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April 2009
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dieser Ausgabe: |
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Slow Food
in wenigen worten
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Arche des Geschmacks
Die Arche des Geschmacks ist ein Projekt, das 1996 vom
Verein Slow Food ins Leben gerufen wurde: ein ideales
Zufluchtsschiff, das durch die Welt reist und kleinen
exzellenten gastronomischen Produktionen zu Hilfe eilt,
die von der industriellen Landwirtschaft, dem Umweltverfall
und der Gleichschaltung bedroht sind. Die Arche sucht,
katalogisiert und veröffentlicht geschmackvolle Produkte,
die aus der Gefährdung gerettet werden müssen,
die aber gleichzeitig noch lebendig sind und konkretes
Potenzial haben. Die Wissenschaftliche Arche-Kommission
bewertet dank der Hinweise von den Slow Food-Convivien
weltweit Wurstwaren, Käse, Getreide, Gemüse
und lokale Tierrassen nach präzisen Auswahlkriterien:
die gastronomische Exzellenz, die Verbindung mit dem Gebiet,
die handwerkliche Herstellung, die nachhaltige Dimension
der Betriebe und die Gefahr des Aussterbens. Heute umfasst
die Arche des Geschmacks über 700 Produkte aus 50
Ländern.
In Österreich ist das Projekt der Arche vor Kurzem
mit großer Begeisterung gestartet worden. 2007 wurde
die Verpflichtung übernommen, potenzielle Produkte
für die Projekte der Slow Food Stiftung zu suchen,
und bei Terra Madre 2008 wurden zwei neue Förderkreisprojekte
vorgestellt. Die Suche ergab viele interessante und einzigartige
Produkte, und das nächste Ziel war, einige davon
in die Arche des Geschmacks aufzunehmen. Vier Monate später
war für sieben Produkte der Antrag gestellt und angenommen
worden: Im Februar dieses Jahres konnten sie der Presse
und den Behörden vorgestellt werden. Die österreichische
Arche umfasst u.a. eine alte Sorte Riesen-Radieschen,
zwei Rohmilchkäse, in Österreich angebauten
Safran und eine in den Weinbergen wachsende Pfirsichsorte.
Die nächste Etappe ist, die beiden neuen Förderkreisprojekte
im kommenden Oktober bei Terra Madre Österreich vorzustellen,
an der alle Erzeuger der Arche und der Förderkreise
teilnehmen.
Hier klicken, um die Produkte der österreichischen
Arche zu entdecken.
Weitere Informationen:
www.slowfoodfoundation.com
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Vom
Tish zur Erde... |
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Slow
Fish
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Bei der 4. Slow Fish, der internationalen Messe für
nachhaltigen Fischfang (Genua, 17.-20. April 2009) finden
23 Workshops des Meeres statt, bei denen man die Situation
unserer Meere besser verstehen kann: Warum es dahin gekommen
ist und wie wir versuchen können, Abhilfe zu schaffen.
Unter anderem geht es darum, wie wir Fisch fischen, kaufen,
verkaufen und essen sowie um die Politik in Verbindung
mit dem Meer. Anlässlich der Slow Fish – die
von Slow Food und der Region Ligurien organisiert wird
– wird ein kleiner Führer für den Fischverbrauch
vorgestellt, der die italienische und internationale Kampagne
für einen nachhaltigen Fischkonsum eröffnet.
Wir laden alle Fischfreunde ein, sich daran zu beteiligen.
Die internationale Kampagne beginnt mit einer Slow
Fish Challenge, die sich an alle Slow Food-Mitglieder,
Lebensmittelbündnisse, Förderkreise, Köche,
Akademiker und jungen Leute aus dem Netzwerk Terra Madre
richtet. Es geht darum, sich – jeder mit seinen
Möglichkeiten und Vorlieben – mit Fisch zu
beschäftigen. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung
sollen in eine kollektive Arbeit einfließen: ein
Kochbuch für guten, sauberen und fairen Fisch aus
aller Welt.
Hier die Anleitung, die hier
genauer beschrieben wird (auf English).
1. Sucht einen Fisch:
- Wählt keinen vom Aussterben bedrohten
Fisch: Blauflossen-Thunfisch, Atlantik Lachs, Lachs aus
Aquakulturtropische Garnelen, Schwertfisch.
- Es muss ein lokaler Fisch sein, der also in den Meeren
oder Flüssen in eurer Umgebung gefangen wird.
- Er muss die Mindestgröße haben, die ihm die
Fortpflanzung ermöglicht (es gibt Fische, z.B. den
Orange Roughy, die erst nach 20 Jahren die Geschlechtsreife
erreichen!)
- Er muss in der richtigen Jahreszeit gefangen werden,
also nicht in der Fortpflanzungszeit.
2. Findet ein Rezept:
- ein traditionelles Rezept, oder
- ein von euch erfundenes Rezept, das vielleicht zur Tradition
von morgen wird.
3. Kocht diesen Fisch bei euch zu Hause
oder in eurem Restaurant oder in der Mensa, esst ihn mit
möglichst vielen Menschen, Freunden, Gästen,
Journalisten...
Erklärt den Tischgenossen, warum ihr diesen Fisch
gewählt und andere Arten ausgeschlossen habt. Euer
Rezept wird zum Anlass für ein Fest, für Geselligkeit
und zusammen zu einer kleinen großen Geste der Verantwortung.
Ein wahrer politischer Akt: um unser Meer zu retten.
4. Schickt uns die Informationen, die
ihr über diesen Fisch gesammelt habt (seine Eigenschaften,
wie, wo und wann er gefangen wird...), sowie euer Rezept,
wenn möglich auch ein Foto oder anderes Material:
Kinderzeichnungen, eine Zeichnung des Fisches, Erzählungen
von Fischern usw
Ihr habt drei Monate Zeit – Mai, Juni, Juli bis
zum15. August –, um Eure Rezepte einzuschicken an:
communication@slowfood.com
Wir erwarten eure Nachrichten!
Weitere Informationen über die Slow Fish
www.slowfish.it
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Kochen
im Freizeitheim
Slow Food Waitakere
und eine Terra Madre Köchin setzen sich zusammen
für die Geschmackserziehung von Kindern aus
Ranui ein |
Neuseeland
- “Bei der Rückkehr von Terra Madre 2008 fühlte
ich mich besonders motiviert und inspiriert in Sachen
Geschmackserziehung, und so habe ich mit meinem Slow Food
Convivium Waitakere einen Kochkurs für Kinder initiiert.
Die Kurse finden einmal die Woche im Freizeitheim in Ranui,
einem einkommensschwachen Gebiet im Westen von Auckland,
statt, richten sich an Kinder von sechs bis zwölf
Jahren und werden zum Teil von unserem lokalen Rat finanziert,
so dass sie für alle erschwinglich sind. Wir verwenden
frische Produkte aus dem öffentlichen Gemüsegarten,
in dem unser Convivium eine Parzelle hat. Auch wenn die
Kurse sich nicht auf die Sinneserziehung stützen,
gehört diese wesentlich zum Projekt: am frischen
Basilikum riechen, dem Brutzeln von Lebensmitteln in der
Pfanne zuhören, beim Schneiden die Konsistenz des
Gemüses oder die glitschige Schicht des nassen Reispapiers
spüren, mit dem man die asiatischen Gemüserollen
herstellt... Die Kinder sind wunderbar, sie finden die
Lebensmittel aufregend und sind äußerst lernbegierig,
sensibel und verantwortungsbewusst. Da in Neuseeland verschiedene
Immigrantengruppen leben, versuchen wir, die verschiedenen
Ernährungskulturen einzubeziehen, was auch eine wirksame
Art ist, sich gegenseitig kennen zu lernen. Den eingeschlagenen
Weg haben wir gerade fortgesetzt, indem wir nun auch Kurse
für Erwachsene anbieten: Sie werden von guten Hausfrauen
und Köchen aus verschiedener kultureller Herkunft
gehalten, die ihr Wissen weitergeben und von ihrer Kultur
und ihren Ernährungstraditionen erzählen.
Meine Arbeit im Catering bietet mir auch die ständige
Möglichkeit, Wissen weiterzugeben, ob es sich nun
darum handelt, die Herkunft der wunderbaren lokalen Feigen
und die Rezepte bekannt zu machen oder zu erklären,
wie einfach das Brotbacken ist. Vor Kurzem habe ich eine
interne kulinarische Sitzung mit einer Gruppe von Senioren
beendet, von denen einige noch nie eine Kartoffelpflanze
gesehen hatten und nicht wussten, woher Austern kommen.
Innerhalb von zehn Tagen haben sie sichtlich ein Bewusstsein
für die natürliche Umwelt entwickelt, die sie
umgibt, und sich gleichzeitig entspannt”.
Claire Inwood
Delegierte Köchin von Terra Madre 2008
seeq@paradise.net.nz
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Studenten
in Stuttgart
Youth Food Movement
nimmt an der dritten Slow Food-Messe in Stuttgart
teil |
Deutschland - Die dritte Slow Food Messe,
die vom 2.-5. April beim Markt des Guten Geschmacks in
Stuttgart stattfand, wurde mit Abendessen und Slow Tours
in der Region sowie mit einem Workshop und Seminaren zu
den wichtigen Themen “Regionalität” und
“europäische Herkunftsbezeichnung” bereichert.
Außerdem wurde der Auftritt von zwei neuen deutschen
Förderkreisen gefeiert, der Kartoffel Bamberger Hörnla
und das Limpburger Rind.
Außerdem hat die Jugendbewegung Youth Food Movement
mit einer eigenen Ausstellungsfläche an dem Event
teilgenommen und ein Parallelprogramm mit Debatten, Workshops,
Filmaufführungen und Konzerten unter dem Motto “Wahl:lokal”
organisiert. In einer Miniausgabe des Austauschprogramms
Pangea – Arche des Programm zum Austausch des Wissens
waren in der Zeit die beteiligten jungen Menschen einige
Tage zu Gast bei lokalen Erzeugern, um von ihren Techniken
und Kenntnissen zu lernen.
Im Vorfeld der Messe wurde am 31. März ein Eat-in
auf dem Hauptplatz der Stadt organisiert. Studenten, Landwirte,
Lebensmittelhandwerker und Lokalpolitiker nahmen daran
teil, um darüber zu diskutieren, wie man den lokalen
Lebensmittelmarkt stärken kann.
Eat-in – Substantiv
1. Eine Gruppe von Personen, die sich im öffentlichen
Raum treffen, um ein zu Hause zubereitetes Essen gemeinsam
zu verzehren
2. Eine entschlossene Bemühung, neue Menschen zusammenzubringen,
um die Gemeinschaft zu stärken und die Lebensmittelbewegung
auszuweiten
www.eat-ins.org
Für weitere Informationen über die Veranstaltung
:
www.slowfood-messe.de
Youth Food Movement:
www.youthfoodmovement.org
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Produktgenuss
Der Farmers’
Market in Tel Aviv schließt sich dem Netz
der Märkte der Erde an |
Israel - Immer häufiger
begeben sich die Köche aus Tel Aviv am Freitag früh
in das neue Hafengebiet der Stadt, um auf dem wöchentlichen
Markt der Erde, dem einzigen Bauernmarkt der Stadt, Produkte
höchster Qualität direkt von den Erzeugern zu
kaufen. Rund fünfzig handwerkliche Lebensmittelerzeuger
aus dem ganzen Land bieten frisches Saisonobst und -gemüse,
Olivenöl, Käse, Bier und traditionelle Speisen
wie Tahini, und sie entdecken nicht nur, dass ihre Waren
unter den rund 4000 Stammkunden sehr beliebt sind, sondern
auch, dass diese neue Erfahrung ein schönes gesellschaftliches
Event ist. Mit seinem breiten Spektrum an Lebensmitteltraditionen,
die von den verschiedensten ethnischen und religiösen
Gruppen vertreten werden, und der ganz verschiedenen Kundschaft
erlebt man auf dem Markt immer ein buntes Treiben mit
Austausch und Gespräch.
Der Farmers’ Market, der fast ein Jahr alt ist,
wurde von zwei jungen begeisterten Frauen eingerichtet,
den Köchinnen und Autorinnen Shir Halpern und Michal
Ansky. “Um ehrlich zu sein, als junge Frauen, die
in der Lebensmittelindustrie arbeiten, hatten wir es wirklich
satt, das blasse Gemüse der Supermärkte kaufen
und mittelmäßige Produkte akzeptieren zu müssen,
während Israel hochwertige Lebensmittel nach Europa
verkauft. Immer kamen wir grün vor Neid zurück,
nachdem wir die Bauernmärkte in Frankreich, Italien
und den USA besichtigt hatten. Wenn man einmal die enorme
Verschiedenheit an Geschmacksrichtungen zur Kenntnis genommen
hat, ist es fast unmöglich, zu den alten Konsumgewohnheiten
zurückzukehren”.
Michal, die vor Kurzem den Master an der Universität
der gastronomischen Wissenschaften absolviert hat, und
Shir haben mit dem lokalen Slow Food Convivium zusammengearbeitet,
um den Markt einzurichten, und im Februar dieses Jahres
wurde er offiziell als Markt der Erde anerkannt und damit
in das internationale Netzwerk der Bauernmärkte aufgenommen,
die den speziellen Kriterien von Slow Food entsprechen.
Als erster moderner Bauernmarkt in Israel schafft er einen
wichtigen Präzedenzfall und ein Beispiel für
die Zukunft: In der Tat sind schon drei weitere Märkte
der Erde in Planung.
Unter
diesem Link finden Sie eine schöne Fotogalerie
des Marktes.
Für weitere Informationen
über den Markt der Erde in Tel Aviv besuchen Sie
die Webseite :
www.farmersmarket.com
Für weitere Informationen über die
Märkte der Erde :
Gigi Frassanito
pierluigi.frassanito@tiscali.it
www.mercatidellaterra.it
(nur auf Italienisch)
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Hilfsfond
für Erdbebenopfer in den Abruzzen |
Italien - Das massive Erdbeben, welches
am Montagmorgen des 6. Aprils die Abruzzenregion in
Zentralitalien traf, lässt die Region in einem
Katastrophenzustand mit mindestens 287 Toten, 1.500
Schwerverletzten und an die 28.000 Obdachlosen zurück.
Der Präsident von Slow Food Abruzzen-Molise, Raffaele
Cavallo bestätigt, dass obwohl alle einen großen
Schock erlebt haben, es allen Freunden in den Abruzzen
gut gehe.
Das Slow Food Netzwerk arbeitet regionsweit um Lebensmittel
und Unterkünfte für die Opfer bereitzustellen
welche am stärksten von dem Erdbeben betroffen
wurden. Außerdem sind wir dabei zu evaluieren,
welches längerfristige Projekt entwickelt wird,
um den Opfern weiterhin zu helfen, so Cavallo.
Slow Food Italien hat eine Fundraisingkampagne für
die Erdbebenopfer ins Leben gerufen und arbeitet eng
mit Slow Food Abruzzen-Molise zusammen um den besten
Weg für unsere Bewegung zu finden um mit den gesammelten
Geldern die beste Hilfe zu leisten.
Wenn Sie eine Spende machen möchten, können
Sie dies auf unserer Terra Madre Homepage unter dem
Thema „Erdbeben in den Abruzzen“ machen.
Für weitere Informationen steht Ihnen Fr.
Simona Piasentin s.piasantin@slowfood.it
erne zur Verfügung.
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Stimmen
von Terra Madre
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Lokales
Essen in Universitäten |
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Ich
kam 2003 als junger Koch nach Boston.
Ich begann als Wanderkoch für eine
Firma, die Lebensmitteldienste auf internationaler
Ebene anbietet. Meist führte ich
kleine Restaurants oder übernahm
die Gastronomie für Veranstaltungen
verschiedener Größe. Ich habe
viele Lebensmittel und viele Einrichtungen
gesehen und habe zahlreichen Menschen
Essen serviert. Man kann sich kaum vorstellen,
welche Dimensionen die Gastronomiewelt
hat und wie schnell sie sich entwickelt...
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Riva
Stevens
chef2riva@yahoo.com
Hier
klicken
um die ganze Geschichte
von Rita Stevens auf der
Website von Terra Madre zu lesen.
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Ernährungstraditionen
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Dum
Maalu
Entdeckung
des Räucherfischs in Gal Oya
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Sri Lanka - “Bei
einer Reise durch Gal Oya im vergangenen Jahr war ich
in der Umgebung der beiden großen Binnenseen in
dieser westlichen Region unterwegs, als ich vor einem
Lokal ein kleines Schild mit der Aufschrift “Dum
Maalu” (Räucherfisch) entdeckte. Es war eine
Überraschung, denn während gesalzener Fisch
verbreitet ist und wesentlich zur Ernährung in
Sri Lanka gehört (ebenso wie eine kräftig
gewürzte Sauce zum Curry-Gericht, die Sambol heißt
und den Appetit anregt), war es mir neu, dass Räucherfisch
aus lokaler Produktion noch einen Platz in der Ernährung
der Dörfer hat.
Früher gehörten Räucherwaren fest zur
traditionellen Küche Sri Lankas, und ein Ofen auf
einem Brett mit einem Gitter darüber war ein üblicher
Gegenstand in den Häusern. Viele Lebensmittel,
die in einer bestimmten Jahreszeit reichlich vorhanden
sind, wurden geräuchert: Cashew-Nüsse, Fleisch,
Fisch usw. Mit dem Wandel des Lebensstils und der kulinarischen
Methoden wird der traditionelle Holzofen heute mit Armut
und ländlichem Leben assoziiert, obwohl wir damit
eine Palette von Geschmacksrichtungen und Gerichten
verloren haben, die bis vor ein paar Jahrzehnten noch
alltäglicher Teil der nationalen Küche waren.
Der Räucherfisch in Gal Oya stammte aus den Süßwasserseen
der Region und wurde im Garten geräuchert; Qualität
und Aroma des Endprodukts hielten einem Vergleich mit
ähnlichen Produkten in Nordeuropa stand. Der denkwürdigste
Moment war, dass die großzügige Erzeugerin
uns einlud, mit ihr zusammen das rote Curry zu essen,
das sie mit dem Räucherfisch für ihre Familie
zubereitet hatte”.
Ramya Chamalie Jirasinghe
Delegierte Terra Madre 2008
Chamali31@yahoo.com
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Auf
Papier und Leinwand
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Food
Inc
Was uns bei
der Slow Food on Film 2009 erwartet
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Beim nächsten Festival Slow
Food on Film vom 6. bis 10. Mai wird in der Sparte Dokumentarfilm
Food Inc. gezeigt.
Erinnern Sie sich an The Corporation, das große
Dokumentar-Pamphlet, das die Ruchlosigkeit der globalen
Industrien im neuen Jahrtausend demaskierte? Nun, Food
Inc. von Robert Kenner, produziert von der gleichen
Participant Productions, der auch The Unconvenient Truth
von Al Gore zu verdanken ist, ist eine Art The Corporation
über die große Lebensmittelindustrie. Der
erschütternde, beeindruckende Film wurde in sechs
langen Jahren mit der Beratung von Michael Pollan (Onnivore’s
Dilemma) und Eric Schlosser (Fast Food Nation) realisiert.
Er demaskiert die Ungerechtigkeiten und Verirrungen
hinter der Massenproduktion von Lebensmitteln in den
USA, indem er die Produktionskette bis zum Ursprung
zurückverfolgt, und indem er uns allen –
Zuschauern/Verbrauchern – das vor Augen führt,
was die Industrie uns verheimlichen will: Die Herkunft
unseres Essens.
Slow Food on Film ist ein internationales kulinarisches
Kinofestival, das von der Slow Food Bewegung und der
Cineteca Bologna gefördert wird.
Weitere Informationen über das Festivalprogramm
finden Sie auf der Website www.slowfoodonfilm.it
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Klein
ist schön...
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Interdependenz
des Wissens
Auszug aus
einem Interview mit Satish Kumar von Simone Bobbio
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Seit über 20 Jahren setzt
Kumar seine ganze intellektuelle Kraft für die
Erziehung ein. Das begann in den 80er Jahren mit der
Gründung der Small School in seinem Dorf, nachdem
die englische Regierung alle öffentlichen Institute
geschlossen hatte, um die Bildung in den großen
Schulen zu zentralisieren und dort die Schüler
aus den ländlichen Gegenden zu sammeln. Und später
war er die Triebkraft beim Aufbau des Schumacher College,
einem post-universitären Ausbildungszentrum zu
Themen der angewandten Umwelt-Nachhaltigkeit in der
Arbeitswelt. Der Namensgeber ist Ernst Friedrich Schumacher,
ein deutscher Ökonom, der in der Nachkriegszeit
die klassischen Wirtschaftstheorien in großem
Maßstab mit den lokalen und Subsistenz-Wirtschaftsformen
vereinen konnte. Dies sind die beiden wichtigsten Erfahrungen,
in denen Kumar seinen Ideen Verbreitung verschaffen
konnte.
«Diese beiden Erfahrungen entstanden aus dem Versuch,
meine beiden starken intellektuellen Reize zu vereinen.
Im Fall der Small School kam die Idee daher, dass unsere
Kinder zu einer einstündigen Busfahrt gezwungen
waren, um ein großes Kolleg mit über 1600
Schülern zu erreichen. Ich wollte den familiären
Charakter der Dorfschule erhalten und zwischen Schülern
und Lehrern eine nicht von Angst, sondern von Freundschaft
geprägte Beziehung aufbauen, die sich auch in den
kleinen praktischen Alltagstätigkeiten wie Essen
zubereiten oder putzen auf Zusammenarbeit stützt.
Das Schumacher College dagegen basiert auf der holistischen
Philosophie, die für jede Frage einen Ansatz in
ihrer Gesamtheit vorsieht: Die Umsetzung der Gaia-Theorie
im Westen. Seit der Äußerung von Descartes
«Ich denke, also bin ich» ist das philosophische
Denken in Europa anthropozentrisch und egozentrisch.
Ich glaube dagegen an das «Du bist, also bin ich»:
eine Erklärung, dass der Mensch vom Menschen und
von der Natur abhängig ist. Das setzt ein Studium
voraus, das sich bemüht, eher die wechselseitige
Abhängigkeit zwischen den Wissensbereichen zu verstehen
als ihre Tiefenuntersuchung, die ihre Transversalität
vernachlässigt. Nur in den jüngeren Generationen
können neue Werte keimen, wir Erwachsene müssen
ihnen helfen, dieses immense Potenzial zum Ausdruck
zu bringen».
Ernst F. Schumacher, Small is beautiful: A Study
of Economics as if People Mattered, Erstausgabe 1973,
Blond & Briggs Ltd., auf Deutsch: Small is beautiful:
Die Rückkehr zum menschlichen Maß
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Die großen weltweiten Probleme rufen
große Emotionen und Ängste hervor, aber
nicht immer das richtige Verhalten. Angesichts der
enormen Umweltgefahren scheinen die guten Entscheidungen
des Einzelnen unerheblich zu sein: “Wie kann
es die zunehmende Dürre beeinflussen, ob ich
meinen Wasserhahn zu Hause zu lange laufen lasse
oder nicht? Wie kann es den globalen Markt beeinflussen,
ob ich lokales Gemüse kaufe? Wie kann der weltweite
Erdölverbrauch beeinflusst werden, wenn ich
Trinkwasser aus der Leitung anstatt in Plastikflaschen
abgefülltes Wasser trinke?”
Unter den Umweltproblemen, die uns belasten, ist
die Zerstörung der marinen Lebensräume
und der Einbruch der Fischbestände eines der
schwersten und bedrohlichsten. Vor diesem deutlichen
Problem wird man normalerweise etwas traurig, um
die Schuldgefühle zu beruhigen, und dann verzehrt
man weiter roten Thunfisch aus dem Mittelmeer, Schwertfisch,
Jungfische und all die anderen vom Aussterben bedrohten
Arten.
Das Gefühl, dass Fisch ja weiter reichlich
an den Marktständen und in Fischläden
vorhanden ist, übertönt die Alarmsignale
von Fachleuten und wissenschaftlichen Organisationen.
Die Institutionen, die unter enormem sozioökonomischem
Druck stehen, zögern, wirksame Beschlüsse
gegen den Verfall zu treffen. So gibt es keine angemessenen
Gesetze, und wo sie vorhanden sind, werden sie nicht
angewandt.
Daher bleibt uns nichts, als auf die öffentliche
Meinung zu vertrauen, auf die verbreiteten guten
Praktiken, die neue Sensibilität der neuen
Verbraucher: Und hier muss Slow Food in vorderster
Reihe stehen.
Die Slow Fish ist ein mächtiges Megaphon, dessen
Echo dank einer Kampagne, die unseren ganzen Verein
einbezieht, lange nachhallen wird.
Also, liebe Freunde und Mitglieder von Slow Food,
verzichten wir heute auf einen kleinen Anteil an
Genuss, um auch denen noch Genuss zu garantieren,
die nach uns kommen
Piero Sardo
Präsident der Slow Food Stiftung für
die biologische Vielfalt
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| Werden
auch Sie Teil einer |
großen internationalen Gemeinschaft, die
nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang
und nachhaltige Viehzucht verteidigt.
servicecentre
@slowfood.com
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video:
Die Reise zu den Wurzeln des Geschmacks
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KALENDER
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Slow
Fish
17. April 09 - 20. April 09
Genua, Italien
Grandmothers Day
25. April
Irland - International
Slow
Bier
24.-26. April 2009
Münchberg und Helmbrechts, Deutschland
Horeca
27.-30. April 2009
Beirut, Libanon
Slow
Food on Film
06. Mai 09 - 10. Mai 09
Bologna, Italien
Terra Madre Tansania
29.-30. Mai 2009
Dar Es Salam, Tansania
Journées Gastronomiques
Nord Sud
18.-20. Juni 2009
Libreville, Gabun
Cheese
18. - 21. September 09
Bra, Italien
Slow Food Nippon
23.-25. Oktober
Yokohama, Japan
Terra Madre Austria
28. - 29. Oktober 09
Wien, Österreich
EURO
GUSTO Terra Madre der jungen Europäer
November 27-30, 2009
Tours, Frankreich
ALGUSTO
– Saber y Sabor
11. - 14. Dezember 09
Bilbao, Spanien
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Slow Food and
Terra Madre
in Zahlen
MITGLIEDER: 100.000
CONVIVIEN: 1.000
LÄNDER: 130
FÖRDERKREISE: 300
PRODUKTE DER ARCHE DES GESCHMACKS:
810
MÄRKTE DER ERDE: 9
SCHULGÄRTEN: 243
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Slow Food Almanach
Der Slow Food Almanach ist in Englisch,
Italienisch, Spanisch, Deutsch und Französisch
erschienen. Sie können den
Almanach im elektronischen Format hier
einsehen.
communication
@slowfood.com
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Was Slow Food
und terra Madre
für mich bedeuten...
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Ich
bin Rentnerin und suche gern Kontakt zu Menschen
und Gruppen, die in dieser von der Globalisierung
“zentrifugierten” Gesellschaft Wert
schaffen, wie ihr. Wir sind uns nun fast alle bewusst,
dass wir den Kurs ändern müssen! Ich persönlich
glaube, dass die Zeiten endlich reif sind, um die
Dinge "von unten" her zu ändern.
Ich fühle, dass der Moment gekommen ist, das
"individuelle Bewusstsein" bei all unseren
Entscheidungen und Handlungen zu aktivieren und
nicht zu warten, dass die Lösungen von außerhalb
kommen! |
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Daniela
Mapelli
daniela.mapelli@email.it
Italien
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