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März 2009
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In
dieser Ausgabe: |
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Slow Food
in wenigen worten
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Ko-Produzent
Slow Food fördert einen neuen Lebensmittelkonsum,
der sich von dem passiven, uninformierten Verhalten, das
in Städten und Hypermärkten weit verbreitet
ist, deutlich unterscheidet: Diese Annäherungsweise
basiert auf Kenntnis der Lebensmittel, Produktionstechniken
und der Erzeuger. Um zu unterstreichen, dass der Verbraucher
entscheidende Änderungen im Agrar- und Lebensmittelsektor
beeinflussen kann, hat Slow Food den Begriff Ko-Produzent
geprägt. Damit ist ein aktiver Verbraucher gemeint,
der eine enge Beziehung zu den Bauern, Fischern, Züchtern,
Winzern oder Käsern unterhält, von denen er
nicht einfach kauft, sondern die er auch nach Informationen
und Tipps fragt, um qualitative Unterschiede erkennen
zu können und sich gesünder, schmackhafter und
verantwortlicher zu ernähren. Durch diese aufmerksamen,
informierten Verbraucher, die Ko-Produzenten eben, ist
der Landwirt motivierter, mit traditionellen Techniken
zu arbeiten, die die biologische Vielfalt der Produkte
und ihre Qualität garantieren.
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Vom
Tish zur Erde... |
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Köche
in der Klasse auf San Juan Island
Pilotprojekt
zur nachhaltigen Schulverpflegung auf San Juan Island
im Nordwesten der USA |
"Das Slow Food Convivium Land and Sea (Erde und Meer)
entstand mit dem Traum, ein Programm zur nachhaltigen
Ernährung in den Schulen von San Juan Island (bei
Vancouver Island, Kanada) einzuführen, das eng mit
den lokalen Erzeugern verbunden sein sollte. Die Idee
nahm vor über einem Jahr nach dem Treffen mit dem
Koch Tom French von der No-Profit Gruppe Experience Food
Gestalt an und ist heute ein Pilotprojekt, das auch den
anderen Schulen des Landes nützt und als Beispiel
dient, um eventuelle Änderungen im Verhalten der
Schüler, ihrem Gesundheitszustand und ihren Ernährungsgewohnheiten
zu beobachten. Das Convivium unterstützt das Projekt
auch durch die Einbeziehung der Gemeinde und der Bauernhöfe,
und das Programm bietet zahlreiche pädagogische Inhalte,
wie Tom French erläutert:
"Im letzten Jahr haben wir in 13 Klassen ergänzende
Lehrprogramme in Zusammenarbeit mit den Lehrern eingeführt:
Dazu gehören Besuche von Bauernhöfen, Schulgärten,
Elternbildung, gastronomische Vorführungen, Verkostungen
usw. Unser Projekt mit dem Namen “Chef in the classroom”
(Koch in der Klasse) konzentriert sich auf die historische
und kulturelle Bedeutung der Lebensmittel ebenso wie auf
Genuss und Geselligkeit. Es umfasst auch kulturelle Veranstaltungen,
und die Gemeinde wird auf verschiedene Art einbezogen:
Zum Beispiel haben wir die hispanische Kultur mit Musik,
Tanz und Gerichten der wahren spanischen Küche gefeiert.
Die Lebensmittel sind lokal, schmecken gut und werden
gut präsentiert: Die Schüler werden einfach
durch das Essen zu Ernährungsaktivisten auf der grundsätzlichsten
Ebene, nämlich in den einzelnen Familien!”
Weitere Informationen:
Chef Tom French
cheftom@whidbey.com
Tom
French website
Linda Degnan Cobos,
Convivienleiterin Slow Food Land and Sea
westboy@rockisland.com
Slowfood
land and sea Website
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Slow Fish in Genua
Geschmackserziehung
als Grundlage für die Zukunft |
Eines der wichtigsten Themen der Slow Fish 2009 (Genua,
17.-20. April) ist “die Geschmacksbildung”.
Es ist wichtig, Fisch auswählen zu können: nicht
nur für den kulinarischen Genuss, sondern auch für
unsere Gesundheit, unsere Finanzen und die Umwelt. Daher
finden Sie bei der Slow Fish unter vielen Angeboten auch
diese:
- die Workshops des Wassers, in denen
Themen wie Meer und Fischfang ausführlich behandelt
werden;
- der Markteinkauf mit Anleitung durch
den “Personal Shopper”, der den Besuchern
hilft, die immense Vielfalt zu entdecken und beim Einkauf
hochwertigen Fisch zu erkennen;
- wer noch weiter gehen will, kann am Fischfangtourismus
teilnehmen und auf professionellen Fischerbooten mitfahren;
- im Bereich der guten Praxis kann man
innovative und im Alltag anwendbare Vorschläge für
angewandten Umweltschutz kennen lernen.
Die Besucher können sich auch in der Buchhandlung
der Meere oder bei Slow Fish in musica verlieren,
denn auch die musikalischen Zeugnisse sind, wie man schon
bei Terra Madre erleben konnte, eine Möglichkeit,
um von einer Region und ihrer Kultur zu erzählen...
Weitere Informationen und das vollständige
Programm finden Sie auf der Website der
Slow Fish website.
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Ernährung
über das Radio
In Benin nutzt
das Convivium Cotonou die Presse, um die Einwohner
des Landes zu bilden |
Prosper interessiert sich
seit langer Zeit für Ernährungsfragen.
Der ausgebildete Agronom ist heute Mitarbeiter der Regierung
in der Abteilung für Lebensmittelsicherheit in Cotonou,
der Hauptstadt von Benin.
Alle Ideen, die er nicht im beruflichen Rahmen umsetzen
kann, verfolgt er in seinem Privatleben mit Hilfe des
Convivium de Nourriture Saine Bénin, das er gegründet
hat. Es umfasst heute 17 aktive, begeisterte Mitglieder,
darunter seine Frau und die zwei Kinder, und zahlreiche
Kleinerzeuger. Nourriture Saine Bénin hat ein ehrgeiziges
Ziel: die öffentliche Meinung für die Vorteile
einer gesunden, lokalen Ernährung zu sensibilisieren.
Dafür werden 2-3-stündige Veranstaltungen organisiert,
zu denen Köche, Verbraucher und Journalisten eingeladen
werden; die Teilnehmer lernen die Produkte und ihre Erzeuger
direkt kennen und werden über die Eigenschaften der
Lebensmittel informiert (Bananen, Baobab-Früchte,
Reis). Bei diesen Treffen entstehen häufig Verträge
für den Direkteinkauf bei den Erzeugern. Außerdem
stellt das Convivium Informationsmaterial, Radiosendungen
und CD-ROMs über Produkte und Kulturen der Region
her, die an die lokalen und nationalen Radio- und Fernsehsender
sowie verschiedene Informationsorgane geschickt werden.
Durch diesen Einsatz konnten z.B. vier Sendungen über
den Reisanbau und seine Saison und über die Vorteile
und Bedeutung von lokalem Reis für die Ernährung
realisiert werden. Heute arbeitet Nourriture Saine Bénin
mit drei Zeitungen, zwei Fernsehsendern und rund zwanzig
Radiosendern zusammen. Einige Sendungen werden in den
Lokalsprachen ausgestrahlt, und die Themen und ihre Behandlung
sind so gewählt, dass die Informationen pädagogische
Wirkung haben. So werden z.B. die hervorragende Arbeit
der Bauern und die Würde und der kulturelle Stolz
betont, die sich hinter einer so einfachen Handlung wie
der Ernährung verbergen.
Weitere Informationen :
Prosper Monde
mondeprospere@gmail.com
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Förderkreise
auf der Karte
Bündnis zwischen
Köchen und Slow Food Förderkreisen |
Slow Food Italia führt in den ersten Monaten 2009
ein neues Projekt ein: der Aufbau einer Allianz zwischen
den 177 italienischen Slow Food Förderkreisen und
den Köchen, die diese Produkte - vor allem aus ihrer
eigenen Region - in ihre Speisekarte aufnehmen wollen.
Ziel ist, einem möglichst breiten Publikum von den
Slow Food-Projekten zu erzählen und Neugier und Interesse
für die Initiativen zum Schutz der biologischen Vielfalt
zu wecken.
Die italienischen Convivien, die von den Gebietsverantwortlichen
koordiniert werden, setzen sich dafür ein, die Köche
ihrer Umgebung, die sich der Slow-Philosophie anschließen,
einzubeziehen. Die Köche kennzeichnen die Förderkreisprodukte
auf den Speisekarten mit einem neuen Logo und dem Namen
des Herstellers. Slow Food übernimmt einen bedeutenden
Teil der Kommunikation über die eigenen Kanäle,
um die Lokale bekannt zu machen, in denen man diese kennen
lernen kann. Das Projekt gipfelt in den Menüs der
Allianz, die in den angeschlossenen Restaurants am Sommeranfang
2009 organisiert werden sollen. Ein Teil des Erlöses
ist für das Projekt der Slow Food Förderkreise
bestimmt.
Für weitere Informationen zum Projekt wenden Sie
sich bitte an: Tiziana Gazzera, Tel +39 0172 419643 t.gazzera@slowfood.it
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...Von der Erde auf den Tisch
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Helft
uns, dass unsere Stimme gehört wird
Ein Appell der
Bündnisse aus Madagaskar
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Madagaskar war jetzt Thema in den
Zeitungen wegen der Demonstrationen in der Hauptstadt,
der Armut, der politischen Kämpfe zwischen Bürgermeister
und Regierungschef. Nur wenige Zeitungen haben aber erklärt,
was auf dem Land passiert und was daher die Mehrheit der
Bevölkerung betrifft.
Der südkoreanische multinationale Konzern Daewoo
Logistic hat für 99 Jahre – drei Generationen!
– 1,3 Millionen Hektar Land zur Pacht bekommen,
das ist die Hälfte des kultivierbaren Landes von
ganz Madagaskar. Die Koreaner wollen dort Mais und Ölpalmen
anbauen. Sie haben angekündigt, dass sie, wenn der
Vertrag zustande kommt, Straßen, Schulen und Krankenhäuser
bauen würden... aber die andere Seite der Medaille
ist die Verarmung und soziale Destabilisierung von Tausenden
von Bauern, die zu Tagelöhnern von intensiven Monokulturen
werden, und die Verschlimmerung der Lebensmittelknappheit,
da die Ernten für den Export bestimmt sind.
“Die Regierung behauptet, dass das Projekt noch
geprüft wird. Aber der Vorsitzende und Generaldirektor
von Daewoo hat den Abschluss der Vereinbarung bestätigt,
die regionalen Chefs haben den Vertrag unterzeichnet und
vermessen schon die Parzellen”, schreibt Rindra
Andriambola, Leiter des Bündnisses des rosa Reis,
und fügt hinzu: „Es ist schrecklich! Die kleinen
Bauern können nichts tun gegenüber diesem Giganten.
Wir können nur den Verlust der Länder unserer
Vorfahren beklagen, die wir bestmöglich zu erhalten
versucht haben. Man weiß nicht einmal, ob der Konzern
GVO-Saatgut und chemische Substanzen verwendet. Wir hatten
die Hoffnung, aus der Armut herauszukommen, indem wir
uns den biologischen Markt erschlossen, aber jetzt wissen
wir nicht mehr, was wir tun sollen. Wir versuchen, einen
Massenprotest zu organisierten, und Ihr könnt uns
helfen, dass unsere Stimme gehört wird!” Dazu
können Sie
die Petition unterzeichnen
oder schreiben an:
- Monsieur Panja RAMANOELINA, Ministre de l'Agriculture
de l'Elevage et de la Pêche. BP 301, Anosy Antananarivo
MADAGASCAR
- Monsieur RATOHIARIJAONA Rakotoarisolo Suzelin, Directeur
de l'Appui à l'Organisation des Producteurs auprès
du Ministère de l'Agriculture, de l'Elevage et
de la Pêche. BP 301, Anosy Antananarivo MADAGASCAR
E-Mail: daop@maep.gov.mg
Rindra Andriambola
andriambolar@yahoo.fr
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Das
RSA-Projekt
Unterstützung
der lokalen Landwirtschaft durch die Restaurants |
David Swanson, ein Terra Madre-Koch von der Kochschule
Braise Culinary School in Milwaukee, hat im letzten Sommer
eine RSA aufgenommen, eine "Restaurant Supported
Agriculture", also ein Projekt zur Unterstützung
der Landwirtschaft durch Restaurants. Das Projekt folgt
den gleichen Prinzipien wie die CSA (Community Supported
Agriculture), bei dem die Bürger einen Bauerhof im
Voraus für eine konstante Belieferung mit frischen
Produkten bezahlen. In der gleichen Weise schließen
bei der RSA die Restaurants mit den lokalen Erzeugern
eine Vereinbarung und zahlen einen Teil der Kosten im
Voraus. Wie David erklärt, bietet dieses Projekt
beiden Seiten Vorteile: “Der Koch hat eine ständige
Lieferung mit Produkten zu einem wettbewerbsfähigen
Preis und spart Zeit, der Erzeuger verfügt im Voraus
über Geldmittel und kann seinen Betrieb effizienter
führen. Ich habe immer lokal eingekauft. Bei den
französischen Köchen habe ich den Wert der Saison-
und Qualitätsprodukte gelernt. Ich habe in verschiedenen
Teilen des Landes gearbeitet und verschiedene Methoden
für die lokale Belieferung ausprobiert, bevor ich
nach Milwaukee zog. Hier habe ich begonnen, ein einfacheres
System zu erarbeiten, und so entstand das Projekt der
RSA”.
Hier
klicken um das Interview mit David Swanson
auf der Website von SF USA ganz zu lesen (auf englisch).
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Köchin
Otilia trifft Slow-Produzentin Nadia
Otilia Kusmin,
Köchin des Netzwerks Terra Madre, erzählt
uns von ihrer Erfahrung nach Terra Madre 2008 in
Argentinien |
"Eine der Empfehlungen im Netzwerk der Köche
bei Terra Madre war, einen handwerklichen Erzeuger zu
“adoptieren” und gemeinsam eine Beziehung
aufzubauen, um sowohl die Nachhaltigkeit auf unseren Speisekarten
als auch in ihrer Produktion zu verbessern.
In jenen Tagen habe ich Nadia kennen gelernt, die eine
Bauerngemeinschaft aus der Provinz Río Negro vertrat.
Ihr Enthusiasmus und das Slow-Projekt, das sie fördert,
haben mir sofort gefallen, und so entstand unmittelbar
der Wunsch zusammenzuarbeiten.
Nadia ist 21 Jahre alt und studiert biologische Landwirtschaft
an der Universität, arbeitet aber auch in einer Schule
in ihrer Region, wo sie den Kindern und ihren Familien
beibringt, Produkte mit biologischen Techniken anzubauen
und Eingemachtes zuzubereiten. Außerdem leiten sie
und ihre Familie in Patagonien einen Hof mit 140 Hektar
für die nachhaltige Produktion in kleinem Maßstab.
Hier züchten sie auf natürliche Art Schafe,
Hühner, Kühe und erzeugen biologisches Obst
und Gemüse. Auch Honig, Brot, Süßspeisen,
handwerklich gebrautes Bier, Käse und Joghurt erzeugen
sie vollständig vor Ort.
Zusammen haben wir begonnen, Bauernrezepte zu sammeln.
Das Ergebnis ist ein Kochbuch mit 100 Rezepten aus lokalen
Produkten wie den Erzeugnissen aus Nadias Feld oder dem
örtlichen Schulgarten. Das Kochbuch wird in der Schulkantine
verwendet und die Kinder haben es nach Hause gebracht.
Ein anderes Projekt, an dem wir arbeiten, ist die Förderung
von Öko-Tourismus: Auf Nadias Hof gibt es nämlich
einen kleinen Bungalow, der umweltfreundlich gebaut wurde
und Besucher aufnehmen kann, so dass der Tourismus hier
gefördert wird und eine weitere Einkommensquelle
entsteht.
Diese Erfahrung hat meinen persönlichen und beruflichen
Horizont erweitert, aber mir auch eine Reise in meine
Vergangenheit ermöglicht, denn ich habe jene schlichten,
aber gleichzeitig überraschenden Gerichte wieder
gefunden, die meine Großmutter mit den Produkten
aus dem Gemüsegarten zubereitete.
Ich wollte die Chance nutzen, Euch zu erzählen, wie
erfüllend der Austausch zwischen einem Koch und einem
Erzeuger sein kann: Alle Köche von Terra Madre sollten
so eine Beziehung aufbauen!"
Otilia Kusmin
Terra Madre Koch, Argentina
otilia@fibertel.com.ar
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Stimmen
von Terra Madre
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Holländische
Schäferin in der Heide |
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Jeden
Morgen bringen wir unsere 600 Drenthe
Heideschafe - die älteste Rasse in
Europa - zum Weiden in die Heide, wie
vor uns unzählige Hirten seit dem
Mittelalter in diesem nordöstlichen
Winkel der Niederlande. Während industrielle
Züchtung, Hypermärkte und Restaurantketten
immer mehr zur Regel werden, setzen wir
ruhig eine Tradition fort, die für
uns und unsere Besucher ein Genuss und
für die lokale Umwelt wichtig ist.
Außerdem schützen wir eine
seltene Rasse und bringen hervorragendes,
biologisches Fleisch auf den lokalen Markt...
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Marianne
Duinkerken
Mail: m.w.duinkerken@hotmail.com
Hier
klicken
um die ganze Geschichte
von Marianne Duinkerken auf der
Website von Terra Madre zu lesen.
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Die Schafrassen Drenthe Heideschaf und Kempen Heideschaf
wurden jetzt zu den jüngsten der rund 300 Slow
Food Förderkreise in aller Welt. Wir danken besonders
allen Menschen, die diese einheimischen Rassen ins Blickfeld
von Slow Food brachten und lange und hart gearbeitet
haben, um den Status als Förderkreis zu erreichen.
Beide Gemeinschaften haben erfolgreiche Schafzüchter
mit den lokalen Slow Food Convivien, Köchen, Schlachtern
sowie Landwirtschafts- und Umweltgruppen zusammengebracht,
um gemeinsam diese beiden wunderbaren, wichtigen einheimischen
Schafrassen zu erhalten. Sie verkörpern den Geist
der Zusammenarbeit, der für unsere Ziele entscheidend
ist.
Weitere Informationen über die Förderkreise
finden
Sie hier.
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Ernährungstraditionen
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Suovas
zum Mitnehmen
Das neue Convivium
Slow Food Sápmi fördert die Produktion
dieses traditionellen Filets vom Rentier
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Die Mitglieder des neu gegründeten
Slow Food Conviviums Sápmi gehören schon
seit langem zum Netzwerk von Terra Madre und strebten
schon länger einen Förderkreis für Suovas,
das gesalzene, geräucherte Rentierfilet, an, denn
dies ist eine der ältesten kulinarischen Traditionen
dieser Region. Die Samen sind die Ureinwohner Nordeuropas:
Ihr Gebiet wird Sápmi genannt und erstreckt sich
über Nordschweden, Finnland, Norwegen und Russland.
Ihren Lebensunterhalt verdienen sie traditionell auf
verschiedene Arten, u.a. mit Küstenfischerei, Pelztierfang
und Schafzucht, aber ihre Ernährung ist fast vollständig
von den riesigen Rentierherden abhängig. Viele
der traditionellen samischen Lebensmittel waren dafür
bestimmt, für einen langen Zeitraum essbar zu bleiben,
wenn dies Nomadenvolk umherzog, und Suovas
ist eine der typischsten Zubereitungen von Rentierfleisch.
Für das echte Suovas wird das Fleisch
gepökelt, und die Filets vom Oberschenkel des Renntieres
werden in einer traditionellen spitz zulaufenden Hütte
acht Stunden lang über dem offenen Feuer geräuchert.
Dann werden die Filets in dünne Scheiben geschnitten
und auf dem offenen Feuer gegrillt oder roh gegessen,
häufig zusammen mit in Salzlake eingelegten Pilzen
oder Preiselbeeren. Suovas– der Begriff
bedeutet geräuchert in der samischen Sprache, im
Schwedischen rökt – wurden traditionell von
den Samen mit dem ungesäuerten Brot eingepackt,
damit sie es auf ihren langen Reisen verzehren konnten.
Heute wird Suovas bei Festen zusammen mit dem
nordischen Fladenbrot serviert.
Contact:
Convivienleiter Lars-Ove Jonsson
lars-ove@sapmi.com
Weitere Informationen über den Förderkreis
des Rentierfleischs Suovas finden
sir hier.
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Auf
Papier und Leinwand
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Auf
dem roten Teppich
Debüt
von Ermanno Olmis Dokumentarfilms über Terra
Madre bei der Berlinale
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Eins der wichtigsten Events in
der Sparte Kulinarisches Kino bei der diesjährigen
Berlinale war die Weltpremiere des Dokumentarfilms Terra
Madre von Ermanno Olmi am 6. Februar. Dieses Werk des
international anerkannten Regisseurs, das vom Netzwerk
der Lebensmittelbündnisse von Terra Madre berichtet,
vermittelt eine starke Botschaft über die kritische
Situation der Lebensmittelbranche und ihrer ökologischen,
ökonomischen und sozialen Auswirkungen. Terra Madre
wurde 2006 von Ermanno Olmi und dem internationalen
Slow Food Präsidenten Carlo Petrini konzipiert,
denn beide verbindet die Passion für die Arbeit
und die Werte der Bauern und der Kleinerzeuger, die
sich beim Welttreffen Terra Madre in Turin versammelten.
Eine Rezension des Films finden Sie
hier.
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Fruchtbare
Worte
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Kann
die industrielle Landwirtschaft die Welt ernähren?
Interview mit
Michael Pollan von Georges Desrues
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Die aufrichtige Antwort ist, dass
wir es nicht wissen, weil wir es nicht probiert haben.
Dennoch müssen wir daran denken, Lebensmittel mit
weniger fossilen Brennstoffen zu produzieren, ebenso,
wie wir daran denken müssen, eine industrielle
Kultur mit weniger fossilen Brennstoffen aufrecht zu
erhalten. Es gibt zahlreiche Anzeichen dafür, dass
dies möglich ist. Wir haben kleine Bauernhöfe
gesehen, die produktiver sind als Großbetriebe,
und es hat sich erwiesen, dass Polykulturen, die weniger
Brennstoff erfordern, mehr wahre Lebensmittel erzeugen
können. Wir müssen bedenken, dass die kommerzielle,
intensive Landwirtschaft nicht nur wahre Lebensmittel
erzeugt: 50% von dem, was wir anbauen, ist für
Tiere bestimmt, und weitere 10% als Kraftstoff für
unsere Autos. Ethanol und Biokraftstoff sind industrielle
Rohstoffe, aber keine Lebensmittel, die man essen kann.
Wenn wir nur Lebensmittel zum Essen anbauen würden,
hätten wir Land genug. Ich bestreite die Annahme
derer, die behaupten, man brauche die industrielle Landwirtschaft,
um die Welt zu ernähren. Wir speisen nicht die
Welt, sondern Tiere und Autos, und mit diesem System
sterben Menschen vor Hunger. Die Idee von Slow Food,
wahre Lebensmittel in der Nähe der Orte zu produzieren,
wo die Menschen sie verzehren, hat ein enormes Potenzial,
wird aber sehr viel Zeit und Arbeit erfordern. Wir müssen
die Forschung und Entwicklung, die wir heute den industriellen
Nahrungsmitteln widmen, auf die polykulturelle Landwirtschaft
umlenken.
Aus Nummer 38 der italienischen Zeitschrift
Slow Food.
Um das vollständige Interview zu lesen, klicken
Sie hier.
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Slow Food und Terra Madre
«Sobald eine Idee Struktur annimmt,
beginnt sie zu sterben» schrieb der polnische
Soziologe Zygmunt Bauman. Und dennoch, ohne eine
Organisation zerstreuen sich auch die stärksten,
faszinierendsten Ideen, sie bleiben abstrakt, weit
weg vom täglichen Leben, von der konkreten
Realität der Menschen.
Für Slow Food ist Terra Madre der ideale Horizont,
und unser Verein hat keinerlei Absicht, ihr Zügel
anzulegen. Wir wollen, dass Terra Madre wächst
und sich vermehrt wie ein anarchisches Netzwerk
aus Tausenden von Menschen (Bauern, Köchen,
Studenten, Musikern…), aus tausend verschiedenen
Vorschlägen, Kulturen, Sprachen… Andererseits
möchten wir vermeiden, dass diese tausend Realitäten
sich zersplittern und die Wirksamkeit unserer Botschaft
geschwächt wird.
Slow Food will der Faden sein, der das Netz von
Terra Madre zusammenhält.
Unser Verein schöpft aus den Idealbildern von
Terra Madre, verschafft den Aktivitäten und
konkreten Lösungen Sichtbarkeit, kann neue
Projekte, Meinungskampagnen und Mobilisierung anregen.
Wir werden versuchen, das Netzwerk dabei nicht zu
erdrücken und zu schwächen, denn wir sind
überzeugt, eine richtige Intuition zu vertreten
und voranzubringen: die Chance, den Genuss mit sozialem
Engagement, den Tisch mit der Erde zu verbinden.
Dieser neu und reicher gestaltete Newsletter wird
die Stimmen von Slow Food und Terra Madre vereinen
und in die Häuser, Vereine, Convivien und Institutionen
bringen. Er spricht acht Sprachen und erzählt
vom alltäglichen Leben und den Projekten all
jener Menschen, die es uns jeden Tag ermöglichen,
einen weiteren Schritt auf eine sauberere, nachhaltigere,
schönere Welt hin zu gehen, die reicher an
Unterschieden und lokalen Kulturen ist. Eine Slow-Welt.
Carlo Petrini
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| Werden
auch Sie Teil einer |
großen internationalen Gemeinschaft, die
nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang
und nachhaltige Viehzucht verteidigt.
servicecentre
@slowfood.com
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video:
Trailer: Terra Madre, ein Film von Ermanno
Olmi
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KALENDER
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Markt
des guten Geschmacks
02. April 09 - 05. April 09
Stuttgart, Deutschland
Slow
Fish
17. April 09 - 20. April 09
Genua, Italien
Slow
Bier
24.-26. April 2009
Münchberg und Helmbrechts, Deutschland
Horeca
27.-30. April 2009
Beirut, Libanon
Slow
Food on Film
06. Mai 09 - 10. Mai 09
Bologna, Italien
Terra Madre Tansania
29.-30. Mai 2009
Dar Es Salam, Tansania
Journées Gastronomiques
Nord Sud
18.-20. Juni 2009
Libreville, Gabun
Cheese
18. - 21. September 09
Bra, Italien
Terra Madre Austria
28. - 29. Oktober 09
Wien, Österreich
EURO
GUSTO Terra Madre der jungen Europäer
November 27-30, 2009
Tours, Frankreich
ALGUSTO
– Saber y Sabor
11. - 14. Dezember 09
Bilbao, Spanien
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Slow Food and
Terra Madre
in Zahlen
MITGLIEDER: 100.000
CONVIVIEN: 1.000
LÄNDER: 130
FÖRDERKREISE: 300
PRODUKTE DER ARCHE DES GESCHMACKS:
810
MÄRKTE DER ERDE: 9
SCHULGÄRTEN: 243
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Slow Food Almanach
Der Slow Food Almanach ist in Englisch,
Italienisch, Spanisch, Deutsch und Französisch
erschienen. Sie können den
Almanach im elektronischen Format hier
einsehen.
communication
@slowfood.com
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Was Slow Food
und terra Madre
für mich bedeuten...
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Ich
bin 24 Jahre alt und vor kurzem aus einer Lethargie
"aufgewacht", die schon zu lange gedauert
hatte. In der Falle der Technologie, besessen von
mir selbst, aber zu schüchtern, um meine Meinung
zu sagen, hatte ich mir die Flügel gestutzt
und habe mich von einer Gesellschaft und von Gewohnheiten
einsperren lassen, an die ich nie wirklich glaubte.
Es wäre unbescheiden zu sagen, dass ich mich
geändert habe, aber ich glaube, auf dem richtigen
Weg zu sein. Nach dieser kurzen Abschweifung komme
ich zum Thema: Slow Food ist für mich eine
Daseinsart, ein geistiger Zustand. In einer Welt,
in der das Äußere mehr zählt als
der Inhalt, habe ich beschlossen, Nein zu vielen
Dingen zu sagen.
Zuallererst zur totalen Vergewaltigung der Natur.
Ich bin es leid, zerstörte Ökosysteme
zu sehen, Tiere, die wie Konsumgüter ohne jeden
Wert behandelt und ohne die geringsten Skrupel oder
Zurückhaltung in Käfige gepfercht und
getötet werden, Pflanzen und Gaben der Erde
vergeudet und völlig unterschätzt zu erleben.
Es tut mir in der Seele weh, und wenn ich in meinem
kleinen Rahmen etwas ändern kann, will ich
dazu beitragen. Ich will natürliches Essen,
frische Luft, eine ausgewogene Welt und glückliche
Menschen. Das ist für mich Slow Food. |
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Matthew
Coss
Treviso
Italien
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