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Juni 2008
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In
dieser Ausgabe: |

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Lokale
Lebensmittel in Senegal |
In Senegal geht wie in vielen anderen
Ländern der Welt der Verbrauch von lokalen, gesunden,
natürlichen Agrarprodukten zurück. Der Kaufkraftverlust
bringt viele Senegalesen dazu, einem schnellen Konsum
von Lebensmitteln aus Asien oder Europa den Vorzug zu
geben. Die ständige Zunahme von u.a. Reis-, Mais-,
Getreideimporten schädigt die lokale Wirtschaft und
schwächt die einheimische Landwirtschaft. Aber nicht
nur das, zu den negativen Folgen dieser Situation gehört
auch die Verarmung der senegalesischen Bauern und der
Verlust der biologischen Vielfalt und der kulturellen
Identität: Einige Rezepte und traditionelle Zutaten
wie Foniohirse sind vom Vergessen bedroht.
In diesem Zusammenhang erhält das Projekt “Mangeons
local!” (Lasst uns lokal essen!) noch größere
Bedeutung. Das Projekt wurde vom Slow Food Convivium Lek
Mégnef Sénégal in Dakar ,
zusammen mit der Presse- und Kommunikationsagentur Jade/Syfia
Senegal und mit Bineta Diallo, einer Köchin des Restaurants
Le Point d’interrogation (Fragezeichen) aus dem
Netzwerk von Terra Madre, ins Leben gerufen.
Dank dieser Initiative werden jedes Jahr rund Hundert
Schüler für den Verbrauch lokaler Produkte sensibilisiert.
Viele Themen und Probleme werden dabei behandelt, besonders
die Bereicherung des Wissens über die Landwirtschaft
(mit besonderer Aufmerksamkeit für alles, was Obst,
Gemüse und die traditionelle Verwendung von Blättern
angeht, aber auch Anbaugebiete, Berufsbilder und Produktionsmethoden),
es gibt aber auch Kochkurse und Workshops zur Geschmackserziehung
und zur senegalesischen Gastronomie (mit Verkostung von
eigens zubereiteten Gerichten mit Erläuterungen).
Am Ende des Programms können interessierte Schüler
ein Praktikum im Restaurant Le point d’interrogation
absolvieren. So soll ein kleines Team aufgebaut werden,
das solche Kurse für Schulen und Frauengruppen durchführen
kann.
Für weitere Informationen:
Seck Madieng
Leiter des Slow Food Conviviums Lek Mégnef Sénégal,
Senegal.
madiensec@yahoo.fr
Bineta Diallo
Terra Madre Koch.
restaurantmdioh@yahoo.fr
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Rock
for Nature |
Die Rettung von zwei Tierrassen, die seit 20 Jahren fast
ausgestorben waren, dem Rind “Boeuf de Hohenlohe"
und dem “Schwäbisch-Hällischen Landschwein“,
war der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch
Hall noch nicht genug. Mit
Rock for Nature, einem Open-Air-Festival gegen die
grüne Biotechnologie, versucht das Bündnis,
den Geist von Woodstock wieder aufleben zu lassen. Vom
22. bis 24. August 2008 treten nationale und internationale
Stars vom Kaliber wie Nena, Scorpions und Joe Cocker zusammen
mit weiteren 30 Gruppen auf der Bühne auf. Die Organisatoren
erwarten über 50 000 Zuschauer. Auch Carlo Petrini
und Vandana Shiva wollen dabei sein und werden zu den
Teilnehmern sprechen.
Die Konzertkarte (88 Euro) umfasst den Eintritt zu den
drei Tagen, Zeltplatz, Parkplatz und 5 Euro für die
landlosen indischen Bauern, die von der genetischen Industrie
zugrunde gerichtet wurden.
Slow Food, Greenpeace, Natural Life International
und IFOAM sind Partner des Events.
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I
say “Tomato”,
you say “TomAto” |
Wie erklärt man Kindern, wie Lebensmittel angebaut
werden? Wie kann man sie mit aktiven Angeboten ansprechen
und sie einbeziehen? Das amerikanische Slow Food Spokane
Convivium River Hall (Washington, Usa)
hat es am 1. Juni mit der Veranstaltung “Kids growing
plants” versucht.
Die Kinder brachten eigene Blumentöpfe mit und setzten
mit Hilfe der Organisatoren Tomaten- und Basilikumpflanzen
um, die zusammen mit etwas Erde, die von einem lokalen
Treibhaus gestiftet worden war, verteilt wurden. Sie können
sie nun in den Garten pflanzen und die Tomaten später
essen. Das Convivium arbeitete mit einem lokalen Verein
zusammen (dem
Transitional Living Center) Dies war vielleicht ausschlaggebend
für diese Gruppe von Menschen mit Problemen, die
normalerweise nicht an einer Slow Food-Initiative teilnehmen
würden. Um die Pflanzen zur Verfügung stellen
zu können, nutzte ein Mitglied des Conviviums die
Tomatensamen aus der vergangenen Saison (der Anbau dieser
Pflanzen gehörte zu einem Projekt der RAFT
Renewing America’s Food Traditions Alliance).
Die Teilnehmer nahmen gemeinsam einen Imbiss ein, bei
dem Slow Food seine Ideen erläuterte und die Anwesenden
aufforderte, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten anzuschließen,
angefangen zum Beispiel mit dem Einkauf frischer Produkte
bei den Bauernmärkten in der Umgebung.
Das Convivium bat seine Gäste, vor allem die Kinder,
ihre sommerlichen Erfahrungen mit den Pflanzen in Fotos
und Geschichten mitzuteilen, um dann ein Poster zusammenzustellen
– eine Gruppenarbeit, auf die alle stolz sein können.
Für weitere Informationen:
Jennifer M. Hall
Leiter des Slow Food Conviviums Spokane River Hall, Washington,
Usa.
sf.spokaneriver@gmail.com
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Auf
nach Modena für “Zukunft anbauen”! |
Vom 16. bis 20. Juni 2008 wird Modena zur Bio-Hauptstadt,
denn hier findet der 16. Weltkongress der Ifoam
statt. Mittelpunkt des Kongresses ist die zweite IFOAM-Konferenz
“Cultivating the future based on science”.
Drei Studientage – vom 18. bis 20. Juni –
sind der Vertiefung der vier Prinzipien des biologischen
Anbaus gewidmet: Gesundheit, Ökologie, Fairness und
Fürsorge.
An der Veranstaltung nehmen Vandana Shiva, Carlo Petrini,
Evo Morales, Serge Latouche und andere national und international
hervorragende Persönlichkeiten teil, aber auch Fachleute,
Erzeuger aus dem Norden und Süden der Welt, die sich
für einen gesunden, nachhaltigen Lebensstil einsetzen.
Die wichtigsten Themen sind:
- die regionalen Werte und die Kenntnis der eingeborenen
Bevölkerung, also die Wurzeln, aus denen
Erfahrungen und Anregungen für das tägliche
Handeln zu ziehen sind;
- Innovation in allen Gebieten, damit
wir so gut wie möglich den Weg in eine nachhaltige
Zukunft finden;
- Kooperation zwischen den verschiedenen
Betroffenen, Erzeugern und Verbrauchern, öffentlichen
und privaten Einrichtungen, Wissenschaftlern und Fachleuten,
Süden und Norden, Gemeinschaften, Regionen und Nationen.
Neben den Forschungstagen treffen sich die Aussteller
für das Biomarkt-Festival des fairen Handels: Biologische
Produkte aus aller Welt zusammen mit typischen Produkten
der Umgebung beleben drei Tage lang die Straßen
und Plätze in Modenas Altstadt.
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Expo
Zaragoza 2008:
Wasser und nachhaltige Entwicklung |
Slow Food Saragossa
nimmt an der Expo
Zaragoza 2008, teil, dem größten Event
aller Zeiten zum Thema Wasser und Nachhaltigkeit. In
den 93 Tagen der internationalen Ausstellung (14.
Juni – 14. September 2008) gibt es neun
Themenwochen mit Beiträgen von Vertretern aus der
Wissenschaft, Fachleuten, Politikern, Gesetzgebern,
Künstlern und Schriftstellern, die sich bemühen,
konkrete Lösungen für die anstehenden Probleme
zu finden. 102 Länder tragen dazu bei, 32.000 Besucher
und 2000 Fachleute aus den fünf Kontinenten werden
erwartet.
Dank des Engagements des spanischen Conviviums wird
am 4. Juli vormittags das Projekt Terra Madre mit seinen
Leitlinien für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion
vorgestellt, die nicht von einem unerlässlichen
Element wie Wasser absehen kann. Zu dieser Veranstaltung,
die mit einem biologischen Mittagessen gekrönt
wird, wurden u.a. auch 250 spanische Bürgermeister
eingeladen.
Das Thema der Expo ist besonders für Spanien aktuell,
wo Wasser seit inzwischen vier Jahren knapp ist: Im
letzten Jahr sind 40% weniger Niederschläge gefallen,
und die unmittelbarste Lösung schien, es importieren
zu müssen. Vor ein paar Wochen lief im Hafen von
Barcelona ein Frachtschiff voller Wasser ein, und von
jetzt bis November sind Tankschiffe geplant. Weitere
“extreme” Projekte werden geprüft:
Wasser mit Tankzügen importieren, was zu teuer
ist, neue Brunnen graben, das Meerwasser entsalzen…
bis hin zur Kontroverse, ob man den Fluss Ebro umleiten
soll.
Für weitere Informationen wenden Sie sich
bitte an:
Jorge Hernandez
Leiter des Convivium Saragossa, Spanien.
zaragozaslowfood@telefonica.net
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Solidarische
Mühle |
Ferdinando Marino ist der Besitzer
der Mühle
Marino di Cossano Belbo und Hauptbeteiligter an
einer schönen Geschichte der Zusammenarbeit mit
den peruanischen Erzeugern von Kañiwa, die über
Slow Food-Stiftung für die biologische Vielfalt
aufgenommen wurde. Vor zwei Jahren bei Terra Madre in
Turin erzählte eine Delegation von Andenbauern
Ferdinando von den Schwierigkeiten, die sie beim Mahlen
dieses uralten Getreides haben, das in den Anden auf
viertausend Metern Höhe wächst. Es handelt
sich um eine besondere Pflanze, die sehr reich an Eiweißsubstanzen
ist und seit jeher die Ernährungsgrundlage für
die lokale Bevölkerung bildet. Mit dem Mehl werden
Fladenbrote, Süßspeisen, Kekse und Getränke
hergestellt. Dank der Spenden der Müller von Cossano
Belbo und der Slow Food-Stiftung für die biologische
Vielfalt wird nun in Peru eine Mühle gebaut, die
von rund fünfzig Bauern genutzt wird und einem
ganzen Dorf ermöglicht, das Getreide zu mahlen.
«Es ist das erste Mal, dass ich mich an einer
solchen Initiative beteiligt habe, und es war außergewöhnlich.
Es war ein einzigartiges Gefühl, bei diesen Bauern
und ihren Familien zu leben», erzählt uns
Ferdinando nach der Rückkehr aus den Anden.
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Wenn
die Bergbahn dreimal klingelt |
Der
berühmte „gelbe Zug“ in der Cerdanya
(der französischen Region in den östlichen
Pyrenäen) ist das Transportmittel, mit dem das
Convivium Roussillon
seinen Mitgliedern den Reichtum dieses außerordentlichen
Gebiets in der Nähe von Saillagouse zeigen wollte.
Die „Pyrenäenmetro“ stammt von 1903
und fährt von Villefranche du Conflan aus 63 Kilometer
Schmalspurstrecke hinauf in die Berge.
Im Sommer fährt der Zug bei schönem Wetter
mit offenen Waggons: wirklich das ideale Verkehrsmittel
für eine gastronomische Exkursion. Sie bringt unsere
„Slowfooder“ zu einem berühmten handwerklichen
Senf- und Essigbetrieb, dem Bauernhof Cal Guillemet.
Bei der Besichtigung können sie lokale Käsesorten
wie den Reblochon cerdan probieren und bedeutende Schweinehirten
kennen lernen wie die Herren Bonzon und Marty, die das
Schwein “Tira-Boixó” züchten
und verarbeiten. Der Ausflug wird mit dem Grillen im
Freien gekrönt, bei dem man diese und andere Produkte
des Gebiets probiert.
Auch in Irland hat man sich für den Zug entschieden,
diesmal, um die Erzeuger zu Terra
Madre Irland. Der Zug fährt in Belfast ab und
sammelt auf der Strecke alle ein, die am 4.
September in Waterford am
Treffen der irischen Lebensmittelbündnisse teilnehmen
wollen. Was könnte es für eine bessere Art
geben, um sich kennen zu lernen und unvergessliche Kontakte
zu knüpfen!
Für weitere Informationen über den
französischen Ausflug schreiben Sie an:
Jean Lheritier
Leiter des Slow Food Conviviums Roussillon.
LheritierJean@aol.com
Informationen über Terra Madre Irland und
die Rahmenveranstaltungen:
info@slowfoodireland.com
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Die
Slow Food-Stiftung in Neukaledonien |
2007 hat die Slow Food-Stiftung für die biologische
Vielfalt ein Projekt mit dem Schwerpunkt Neukaledonien,
der Inselgruppe im Südwesten des Pazifiks, aufgenommen.
Mit seinen feuchten Regenwäldern und umgeben von
der größten geschlossenen Korallenlagune
der Welt wurde Neukaledonien von der UNO als eines der
zehn reichsten Länder der Welt im Hinblick auf
die biologische Vielfalt eingestuft. Zur Biodiversität
kommt auch eine außerordentliche sprachlich-kulturelle
Vielfalt: die Kanak, der eingeborene Volksstamm, sprechen
noch heute 28 verschiedene Sprachen, andere Bevölkerungsgruppen
stammen ursprünglich aus Europa, Asien und dem
Mittleren Orient.
Das Projekt will die lokalen Produkte untersuchen, um
die außerordentliche Lebensmittelvielfalt im kaledonischen
Gebiet zu valorisieren und zu schützen (die Wurzelgemüse
Taro und Yams, die lokalen Arten an Bananen, Mango und
Kokos bis hin zum enormen Fischbestand).
Einige Lebensmittelbündnisse nehmen an Terra Madre
2008 teil, und es wird ein Förderkreisprojekt aufgenommen.
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Sehr
verehrte Damen und Herren... der Slow-Burger! |
Als die Studenten Jan Bahr und Barbara Kunze 2005 nach
Colorno kamen, um an der Universität der gastronomischen
Wissenschaften am Programm Food Culture and Communications
teilzunehmen, hätten sie nie gedacht, dass sie
nach zwei Jahren anfangen würden, Hamburger zu
machen. Inzwischen haben die beiden aber eine Gesellschaft
gegründet und ein neues Lokal in Wien eröffnet:
Die
Burgermeister.
Das Angebot zeichnet sich durch das hochwertige Fleisch
von biologischen Erzeugern aus, durch das lokal zubereitete
Brot, die handgeschnittenen Pommes Frites und die hausgemachten
Saucen. Denn Barbara ist überzeugt: «Das
Geheimnis liegt in den Zutaten, in der Passion und dem
Engagement, mit dem man ein Gericht zubereitet. So kann
auch ein Hamburger slow sein!». Die Fotos von
ihren Studienreisen im Rahmen des Masters schmücken
die Wände des Lokals, und der Kühlschrank
ist immer gut gefüllt mit 28 verschiedenen Biersorten.
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Wasser-Länder:
Lagunen, Deltas, Teiche... vereinigt euch! |
Terre
d’Acqua hieß die Veranstaltung zum Thema
Brackwasserzonen, die von Slow Food Italien mit Unterstützung
der Region Venetien konzipiert wurde. Mit Ausstellungen,
Gesprächen mit Fachleuten, pädagogischen Angeboten
und gastronomischen Verkostungen wurden diese Ökosysteme
im Slow Food-Stil behandelt.
Es handelte sich um eine natürliche Entwicklung
des Projekts Alla
ricerca del Grande Fiume. Studenten der Universität
der gastronomischen Wissenschaften hatten im Herbst
2007 eine Fahrradreise am Po, dem längsten Fluss
Italiens, unternommen, um seinen Zustand zu prüfen.
So wurde Terre d’Acqua mit der öffentlichen
Tagung “Alla ricerca del Grande Fiume” eröffnet,
an der Süßwasser-Fischergemeinschaften, Institutionen,
Vertreter der Slow Food-Förderkreise, Wissenschaftler,
Erzeuger, Köche und Verbraucher teilnahmen. Zum
Programm gehörten dann die Geschmacks-Parcours,
interaktive und sensorische Seminare, der Markt, auf
dem eine Auswahl der besten Produkte aus den italienischen
Brackwasserzonen vorgestellt wurde, und ein Bereich
mit den Winzern und Kleinbrauereien aus Venetien.
Terre d’Acqua bot also die Möglichkeit, das
empfindliche Universum der Süßwasser-Ökosysteme)
kennen zu lernen .
Für weitere Informationen schreiben Sie
an:
Gino Bortoletto
Präsident von Slow Food Venetien, Italien.
presidente@slowfoodveneto.it
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Neue
Convivien
Die folgenden Convivien sind in letzter Zeit
dem Netzwerk von Slow Food beigetreten:
Oberá
– Argentinien
N’Djaména
– Tschad
Loire et Loing
– Frankreich
Morelos
– Mexiko
Grachtengordel (Amsterdam Centrum)
– Niederlande
Bran-Moeciu
– Rumänien
Lek Mégnef Sénégal
– Senegal
Gipuzkoa-donostia
– Spanien
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EDITORIAL
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Schlechte Berater für schlechte Lösungen
Wenn eine Institution, eine Firma oder eine Regierung
sich Ziele gesetzt haben und es nicht schaffen,
sie zu erreichen, werden im Allgemeinen die Führungsspitzen
ersetzt, die Manager entlassen oder Wahlen ausgerufen,
um die Regierung zu wechseln. Die FAO hatte sich
1996 das Ziel gesetzt, bis 2015 die Zahl der Hunger
leidenden Menschen in der Welt – damals 800
Millionen – zu verringern: heute, im Jahre
2008, sind es 850 Millionen und die aktuelle Lebensmittelkrise
droht, sie in kürzester Zeit um weitere 100
Millionen ansteigen zu lassen.
Der FAO-Gipfel vor ein paar Tagen in Rom hätte
also mehr als über die aktuelle Krise, über
den realen Nutzen kostspieliger Mega-Institutionen
wie der UNO-Ernährungsorganisation oder der
äußerst großzügigen Weltbank
nachdenken sollen, die einen Geldregen verteilt,
der Abhängigkeit schafft – als würde
es zur Lösung von Problemen dieser Reichweite
genügen, einfach Hand ans Portemonnaie zu legen.
FAO-Präsident Jacques Diuof ist seit 1993 im
Amt und seitdem hat sich die Situation verschlimmert:
Darf man sich da nicht fragen, ob ein drastischer
Wandel angebracht sei? Aber nicht nur ein Wandel
in den Spitzenposition, sondern auch in den Gesprächspartnern,
denn die Berater, die Diouf wählte, um die
Krise zu “bändigen”, sind die GVO-Produzenten,
die Saatgutverkäufer, die Produzenten von Junk
Food – jene Unternehmen, die mehr als alle
anderen die Lebensmittel rund um den Globus reisen
lassen und vor allem die Einzigen, die mit dieser
Krise Gewinn machen. Man schaue sich nur ihre Börsentrends
an.
Schlechte Berater für schlechte Lösungen:
Notwendig ist dagegen ein Übergang zu einer
dezentralisierten, demokratischen und kooperativen
biologischen und ökologischen Landwirtschaft,
die also nicht von den multinationalen Unternehmen
kontrolliert ist, sondern in kleinem Maßstab
umgesetzt wird. Eine Landwirtschaft, die von den
traditionellen Gemeinschaften, von Agrarökologen
und eingeborenen Volksstämmen Jahrtausende
lang praktiziert wurde, der die Prinzipien Diversität,
Synergie und Recycling zugrunde liegen. Die Lösung
ist ein Netzwerk von lokalen Wirtschaften, die wir
in einer Mischung aus Tradition und Innovation verbinden
können: Diese sollten mit dem Geld, das in
Rom gesammelt wurde, unterstützt werden! Es
sind die Bauern und alle, die Lebensmittel produzieren,
und die Tatsache, dass sie 80% dieser 850 Millionen
Hunger Leidenden ausmachen, ist eine Zahl, die nach
Rache schreit.
Bei der Agrarindustrie anzufragen, die von ihr verursachten
Probleme mit den gleichen Mitteln, die zu ihrer
Entstehung geführt haben, zu lösen, ist
sinnlos und schädlich. Bodenverschmutzung,
GVO, Monokulturen, Subventionen und Dumping, Verlust
der Lebensmittelsouveränität und der Freiheit,
das eigene Saatgut zu verwenden, die eigene biologische
Vielfalt zu nutzen: Die Schuld liegt nicht bei den
Bauern und auch nicht beim Klima. Beide sind die
ersten, die darunter leiden – unter diesen
Dingen, die sie nicht erfunden haben. In Rom war
davon aber nicht die Rede. Im Gegenteil, die Nachricht,
die einige Tage lang das größte Aufsehen
erregte, war die fehlende Einladung von Ahmadinejad
zu einem Galaessen! Thema des Gipfels war der Hunger
in der Welt…
Carlo Petrini
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Terra
Madre, das Welttreffen der Lebensmittelbündnisse,
ist das größte Kulturevent, das
Slow Food organisiert, bei dem über
5.000 Menschen aus aller Welt zusammenkommen.
Terra Madre ermöglicht einen außerordentlichen
Austausch von Informationen, Ideen und Lösungen
unter den Delegierten der Lebensmittelbündnisse,
der sich als das wirksamste Mittel erweist,
um ihre Arbeit und die biologische Vielfalt
im Agrar- und Lebensmittelbereich zu schützen.
Damit Terra Madre realisiert werden kann,
ist der signifikante Beitrag von all unseren
Spendern und allen verschiedenen Kategorien
von Förderern wichtig, die uns mit
verschiedenen Beitragsformen, jeder in der
für ihn passenden Art, helfen, dieses
ehrgeizige Projekt Wirklichkeit werden zu
lassen.
Auch dieses Jahr brauchen wir Ihre Hilfe
für Terra Madre, damit wir es den Delegierten
aus den Entwicklungsländern ermöglichen
können, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Für Spenden wenden Sie sich
bitte an:
Simona
Malatesta
tel. +39/0172/419 648
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Wichtige
Worte
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Im
Jahr 2002 habe ich zufällig im Radio
einen Bericht gehört, bei dem von Slow
Food die Rede war. Die schönen Veranstaltungen
der Mitglieder haben mich so beeindruckt,
dass ich sofort überlegte, hier in Bedford
ein Convivium zu eröffnen. Am Anfang
fragte ich mich, was ich hätte anbieten
können, aber schon bald wurde mir klar,
dass es in meiner Umgebung viel mehr handwerkliche
Erzeuger gibt als ich dachte. |
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Sue
Miller
Leiterin des Slow Food Convivium Bedford,
UK |
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Alle
Kindergruppen in jedem Alter und jeder Herkunft
waren begeistert und über die ganze Dauer
des Unterrichts von Anfang bis Ende völlig
konzentriert. Sie haben alles gegessen. Auch
der kleine Junge, der noch nie solche Kartoffeln
probiert hatte! Am Ende hat er uns erklärt,
dass er nie wieder Kartoffeln essen würde,
die er nicht selbst zubereitet hätte.. |
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Annette
Rudolf,
Convivium München, Deutschland,
nach einer Veranstaltung im Slow
Mobil |
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Schicken Sie uns Ihre Fragen und Kommentare, schreiben
Sie uns Ihre Geschichten und Erfahrungen: Hier
werden wir davon erzählen.
communication
@slowfood.com |
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