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September 2008
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In
dieser Ausgabe: |

SPECIAL
ERINNERUNG
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Wege
der Erinnerung
Ein hyperaktives
Mitglied und seine Liebe zu Rumänien |
Jim Turnbull, Slow Food-Mitglied
aus Oxfordshire (UK)
, ), hat mehrere Jahre in Rumänien gearbeitet.
Er ist überzeugt, dass dieses Land einen außerordentlichen
Schatz an biologischer Vielfalt, Traditionen, uraltem,
unbekanntem Wissen und ein großes Potential birgt,
und er möchte zusammen mit Slow Food dazu beitragen,
es zu entwickeln. Er hat 2005 das erste Convivium und
auch den ersten Förderkreis in Rumänien mit
aus der Taufe gehoben (die Konfitüren der sächsischen
Dörfer). Er ist Mitgründer des ersten Bauernmarkts
in Bukarest, der zu einem Markt der Erde werden soll,
und er setzt sich dafür ein, dass in diesem Herbst
in Brasov ein zweiter Bauernmarkt eröffnet wird.
In letzter Zeit hat er mit der Stiftung Adept (die er
mitgegründet hat) und mit dem Slow Food Convivium
Tarnava Mare zusammen daran gearbeitet, das internationale
Projekt "4 Generationen" in das Dorf zu bringen.
Es wurde von Sveva Gallmann in Kenia initiiert, weil
"in Afrika die älteren traditionellen Medizinmännern
ihr Kenntnisse nicht mehr an die jüngeren Generationen
weitergeben – in der Schule lernen die Kinder,
dass die uralten Künste im modernen Leben keine
Bedeutung mehr haben. Die alten Menschen, die nicht
lesen und schreiben können, gelten nicht mehr als
Lehrer, auch wenn ihre Kultur und ihr Wissen aus der
jahrtausendealten Beobachtung der Natur und dem harmonischen
Zusammenleben mit ihrer Umwelt stammen".
Die Geschichten von Menschen, Landschaften und Kulturen
werden gesammelt und weitergegeben, bevor sie für
immer verloren gehen. Dazu dienen interaktive Vermittlungstechniken,
auch der Dialog zwischen den Generationen mit dem direkten
Kontakt in Fragen und Antworten, praktische Demonstrationen
und Rollenspiele, Erzählungen, Gesänge und
Spaziergänge in der Natur.
Das Projekt, das die Kinder wieder mit ihrem kulturellen
Erbe zusammenbringt, war auch in Rumänien ein großer
Erfolg. Anca Calugar von der Stiftung Adept hat besonders
zu diesem Erfolg beigetragen: "Dieses Projekt widmet
sich den Menschen und ihren Geschichten! Sie haben so
viel zu erzählen: über ihre Lebenserfahrung,
über die wahren, schlichten Werte, die man im heutigen
Leben immer schwerer erreichen kann... Deshalb ist es
so wichtig, ihr Wissen aufzuzeichnen und sie zu ermutigen,
es weiterzugeben! Auch um uns selbst besser kennen zu
lernen und dies dann den künftigen Generationen
zu vermitteln, damit sie stolz auf sich und ihre Herkunft
sind. Jeder Mensch ist doch ganz besonders. Es geht
um unsere Identität!". Das Projekt wurde mit
einer Theateraufführung abgeschlossen, in der die
Kinder ihre neuen Kenntnisse darstellten.
Mehr Information über das Projekt 4 Generationen:
Stiftung Adept:
http://www.fundatia-adept.org/
Slow Food-Förderkreis
der
sächsischen Konfitüren:
Mehr Information über das Projekt 4 Generationen:
http://www.gallmannkenya.org/
Artikel
in der National Geographic Zeitschrift
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Brain
food: Essen und Erinnern
Fundraising-Ideen
für Terra Madre in Perth |
In Zusammenarbeit mit dem Mundaring Truffle Festival,
das in Darling Range östlich von Perth am ersten
Augustwochenende stattfand, hatte das Slow Food Convivium
Perth
die Chance, den Geist und die Philosophie des Vereins
zu vermitteln und viele Erinnerungen zu den Lebensmitteln
zu wecken. Mit den Zutaten und Produkten der lokalen Lebensmittelbündnisse,
die an der letzten Terra Madre teilgenommen haben, servierten
15 Mitglieder und Freunde ehrenamtlich frisches Brot,
getrocknete Tomaten und gebackenes Lamm und betonten so
die Bedeutung der lokalen Kleinproduktion und den Genuss
an der Geselligkeit.
Der “Tunnel der Erinnerung ans Essen” befand
sich in der Nähe vom Slow Food-Infostand, vom Markt,
der Bar und dem Bereich für die Blindverkostungen
für Kinder und erregte die Neugier der Besucher.
Auf 60 Metern Länge wurden über 40 Erinnerungen
an Lebensmittel ausgestellt: Bilder, Geschmacksrichtungen,
Konsistenzen und Düfte. Sie gehörten zu den
intensivsten Eindrücken, die jeder von uns im Kopf
hat, zum Beispiel "bei Schlachter Trickeys in der
Hay Street beim Krankenhaus Princess Margaret mit den
Sägespänen auf dem Boden spielen, während
Mama Fleisch kauft", wie Trudy Parker erzählt.
An diesem unterhaltsamen, intensiven Wochenende konnte
auch eine beträchtliche Summe gesammelt werden, mit
der den australischen Delegierten die Teilnahme an der
nächsten Terra Madre ermöglicht wird.
Weitere Informationen:
http://slowfoodperth.org.au/category/brainfood/
Kontakt:
info@slowfoodperth.org.au
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Lokales Essen in den Schulkantinen von N’ganon
Ein Projekt des
Conviviums Chigata an der Elfenbeinküste |
Im Dorf N’ganon, 70 km von Korhogo im Norden der
Elfenbeinküste entfernt, wird das Erziehungsprojekt
zum lokalen Verbrauch fortgesetzt, das vom Convivium Chigata
initiiert und entwickelt wurde. Es bezieht alle Dorfbewohner
mit ein – vom Dorfvorsteher über die Frauen
und Kinder bis zu allen Männern –, und wer
Afrika ein bisschen kennt, weiß, dass es anders
nicht möglich wäre. Aber den Hauptanteil trägt
die Schule von N’ganon.
Das Programm garantiert nicht nur mindestens zwei Mahlzeiten
pro Tag in der Schule, sondern sorgt auch dafür,
dass die Gerichte mit lokalen Produkten zubereitet werden
und eine ausgewogene, gesunde Ernährung gewährleisten.
Die Frauen des Dorfes bauen die Rohstoffe an, die zum
Teil für die Schulkantine, zum Teil für den
familiären Verbrauch und zum Teil für den Verkauf
auf dem Markt bestimmt sind, um das Projekt zu unterstützen.
Drei Monate nach dem Start des Projekts sind die sieben
Hektar, die der Dorfvorsteher dafür gewährte,
gerodet, gepflügt und bebaut, und es wurden Getreide-
und Gemüsesorten gewählt, die für die Bodenbeschaffenheit
am besten geeignet sind. Die ersten Produkte wie Reis,
Erdnüsse und Bohnen werden im September und Oktober
geerntet, und ab September stehen den Schülern der
Schule in N’ganon täglich die Gerichte der
lokalen Tradition zur Verfügung. So können sie
beim Essen ein Bewusstsein dafür entwickeln, welchen
großen Wert die zu Hause angebauten Produkte haben
und wie wichtig die eigene Lebensmittelkultur ist.
Das Projekt “Consommons Ivoirien, Equilibre et Sain
dans nos Cantines Scolaires” wird von der Slow Food
Stiftung für die biologische Vielfalt dank eines
Beitrags von der Gund Foundation koordiniert und unterstützt.
Kontakt zum Chigata Convivium:
chigatafsdd@yahoo.fr
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Im
Zeichen der Rohmilch
Sommeruniversität
und Nationaler Slow Food-Tag in Frankreich |
Der September ist für Slow Food France ein Monat
voller Initiativen zum Käse.
Den Anfang macht die dritte Université d'été,
die für alle Mitglieder bestimmt ist und mit Unterstützung
des Conviviums Volca’niac organisiert wird. Runde
Tische, Geschmackserlebnisse, Besuche bei Erzeugern und
gemeinsame Menüs stehen vom 5. bis 7. September in
Clermont-Ferrand, mitten in der großen Region Auvergne,
die für ihren Käse berühmt ist, auf der
Tagesordnung.
Gerade wegen dieses Schwerpunkts der Region ist die diesjährige
Sommeruniversität dem Käse und vor allem dem
Problem der Rohmilch gewidmet. Fachleute, Prüfer
und exemplarisch ausgewählte Erzeuger mit ihrer Erfahrung
beleuchten das Thema unter verschiedenen Aspekten.
Am 27. September wird das Thema Rohmilch im ganzen Land
behandelt, denn alle Convivien sind aufgefordert, jeweils
eine lokale Veranstaltung dazu zu organisieren. Es handelt
sich um den zweiten Nationalen Slow Food-Tag, der einem
zahlreichen Publikum beweisen will, dass man auch im Alltag
gut und gesund essen kann.
Das Convivium Languedoc
, um nur ein Beispiel zu nennen, leitet einen Verkaufsstand
auf einem Bauernmarkt in Montpellier, um den Förderkreis
des Käses Pélardon sec zu unterstützen.
Kontakt:
lucia@slowfood.fr
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Hochzeitsgeschenk
Junge Paare
beginnen ihr gemeinsames Leben im Zeichen der
Großzügigkeit |
Enrico und Marina sind seit langem
Slow Food-Mitglieder. Am 12. Juli haben sie geheiratet
und beschlossen, diesen Tag mit ihren Angehörigen
im Bistrot del mondo im Castello dell'Acciaiolo in Scandicci
bei Florenz zu verbringen.
Enrico und Marina haben dabei auf Geschenke verzichtet.
Sie haben ihren Gästen einen engagierten Brief
geschrieben und ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht,
"Gemeinschaften von Frauen zu unterstützen,
die in aller Welt jeden Tag mit ihrer Arbeit, ihrem
Wert und ihrem Verständnis versuchen, ihren Familien,
die oft in Schwierigkeiten sind, und den Gemeinschaften,
denen sie angehören, ein Gefühl von Normalität
zu geben". Speziell soll ihre Teilnahme an Terra
Madre unterstützt werden.
Sie erklärten ihren Gästen, dass "Slow
Food ein Netzwerk der Solidarität aufgebaut hat,
zu dem Mitglieder, öffentliche Einrichtungen, Slow
Citys, Gastronomen und Bürger gehören, die
durch ihre Mithilfe die Organisation von Terra Madre
ermöglichen", und baten ihre Gäste, sich
dieser Initiative mit einem Beitrag anzuschließen.
"Dies wird für uns das schönste Geschenk
sein, denn wir sind glücklich, auch diese Entscheidung
mit Euch gemeinsam zu erleben und zu tragen".
Unterstützt werden folgende Gemeinschaften: Berber-Frauen
aus einer Kooperative in Marokko, die Argan-Öl
herstellt, die Imraguen-Frauen aus Mauretanien, die
Meeräschenrogen herstellen, und die Palästinenserfrauen
in Jericho, die traditionelle Lebensmittel erzeugen
(Couscous, Dattelpaste und Honig).
Enrico und Marina gilt der Dank der ganzen Slow-Gemeinde.
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Alles
Kohl! Brüssel zum Probieren
Ein Wochenende
voller Genüsse in der belgischen Hauptstadt |
Das erste Treffen (18.- 21. September)
der Slow Food-Welt in Brüssel will die Stadt in
einem neuen Licht zeigen: eine ökogastronomische
Umgebung, eine Metropole, die man zu Fuß besichtigen
kann und bei deren Entdeckung alle Sinne geweckt werden.
Man kann sie erkunden und verkosten. Das örtliche
Convivium Karikol
arbeitet mit Köchen, Erzeugern, Winzern, Geschäften
und Gemüsebauern – Profis und Amateurgärtner
– zusammen und überzeugt sie, ihre Erfahrungen,
ihre Passion und vor allem ihr Wissen weiterzugeben.
Für die Besucher gibt es Führungen durch Brauereien
und Bäckereien, Verkostungen von handgemachtem
Eis, Besichtigungen in Geschäften von belgischer
Schokolade, natürlichem Wein und lokalem Käse,
Menüs in verschiedenen Restaurants im Zeichen der
Ökogastronomie, Besichtigungen in biologischen
und botanischen Gärten (z.B. im Garten
der Pomona) und Spaziergänge, bei denen Wildpflanzen
und -blumen gesammelt und Tipps für ihre Verwendung
weitergegeben werden.
Parallel dazu findet die Veranstaltung Brüssel
ländlich statt, die Angebote in Hotels und
im Dorf der nachhaltigen Lebensmittel mit runden Tischen,
Ausstellungen und einem von Slow Food organisierten
Erzeugermarkt umfasst. Das Publikum kann hier sein Mittagessen
kaufen und es anschließend im großen gemeinschaftlichen
Picknick im Place des Palais genießen.
Das Meeting wird vom Convivium Karikol in Brüssel
zusammen mit dem Informationszentrum für positive
Ökonomie (Poseco), dem Forschungszentrum für
Verbraucherverbände (Crioc) und dem Brüsseler
Netzwerk für nachhaltige Lebensmittel (Rabad) organisiert.
Weitere Informationen:
Link englisch
Link französisch
Kontakt:
http://www.karikol.be/
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Die Zukunft der Lebensmittel
Vandana Shivas
Appell, das Paradigma der Lebensmittel zu überdenken |
Die Klimaänderungen und die
Lebensmittelkrise zwingen uns, die herrschenden Ideen
über die Produktion und den Verbrauch von Lebensmitteln
zu überdenken. Die industrialisierte, globalisierte
Landwirtschaft hat zum Klimawandel ebenso wie zur Lebensmittelkrise
und -unsicherheit beigetragen. In über 40 Ländern
gab es Unruhen in Verbindung mit der Lebensmittelversorgung.
Die steigenden Öl- und Lebensmittelpreise werden
als Indikatoren für die Sicherheit eines Landes
definiert. Trotz allem haben die Weltbank und die internationalen
Gesellschaften beim UNO-Gipfeltreffen der FAO im Juni
2008 über die Lebensmittelkrise und den Klimawandel
die Krankheit als die Lösung vorgestellt. Sie forderten
noch stärkeren Einsatz von Düngemitteln, obwohl
der Preis für chemische Dünger sich seit dem
Anstieg des Ölpreises verdreifacht hat und obwohl
synthetische Düngemittel zu den Hauptverantwortlichen
für den Treibhauseffekt gehören, der zum Klimawandel
führt.
Wir halten es für wichtig und dringend, sich mit
diesen miteinander verbundenen Fragen – Klima,
Lebensmittel und genetisch veränderte Organismen
– auseinanderzusetzen und das Recht aller Völker
auf sichere, gesunde Lebensmittel und Ernährungssouveränität
und das Recht aller Bauern auf eine sichere, nachhaltige
Existenz, Unabhängigkeit von den Saatgutindustrien
und Freiheit für den Austausch von Saatgut zu verteidigen.
Aus diesem Grunde lädt Navdanya zusammen mit der
Research Foundation for Science, Technology and Ecology
und Diverse Women for Diversity Sie alle zusammen zur
großen internationalen Konferenz zum Thema "Zukunft
der Lebensmittel: Klimawandel, GVO und Lebensmittelsicherheit"
am 1. und 2. Oktober 2008 in Neu Delhi ein.
Kontakt:
navdanya@gmail.com
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Spanishe
Tomatada
Eine neue Art,
(mit) Tomaten zu feiern |
Das Slow Food Convivium Valencia
organisiert an 3 aufeinander folgenden Wochenenden die
Ausstellung “Tomatada, eine andere Art, die Tomate
zu feiern” mit Verkostungen von traditionellen
Tomatensorten. Sie vereint Landwirtschaft, Gastronomie,
biologische Vielfalt und Kultur und will die Verschiedenartigkeit
der bestehenden traditionellen Sorten bekannt machen,
um ihren Verbrauch zu steigern. “Die Tomate ist
das am meisten verbreitete Gemüse in der Welt und
ein bedeutender Teil unserer Ernährung. Kennen
wir aber alle Formen und Größen, Farben,
Geschmacksnuancen und Verwendungsweisen? Die handelsüblichen
Sorten, die wir normalerweise verzehren, haben viele
andere lokale Sorten verdrängt. Es gibt große,
kleine und sehr kleine Tomaten, rote, orangefarbene,
gelbe, rosa, dunkelviolette, säuerliche, süße
und salzige, runde, birnenförmige, flache und noch
viele andere verschiedene Merkmale. Sie gehören
zu unserem Kulturbestand, den wir schützen müssen”,
kündigt das Convivium an.
Die Veranstaltung findet in Castielfabib am 12.-14.,
19.-21. und 26.-28. September statt.
Für weitere Informationen wenden
Sie sich bitte an:
convivium@valencia.slowfood.es
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Die
Köchin Sandra, ihr Blog und roter Reis
Ein Slow Food-Mitglied
veröffentlicht Rezepte mit den Förderkreisprodukten |
Sandra ist Köchin, Mitglied im Slow Food Convivium
Turin
und eine begeisterte Verfechterin sowohl vom Salone
del Gusto als auch von Terra Madre. Sie nimmt an allen
Initiativen ihres Conviviums teil, bei denen die Themen
von Terra Madre verbreitet und Mittel für die Umsetzung
des Events gesammelt werden. Sandra hat sich dafür
eingesetzt, Rezepte mit den Produkten der Förderkreise
zu erfinden und zu erproben. Die Rezepte, die sie verfeinert
und zusammen mit Freunden und Kollegen probiert hat,
veröffentlicht sie in ihrem
Blog “un tocco di zenzero” (Eine Prise
Ingwer).
In ihrer zweiten Kreation “roter Reis aus Andasibe,
Zucchinicreme und Meeräschenrogen” erzählt
sie die Geschichte von Andasibe: “Dieser rötliche
Reis (Oryza sativa) mit einem Stich ins bronzene, der
im Dialekt Vary Mena genannt wird, ist eine einheimische
Pflanze aus Madagaskar und stammt wahrscheinlich aus
einer Kreuzung zwischen den lokalen wilden roten Sorten
und den weißen Japonica-Sorten ab, die um das
Jahr Tausend von Indonesiern eingeführt wurden.
Er ist sehr vitaminreich, schmeckt angenehm nussig und
ist auf dem lokalen Markt die meistverkaufte Sorte (für
die Madagassen deckt der Reis fast 70% des täglichen
Kalorienbedarfs ab): Er gehört als Zutat zu allen
drei Mahlzeiten am Tag.
Leider wird der Anbau von Vary Mena heute wegen der
geringen Erträge und der niedrigen Preise auf dem
Markt immer mehr eingeschränkt. Der Förderkreis
hat die Geräte zum Dreschen, Schälen und Verpacken
angekauft, um es den madagassischen Bauern zu ermöglichen,
die Qualität des Endprodukts zu verbessern und
so ein Produkt zu erzielen, das endlich mit dem aus
Pakistan importierten weißen Reis konkurrieren
kann.”
Weitere Informationen:
das
Rezept im blog
Das
Presidium des Roten Reis von Andasibe
Kontakt:
Sandra Salerno
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Youth
Food Nation
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San Francisco war schon immer ein
beliebtes Ziel für junge Leute, aber es war sicher
selten so stark besucht wie am letzten Augustwochenende,
als in der Stadt Slow Food Nation stattfand. An dem
Event, das Slow Food USA zum ersten Mal organisierte,
nahmen zahlreiche Studenten von der Universität
der gastronomischen Wissenschaften, Mitglieder und Organisatoren
des Youth Food Movement und Vertreter der Slow Food
Convivien an den amerikanischen Universitäten teil.
Die jungen Leute waren allgegenwärtig: Sie koordinierten
Workshops und warben neue Mitglieder, planten Picknicks
und anderen kollektive „Eat-Ins“ oder kochten
Wildschwein für hundert Personen in einem städtischen
Kaufhaus. Und dieser Geist sprang auch auf die Bürger
über: So gab es mehrere improvisierte Aperitif-Angebote,
bei denen die jungen Teilnehmer von Slow Food Nation
sich nach den Tagesveranstaltungen wieder erkannten
und hier und da für ein Glas oder einen Happen
zusammen stehen blieben. Geselligkeit und Gastfreundschaft
Made in California.
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Ich
schmecke was, was ich nicht sehe...
Deutsche Kinder
konzentrieren sich auf eine Blindverkostung |
Mit verbundenen Augen, nur mit dem Tast-, Geruchs- und
Geschmackssinn Lebensmittel zu erkennen, erfordert volle
Konzentration. An der Hand von Eltern, Lehrern und Slow
Food-Mitgliedern ließen sich über 80 Kinder
zwischen 3 und 15 Jahren auf dieses Experiment ein,
das vom Slow Food Convivium Aachen
im Rahmen einer Ernährungs-Projektwoche in der
Grundschule in Würselen Broichweiden organisiert
wurde.
Neugierig und unbefangen ertasteten und probierten sie
Birnen- und Apfelstücke, Ingwerscheiben und Bananenchips,
um nur einige Beispiele zu nennen. Mit großer
Fantasie beschrieben sie dann, was sie in den Händen
oder im Mund hatten: "fühlt sich älter
an" (Trockenaprikosen), "wie Fell" (Ingwerfasern),
"Ich weiß, was das ist, mein Meerschweinchen
isst das immer" (Kohlrabi).
Am Ende des Geschmacksparcours hätte es viele Gewinner
geben können, so erfolgreich haben die Kinder ihre
Aufgaben gelöst. So wurde schließlich ausgelost.
Einen Gewinn hatten aber wohl alle Teilnehmer, denn
mit dem „Lauf der Sinne“ wurde der Horizont
der Genüsse ganz sicher etwas weiter.
Weitere Informationen
auf der Internetseite
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Schulgarten
in Somerset
Das englische
Convivium erzählt von seinem Abenteuer |
Es war nicht einfach, aber jetzt
hat das Slow Food Convivium Somerset
in der Grundschule Oldfield Park einen Schulgarten ins
Leben gerufen – den zweiten in Großbritannien!
Überraschenderweise war der zweite Punkt im „Vademecum,
um einen Schulgarten zu organisieren”, der schwierigste:
eine interessierte Schule zu finden. "Dadurch wurde
es viel später", sagt Suzanne Wynn, die Convivienleiterin.
Schließlich fand man eine Schule, die nach der
Schulzeit Arbeiten im Gemüsegarten anbieten wollte.
Dieser ist nun für Schüler aller Altersgruppen
geöffnet.
Aber die Probleme waren damit noch nicht gelöst:
Es gab kein Wasser, der Boden war fast unfruchtbar,
und das Schwierigste: Man musste die Ernte bis zum Schuljahresende
planen.
Alle Probleme schwanden glücklicherweise, als die
ersten Pflanzen wuchsen, und die erste Ernte war wirklich
ein aufregender Moment für alle Beteiligten. "Ich
glaube, es ist wirklich ganz wichtig, dass die Kinder
die Produkte ihrer Arbeit selbst probieren können,
und so kochte ich ein paar Kartoffeln für sie und
garnierte sie auf verschiedene Art mit ihren Kräutern
(...) Ich möchte jedes Convivium, das daran denkt,
einen Schulgarten einzurichten, ermutigen, an dem Projekt
festzuhalten. Die Mühe lohnt sich".
Kontakt:
Suzanne
Wynn
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Slow
Fisch
Event in Bremen
zum Fischfang in den Nordmeeren |
Nach dem mehrmaligen Erfolg der
Slow Fish in Genua, der Messe für den nachhaltigen
Fischfang, fragten sich viele Convivien in Norddeutschland:
"Warum nur das Mittelmeer und nicht auch die Nordsee?"
Kurz gesagt: Vom 7. bis 9. November findet die erste
"Slow Fisch" in der Messe Bremen statt. Organisator
ist die Messe Bremen, der ideologische Partner ist Slow
Food Deutschland. Zahlreiche Aussteller aus der Fischbranche
haben bereits ihren Stand gebucht, aber es gibt auch
andere Ausstellungsformen zu den besten Produkten der
Lebensmitteltradition in diesem Gebiet, wie Lammfleisch,
alte Kartoffelsorten und Wurstprodukte.
Präsentationen, Konferenzen und natürlich
Geschmackserlebnisse ziehen sich durch die ganze Veranstaltung.
So kann man zum Beispiel am “Krabbenpulen”
teilnehmen und so den tagesfrischen Granat aus der Nordsee
wieder entdecken. Auch spezielle Gäste aus Genua
werden erwartet.
Alle weiteren Einzelheiten:
www.slow-fisch.de
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Der
Geschmack Ungarns
Treffen aller
ungarischen Convivien |
Alle ungarischen Convivien haben
sich für den 20. September in Skansen verabredet,
einem ländlichen Freilichtmuseum bei Nyiregyhaza,
200 km östlich von Budapest. Das Museum organisiert
an diesem Wochenende “Taste of Hungary”,
und zahlreiche Köche werden in den Bauernhöfen
und den Freiluftbereichen kochen. Dies ist das vierte
Treffen der Slow Food Convivien in Ungarn, von denen
viele aus den Terra Madre Bündnissen entstanden
sind. Es findet zusammen mit Ausstellungen, Präsentationen,
Verkostungen und gastronomischen Vorführungen in
einer alten Kornkammer statt.
In der Woche danach besuchen die Vertreter von Slow
Food in Ungarn den Erzeugermarkt in Turda, der vom lokalen
Convivium im Rahmen eines Austausch- und Begegnungsprojekts
organisiert wird..
Kontakt:
Erdos Zoltán
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EDITORIAL
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Slow Life – jeden Tag
Es gibt noch Menschen, die glauben, bei Slow Food
ginge es nur um vorzügliches Essen und Weine,
Produkte, die den meisten unbekannt, nicht leicht
zu finden und sehr teuer sind. Diese Vorstellung
ist einschränkend und sogar irreführend,
denn wenn wir die traditionellen Rezepte veröffentlichen,
in breitem Maße von Qualität sprechen,
die regionale Küche fördern, heißt
das, vom täglichen Essen zu sprechen: täglich
gutes Essen, das ganze Jahr über und erschwinglich
für alle. Dies ist die Philosophie, die den
Lebensmittelbündnissen, der lokalen Wirtschaft
und der kulturellen Identität zugrunde liegt,
die Slow Food mit seinen Projekten zur Bildung,
zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Förderung
der kleinen nachhaltigen Erzeuger verteidigt.
Ich habe versucht, einen Dekalog
in Nummer 35 von Slowfood (der Zeitschrift für
die italienischen Mitglieder) zu schreiben –
eine Liste guter Praktiken, die ein Slow Food-Mitglied
befolgen, bereichern und verbreiten sollte. Hier
eine Zusammenfassung für Sie: Verzehren Sie
so viel wie möglich frische Lebensmittel; achten
Sie auf Saisonprodukte; geben sie lokalen Produkten
den Vorzug; essen Sie weniger (vor allem Fleisch)
und besser; reduzieren Sie Verschwendung und Abfälle;
kochen Sie Ihr Essen selbst; schulen Sie Ihre Sinne;
suchen und pflegen Sie den Genuss; lernen Sie, das
Essen und seine Erzeuger zu erkennen; achten Sie
die Mutter Erde.
Aber ich möchte noch weitergehen und daran
erinnern, dass beim Salone del Gusto jeweils zwei
Termine am Tag zum Täglichen Essen (Halle 5,
jeden Tag um 11.30 und 16.00 Uhr) geplant sind:
Die zweieinhalbstündige Veranstaltung will
zum Nachdenken über den täglichen Einkauf,
die Entscheidungskriterien und die kollektiven Folgen
von individuellem Verhalten auffordern. Sie besteht
aus Simulationen, Darbietungen und Verkostungen
und wird von Ernährungswissenschaftlern, Dozenten
des Master of Food und Gastronomen von der Universität
der gastronomischen Wissenschaften geleitet. Sie
können die Teilnahme (in Italienisicher Sprache)
online buchen, indem Sie hier
klicken. Für Mitglieder gibt es eine Ermäßigung.
Wir können jeden Tag besser essen und den Menschen
in unserer Umgebung und dem Planeten, den wir gemeinsam
nutzen, Gutes tun. Alles, was wir uns vornehmen,
hat keinen Sinn und keine Perspektive, wenn wir
es als Kampf gegen die Globalisierung verstehen.
Dagegen liegt die volle Bedeutung des Engagements
in der Idee, dem Leben in unseren Gemeinschaften
wieder Qualität (und Glück) zu verleihen,
um so zu einer größeren Gerechtigkeit
auf der ganzen Erde beizutragen.
Roberto Burdese
President von Slow Food Italien
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2008 sind der Salone del Gusto und Terra Madre
sich so “nah” wie nie zuvor.
Eine wichtige Gelegenheit für die Begegnung
zwischen den Besuchern des Salone und den
Lebensmittelbündnissen sind die Konferenzen
zu den großen Themen von Terra Madre,
die im Lingotto organisiert werden.
Lebensmittelsicherheit, Klimawandel, lokale
Wirtschaft, Saatgut und Biopiraterie sind
nur einige der Aspekte, über die bedeutende
Referenten, aber auch viele der beruflich
Betroffenen diskutieren werden. Hochwertige
Lebensmittel brauchen diese Berufsbilder,
um erzeugt, verarbeitet, gehandelt und verzehrt
zu werden und um zu einer Ressource für
die Wirtschaft, die Umwelt, die Gesellschaft
und die Kultur zu werden.
Einige Konferenzen sind speziell der biologischen
Vielfalt gewidmet, sie behandeln ausführlich
aktuelle Themen und Projekte der Slow Food
Stiftung für die biologische Vielfalt.
Klicken
Sie hier um das Programm der Konferenzen
herunterzuladen:
Klicken
Sie hier wenn sie an der Terra Madre Eröffnungs-
oder Schlusszeremonie oder an den Workshops
teilennehmen möchten.
Auf der Website des Salone del Gusto
finden Sie alle Informationen über das
Event in Turin und können sich für
die vielen Veranstaltungen im Programm anmelden:
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Geschmackserlebnisse,
die bekannten Verkostungen mit Anleitung von
Slow Food im Beisein von Erzeugern und Fachleuten;
Theater des Geschmacks, die
Bühne für italienische und internationale
Köche, die hier live ihre Symbolgerichte
zubereiten;
Master of Food, Veranstaltungen
zur Entdeckung einiger öno-gastronomischer
Produkte: Tee, Obst und Gemüse, Fleisch,
Gewürzen, Destillaten, Kaffee und vielen
anderen Produkten;
Autorengespräche und Workshops
der Erinnerung, Veranstaltungen mit
Persönlichkeiten aus der Wein- und Gastronomiewelt,
die ihre Geschichte erzählen und Kostproben
ihrer Symbolprodukte anbieten;
Verabredungen zum Essen,
20 Menüs in Turin und ganz Piemont in
historischen Adelssitzen und Schlössern;
Il caffè di Slow Food,
Gespräche und Buchvorstellungen von Slow
Food Editore: eine Reise durch Worte, Lebensmittel,
Wein und Liköre.
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Terra Madre, das Welttreffen der
Lebensmittelbündnisse, ist das größte
Kulturevent,00 Menschen aus aller Welt zusammenkommen.
Terra Madre ermöglicht einen außerordentlichen
Austausch von Informationen, Ideen und Lösungen
unter den Delegierten der Lebensmittelbündnisse,
der sich als das wirksamste Mittel erweist,
um ihre Arbeit und die biologische Vielfalt
im Agrar- und Lebensmittelbereich zu schützen.
Damit Terra Madre realisiert werden kann,
ist der signifikante Beitrag von all unseren
Spendern und allen verschiedenen Kategorien
von Förderern wichtig, die uns mit verschiedenen
Beitragsformen, jeder in der für ihn
passenden Art, helfen, dieses ehrgeizige Projekt
Wirklichkeit werden zu lassen. das Slow Food
organisiert, bei dem über 5.0
Auch dieses Jahr brauchen wir Ihre Hilfe für
Terra Madre, damit wir es den Delegierten
aus den Entwicklungsländern ermöglichen
können, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Auch
dieses Jahr brauchen wir Ihre Hilfe für
Terra Madre, damit wir es den Delegierten
aus den Entwicklungsländern ermöglichen
können, an der Veranstaltung teilzunehmen.
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Mit eingenen Worten
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Ich
wurde auf Slow Food aufmerksam, weil die Initiativen
meinem Bewusstsein entsprachen, und als junger
Lehrer interessiere ich mich besonders für
Geschmackserziehung. Ich habe an dem Workshop
zu den Edible School Yards bei Terra Madre
Ireland teilgenommen, der von Seed Savers,
Northern Ireland Slow Food unterstützt
wurde und ein landesweites “grünes”
Schulprogramm unter Beteiligung von Lehrern,
Erzeugern und Eltern fördert. Unsere
feste Überzeugung ist der Vorschlag,
den wir auch den Ministern unterbreitet haben,
dass Schulgärten zu einem Teil des Lehrplans
auf der ganzen Insel werden sollen! |
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Michelle
Darmody
Eine der Leiterinnen des Slow Food Conviviums
Dublin City Centre
slowfooddublin@gmail.com
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Schicken Sie uns Ihre Fragen und Kommentare, schreiben
Sie uns Ihre Geschichten und Erfahrungen: Hier
werden wir davon erzählen.
communication @slowfood.com |
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