnotwendigen Güter, erleben einen unaufhaltsamen Preisanstieg. Die Stabilität in vielen ärmeren Ländern ist in Gefahr (in 33 Ländern gab es bereits Aufstände und Unruhen wegen der Preiserhöhungen für Lebensmittel) und auch im Norden der Welt müssen sich sehr viele Familien mit den immer höheren Kosten auseinandersetzen, die das monatliche Budget bis an den Rand des Möglichen belasten.
Die industriellen Lebensmittel, die für ihre Zugänglichkeit bekannt sind, aber von einem globalen System produziert werden, das wir – aus ökologischen Gründen, wegen der Qualität oder auf Grund der Gleichsstellung, die es auf Kosten der kulturellen und biologischen Unterschiede durchsetzen will – immer stark kritisiert haben, haben schließlich demonstriert, dass sie auch wirtschaftlich nicht nachhaltig sind. Dies hat sich durch den sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Konsumgütern „im westlichen Sinne“ in vielen Schwellenländern wie China und Indien, durch die Explosion des Phänomens Biokraftstoff und durch immer aggressivere Spekulationen auf den Finanzmärkten zugespitzt.

Plötzlich sind die Lebensmittel, die wir immer suchten, nach Möglichkeit gute, saubere und faire Produkte, sogar günstig geworden – und nicht mehr nur geschmackvoller, gesünder und ökologischer. Das wird uns vielleicht endlich helfen zu beweisen, dass unsere Entscheidung gegen das globale System einer entfesselten “freien Wirtschaft”, für deren Aufbau sowie die Vernetzung lokaler Wirtschaftsformen nichts mit einer elitären Haltung zu tun hat. Häufig haben wir dieses Missverständnis gesehen: Unser Verein wurde von außen als sehr selektiv wahrgenommen, als setzte er sich nur für den Genuss mittelreicher Leute ein. Die ganze Komplexität unserer Ideen lief Gefahr, auf eine einfache oberflächliche Laune derer, die es sich leisten können, reduziert zu werden.
Jetzt hat sich die Situation geändert. Die Zukunftsszenarien werden immer düsterer und noch nie war es so deutlich wie heute, dass es notwendig ist, das System von Produktion, Verarbeitung, Verteilung und Verbrauch der Lebensmittel weltweit neu zu gestalten. Ich glaube, dass wir mit unserem Engagement, mit unseren Entscheidungen schon vor längerer Zeit den Weg aufgezeigt haben: Ernährung mit Bezug zur Umgebung, möglichst lokale Entscheidungen beim Einkauf, Verkürzung der Lebensmittelketten, Entscheidung für die Natur und nicht für das Künstliche.

Ab jetzt bis zu Terra Madre und zum Salone del Gusto fordere ich alle Mitglieder auf, diese Überlegungen, die Sie in den verschiedenen Kommunikationsmitteln, die der Verein zur Verfügung stellt, verfolgen und vertiefen können, mitzudenken, zu versuchen, sie konkret in den Convivien umzusetzen und die Stimme mit zu erheben. Bis vor kurzem schien diese Stimme vielleicht wirklich noch außerhalb des “Chores” zu stehen, aber heute kann sie eine bedeutende Entwicklungschance auch für Slow Food selbst und für all die verschiedenen Menschen darstellen, die der Verein weltweit einzubeziehen vermag.


Carlo Petrini


 






  Veranstaltungstipps
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Terra Madre Nederland

17.-18. Mai
Middelburg Abbey, Niederlande


Salon des savoirs et des saveurs de la montagne:
17.-18. Mai
Gap, Frankreich


Golden Glass
8. Juni
San Francisco, Usa


Slow Food Nation
29. August – 1. September
San Francisco, Usa


Terra Madre Irlanda
4.-7. September
Waterford, Irland


Salone del Gusto - Terra Madre
23.-27. Oktober
Turin, Italien

Das offizielle Programm del Salone del Gusto 2008 wird ab Juni online sein

 





 
Slow Food
on Film

Nach fünf erfolgreichen, sonnenerfüllten Tagen beim internationalen Gastro-Cinema Festival in Bologna, präsentiert Slow Food on Film nun die Resultate des Filmwettbewerbes:

BFF - BEST FOOD FEATURE
The Golden Snail
The Wind Blows Round
by Giorgio Diritti
Italy, 2005.

DOCS COMPETITION
The Golden Snail
The price of sugar
by Bill Haney
USA, 2006.
Mention:
Cry sea
by Cafi Mohamud and Luca Cusani
Italy, 2007.
Strawberry Fields
by Ayelet Heller
Israel, 2006.

DOCS COMPETITION - Under 35'
The Golden Snail
Silent Snow
by Jan Van Der Berg
The Netherlands, 2007.
Mention:
The Poet of Grappa
by Stefano Scarafia
Italy, 2006.

SHORTS COMPETITION
The Golden Snail
Along Came the Rain

by Alejandro Fernàndez Almendras
Chile, 2006.
Mention:
Mammal

by Astrid Rieger
Germany, 2007.
Marie Spapen, protagonist in
Alice, or Life in Black and White
di Sophie Schoukens
Belgium, 2006.

BEST TV SERIES
The Golden Snailo
Cooking in the danger zone

by Mark Perkins, with Stefan Gates
UK, 2007.

 
 





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Terra Madre, das Welttreffen der Lebensmittelbündnisse, ist das größte Kulturevent, das Slow Food organisiert, bei dem über 5.000 Menschen aus aller Welt zusammenkommen. Terra Madre ermöglicht einen außerordentlichen Austausch von Informationen, Ideen und Lösungen unter den Delegierten der Lebensmittelbündnisse, der sich als das wirksamste Mittel erweist, um ihre Arbeit und die biologische Vielfalt im Agrar- und Lebensmittelbereich zu schützen. Damit Terra Madre realisiert werden kann, ist der signifikante Beitrag von all unseren Spendern und allen verschiedenen Kategorien von Förderern wichtig, die uns mit verschiedenen Beitragsformen, jeder in der für ihn passenden Art, helfen, dieses ehrgeizige Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.
Auch dieses Jahr brauchen wir Ihre Hilfe für Terra Madre, damit wir es den Delegierten aus den Entwicklungsländern ermöglichen können, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Für Spenden wenden Sie sich bitte an:
Simona Malatesta
tel. +39/0172/419 648

 





WICHTIGE WORTE


  Ich glaube, dass die gastronomische Kultur unserer Völker uns weise dahin führen wird, neue Formen der gesellschaftlichen Interaktion zu finden, um unsere Welt für alle Menschen zu einem glücklicheren, besseren Ort ohne Einschränkungen und Grenzen zu machen.  
     
  Rodrigo Gajardo Robles
Valparaíso, Chile
pelahez@gmail.com
 



  Wir möchten konkret an den Aktivitäten der Bewegung teilhaben und nutzen diesen Newsletter, um Hinweise dazu zu erbitten.
Unserer Meinung nach könnte es interessant sein, die Produktion zu zeigen, in der die Lebensmittel innerhalb unserer unseres Alltags erzeugt und anschließend zubereitet werden, denn mit der stürmischen Entwicklung des Tourismus droht sie ihre Identität und ihre Lebensmittelsouveränität zu verlieren.
 
     
  Daniel Brenes
Punta del Diablo, Uruguay
buenosdias@posadarocamar.com.uy
 

















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