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Oktober 2009

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In dieser Ausgabe:
 


Editorial
von Carlo Petrini

Slow Food in wenigen Worten
Lebensmittelbündnis

Kampagnen
Terra Madre Day

Beim Essen lernen
Unterstützt ein Projekt, um die tägliche Ernährung der Schüler zu verbessern und die lokale Produktion in Weißrussland zu fördern

Von der Erde auf den Tisch...
Familienschätze
Slow Food France und das Convivium Paris-Bastille rufen anlässlich der Eurogusto '09 den Wettbewerb 'Großmutters Rezept' aus

Seltene Begegnungen
Russischer Wissenschaftler und Slow Food-Mitglied trifft Züchter einheimischer italienischer Rassen

Traumkantine

Slow Food baut ein neues europäisches Netzwerk der Schulen auf, um das Schulessen zu verbessern

Land aus Feuer und Eis
Die lokalen Slow Food-Mitglieder schließen Freundschaften in Island

Presidi Verkostung
Monatliche Events um die einzigartigen Prisidi Produkte Italiens aufzuzeigen

Slow Food im Naturpark
Vereinbarungsprotokoll zwischen Slow Food International und Europarc Federation unterzeichnet

Stimmen von Terra Madre
Dort oben auf den Almen
Adrien Lahittete, 22, ein junger Hirt vom Terra Madre Bündnis der Wanderhirten aus dem Béarn...

Ernährungstraditionen
Ente mit Reis

Bücher und Filme
Die Bedeutung der Wildprodukte

Fruchtbare Worte
Lokale Wirtschaft

Kalender
Terra Madre Austria

Terra Madre Norway



 
     




Slow Food
in wenigen Worten

Lebensmittelbündnis


Der Ausdruck Lebensmittelbündnis wurde von Slow Food 2004 anlässlich des ersten Welttreffens Terra Madre geprägt, um alle Menschen in einer Lebensmittelproduktionskette zu bezeichnen, die historisch, sozial oder kulturell mit einem bestimmten geographischen Gebiet verbunden ist: von Köchen bis zu Bauern, über diejenigen, die das Saatgut bewahren, Fischer, Sammler von Wildpflanzen, Tierzüchter bis hin zu Forschern und so weiter. Der Begriff bezieht sich auf den Herkunftsort dieser Erzeuger – Hüter von Wissen und Können – und spiegelt die neue Idee der lokalen Wirtschaft, die sich auf Lebensmittel, Landwirtschaft, Tradition und Kultur stützt. Die Mitglieder eines Lebensmittelbündnisses arbeiten für die nachhaltige Produktion von hochwertigen Produkten in kleinem Maßstab. Sie sind gemeinsam von den Problemen durch die intensive Landwirtschaft und die Standardisierung durch die Lebensmittelindustrie für den Massenmarkt betroffen. Heute umfasst das Netzwerk von Terra Madre über 2000 Lebensmittelbündnisse in 150 Ländern.


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Kampagnen
 

Terra Madre Day

Festvorbereitungen
Nehmen Sie an den weltweiten Feierlichkeiten für den 20. Jahrestag von Slow Food und an der Initiative 'Lokal essen' von Terra Madre am kommenden 10. Dezember teil und organisieren Sie eine Veranstaltung in Ihrer Umgebung. Auf der Website Terra Madre Day steht ein Kit für die Organisatoren bereit.

Es enthält zahlreiche Ressourcen, um Ihnen bei der Planung und Werbung für eine lokale Initiative zu diesem Anlass zu helfen. Wenn Sie den Führer Informationen für die Organisatoren herunterladen, finden Sie eine Vielfalt von Ideen für Events, Tipps für die Werbung für Ihre Initiative, Antworten auf die häufigsten Fragen und vieles mehr. Auch grafisches Material steht zur Verfügung, so das Logo für den Terra Madre Day und die Weltkarte als Poster, Banner, Postkarte, Anstecker usw.

Das Poster und die Postkarte sind sowohl im Format PDF als auch in Word vorhanden. In der Word-Datei ist Platz vorgesehen, um Ihren Text einzusetzen. Die Website und alle Dokumente stehen in Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch und Russisch bereit.

Wenn Sie Ihre Initiative für den Terra Madre Day in groben Zügen geplant haben, bitten wir Sie, sie auf der Website mit dem dafür vorgesehenen Formular anzumelden. Hier können Sie die Angaben zum Verantwortlichen, den Namen, Datum und Ort sowie eine kurze Beschreibung eingeben. Jede angemeldete Veranstaltung wird auf unserer Weltkarte markiert.

www.slowfood.com/terramadreday
E-Mail: tmday@slowfood.com


Terra Madre Day rund um die Welt

Noch knapp eineinhalb Monate bis zum Terra Madre Day: Hier einige Beispiele für die breite Vielfalt von Events, die in allen Teilen der Welt geplant werden.

In Bangladesh hat das Lebensmittelbündnis Pabna die ganz Gemeinschaft zu einem Folkkonzert eingeladen, bei dem traditionelle Speisen serviert werden, darunter die lokale Spezialität Pitha, eine hausgemachte Torte. In Afrika organisiert das zentrale Convivium Masaku in Kenia eine Reihe von Aktivitäten, um Kindern den Wert des lokalen Essens zu vermitteln: Präsentationen, Besuche auf Bauernhöfen, die Anlage neuer Schulgärten, während Slow Food Mukono in Uganda eine Begegnung zwischen Mitgliedern, Schülern, Erzeugern, Verbrauchern, Lehrern, Eltern, Politikern, kulturellen und religiösen Führungspersönlichkeiten für ein riesiges Eat-In plant: ein gemeinsames Essen mit Gerichten aus lokalen Zutaten, die verschiedene kulinarische Traditionen des Landes repräsentieren. In Kuba hat das Lebensmittelbündnis Las Terrazas einen aktionsreichen Tag vor sich: Gemeinsam mit den Kindern eines lokalen Kindergartens werden Obstbäume gepflanzt, es folgen ein Mittagessen für die lokalen Bauern, das von den Schülern des Vereins “Cocina Ecologica” zubereitet wird, eine Verkostung von lokalen Säften und Speisen und eine Filmaufführung. Slow Food Sunshine Coast in Australien lädt alle ein, sich dem ‘Schneckenzug’ auf seinem Weg durch die Region anzuschließen, bei dem man lokale Produkte probieren, die Erzeuger kennen lernen sowie an zahlreichen Eat-Ins in den Parks teilnehmen kann. Das Convivium hat die Teilnehmer auch aufgefordert, die besten Fotos und Geschichten über den Terra Madre Day einzusenden, um sie dann auf seiner Website zu veröffentlichen.


No Oil, No Money

Italien – Für Mario Gala, einen Hirten aus dem Netzwerk Terra Madre und Erzeuger des Presidio Schafskäse Tuma di pecora delle Langhe, sind die Themen des Terra Madre Day längst Teil seines täglichen Lebens. Mario stellt Schafs- und Ziegenkäse nach handwerklichen Methoden her und hat seinen Hof "Il Finocchio Verde" in einen Agritourismus-Betrieb verwandelt. Hier, mitten in den Hügeln der Alta Langa, empfängt Mario Gala seine Gäste und bietet ihnen Produkte aus seinem Garten und den umliegenden Wäldern an, begleitet von hausgemachtem Brot und Honig aus eigener Produktion. Außerdem vermittelt Mario sein Handwerk an viele Jugendliche, denn er geht in Schulen oder nimmt auf seinem Hof junge Menschen aus aller Welt auf. Mit Themenvorschlägen für Gäste, die das Bauernleben wiederentdecken wollen, versucht er, die Angebote seines Hofes zu diversifizieren und die Einkommensquellen zu erweitern. Mit diesem zusätzlichen Verdienst kann Mario auf seinem Hof schon bald jeweils 2 oder 3 auszubildende Hirten fest aufnehmen und ausbilden.

Anlässlich des TMD hat Mario beschlossen, ein 0-Kilometer-Menü mit dem Titel “No Oil, No Money" zu organisieren. Eingeladen sind also alle, die seine Ideale teilen und bereit sind, seinen Agritourismus ohne umweltverschmutzende Fahrzeuge zu erreichen: zu Fuß, auf dem Pferd, per Rad oder mit dem Schlitten!!! Wer etwas zum Essen beitragen möchte, kann Speisen mitbringen, die zu Hause zubereitet wurden. Auch die Musik wird nicht fehlen und diesen Abend im Zeichen der Gaben und des Austauschs untermalen.


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Projekt des Monats
 
Beim Essen lernen
Unterstützt ein Projekt, um die tägliche Ernährung der Schüler zu verbessern und die lokale Produktion in Weißrussland zu fördern

Weißrussland – In der Region Brest im Südwesten hat das Slow Food Convivium Berioza den Hauswirtschaftsunterricht in der Mittelschule Nr. 3 revolutioniert, indem sie ihn in schlichte, konkrete Workshops verwandelt hat: So wird die traditionelle gastronomische Kultur verbreitet, die tägliche Ernährung der Schüler und ihrer Familien verbessert und vor allem werden die Schüler aktiv einbezogen, um Einfluss auf die Zukunft des lokalen Produktionssystems zu nehmen.

Der Unterricht folgt einem innovativen Ansatz an die Ernährungserziehung, bei dem Produkte sensorisch analysiert werden, um z.B. zu erkennen, inwieweit die Unterschiede bei den Rohstoffen (biologisch oder aus intensiver Landwirtschaft) und der Produktionsmethode (handwerklich oder industriell) die Endqualität beeinflusst. An dem Programm nahmen bisher rund 120 Schüler zwischen 9 und 15 Jahren teil, und Eltern und Lehrer stellten einen bemerkenswerten Wandel hin zu gesünderen, bewussteren Ernährungsentscheidungen fest.

Slow Food hat die Workshops zur Ernährungserziehung in der Schule Nr. 3 in den Jahren 2008 und 2009 finanziert und sucht nun Unterstützung, um das Projekt im nächsten Jahr fortzusetzen: Ziel für 2010 ist, den Unterricht in Ernährungs- und Geschmackserziehung auf drei neue Schulen in der Region Brest auszudehnen, um insgesamt 400 Schüler einzubeziehen. Dabei soll der Unterricht abwechslungsreicher werden, indem ein Schulgarten angelegt und lokale Erzeuger besucht werden.

Wenn Sie mehr wissen wollen und diese Fortsetzung dieses Projekts im Jahr 2010 unterstützen wollen, klicken Sie hier.


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... Von der Erde auf den Tisch
 

Familienschätze
Slow Food France und das Convivium Paris-Bastille rufen anlässlich der Eurogusto '09 den Wettbewerb 'Großmutters Rezept' aus

IFrankreich – Viele von uns hüten eifersüchtig alte Familienrezepte, die sie bei besonderen Gelegenheiten zubereiten, und setzen damit eine Tradition fort, die von unseren Eltern, Großeltern und ihren Vorfahren eingeführt wurde. Die in der Familie bewahrten Rezepte sind ein wichtiger Teil unserer Geschichte: Sie berichten uns von Menschen, Gemeinschaften, Kulturen und Epochen. Normalerweise sind sie nicht aufgeschrieben, sondern werden mündlich und in der praktischen Ausführung überliefert; häufig sind es „arme“ Rezepte aus wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
Um eine Sammlung dieser Rezepte aus aller Welt zusammenzustellen, haben Slow Food Frankreich und das Convivium Paris-Bastille den Wettbewerb 'Großmutters Rezept' ausgerufen. Alle sind zur Teilnahme eingeladen und können ein Rezept einsenden, das allgemein erhältliche Zutaten erfordern und so einfach sein sollte, dass es von einem nichtprofessionellen Koch zubereitet werden kann.
Alle Rezepte werden auf der Website
veröffentlicht und von einer Jury beurteilt, die aus Michelin-gesternten Köchen und einem Diätologen, einem Lebensmittelhistoriker und Slow Food-Mitgliedern besteht. Die Jurymitglieder interessieren sich besonders für die Geschichte des Rezepts – wie es in die Familientradition gelangte und wie es bis zum heutigen Teilnehmer überliefert wurde – und verlangen eine genaue Beschreibung, so dass es von anderen nachgekocht werden kann. Die Gewinnerrezepte werden anlässlich der Eurogusto verkündet, und die drei besten werden bei einem Essen für Terra Madre for Young Europeans, einem Slow Food Netzwerk für junge Menschen, serviert.
Eurogusto '09 ist ein Treffen von Köchen, Winzern, Bauern und dem Nachwuchs aus ganz Europa, das vom 27. bis 30. November in Tours in Frankreich stattfindet.

Weitere Informationen über den Wettbewerb 'Großmutters Rezept' finden Sie auf der Website.

Weitere Informationen zur Eurogusto 09 auf: www.eurogusto.org


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Seltene Begegnungen
Russischer Wissenschaftler und Slow Food-Mitglied trifft Züchter einheimischer italienischer Rassen 

Russland – Nachdem er eben die Kandidatur von zehn traditionellen russischen Produkten aus der Tierzucht für die Arche des Geschmacks eingereicht hatte – darunter Elchmilch, Graurind und Kastroma-Käse –, beschloss Dr. Yuriy Stolpovskiy, nach Italien zu reisen und vor Ort zu erkunden, wie Slow Food seltene Tierrassen schützt. In Russland hat erst vor kurzem eine kleine Expertengruppe begonnen, sich für den Schutz der einheimischen Rassen einzusetzen. Bis heute haben Yuriy und seine Kollegen 200 lokale domestizierte Tierrassen ausfindig gemacht – eine geringe Zahl, wenn man die Größe des Landes bedenkt – und sie arbeiten weiter mit Züchtern zusammen, um eventuelle seltene Rassen zu identifizieren und die Zertifikate für staatliche Hilfen zu erhalten.

Die erste Etappe von Yuriys Italienreise war die Cheese, die internationale Käseschau, wo er Käser aus ganz Europa traf und ihre Produkte aus Ziegen-, Schaf- und Kuhmilch von autochthonen Rassen probierte. Dann besuchte er vier italienische Presidi im Piemont und Südtirol. Besonders beeindruckt war er vom Presidio der Grauviehrasse “Grigio Alpina”, einer Verwandten der Graukuh der russischen Steppe, die fast ausgestorben ist: Es gibt heute nur noch eine kleine Herde mit 127 Tieren auf einem Hof, auf dem Yuriy selbst fünf Jahre lang gearbeitet hat, in der russischen Region Altai an der Grenze zur Mongolei.

“Es war für mich sehr anregend, die Bemühungen und Erfolge der Bündnisse und der Regionen zu erleben, um einheimische Rassen vor dem Aussterben zu bewahren... ich konnte die große Bedeutung und den Wert sehen, die dem Endprodukt zugeschrieben werden, und auch das Glück, das die Arbeit mit den Tieren bedeutet“, erzählt Yuriy. “Es war wunderbar, all diese schönen Rassen bei der Cheese zu sehen. Für mich ist das sehr wichtig, denn ich will wissen, was ich esse. Hier sehen wir nicht nur einen Käse, sondern lernen ein Tier, ein Feld, einen Region kennen.”

Russland wird schon bald zehn Produkte in der Arche des Geschmacks haben und beim Salone del Gusto 2010 das erste Presidio vorstellen.

Yuriy Stolpovskiy
stolpovsky@hotbox.ru
Forscher am Institut für allgemeine Genetik, Russische Akademie der Wissenschaften
Mitglied des Slow Food Conviviums Kovcheg Moskau



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Traumkantine
Slow Food baut ein neues europäisches Netzwerk der Schulen auf, um das Schulessen zu verbessern

Mit Beginn des Schuljahrs 2009/10 hat Slow Food einen neue Initiative eingeleitet: 'Slow Food in der Mensa: ein europäisches Schulnetzwerk'. Das Projekt zeigt den Willen von Slow Food, gute, saubere und faire Lebensmittel in die tägliche Ernährung aller Menschen aufzunehmen, und konzentriert sich auf das Problem der geringen Qualität in den Schulkantinen: Für diese werden Speisen vorgeschlagen, die Genuss, gesunde Qualität und die Sorge um den Planeten verbinden. Das Projekt wurde bereits in neun Schulen von acht Ländern gestartet – Belgien, Bulgarien, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Nordirland und Rumänien – und will bis März 2010 erreichen, in mindestens einer Schule in jedem europäischen Land umgesetzt zu werden.
Für jede teilnehmende Schule steht ein lokales Convivium als Ansprechpartner bereit. Alle Schulen erhalten das Slow Food-Kit für die Sinneserziehung “Zu den Wurzeln des Geschmacks”, um pädagogische Angebote zu entwickeln, die das Interesse wecken, das Essen und seine geschmacklichen Eigenschaften, Herkunft und Produktionsmethoden kennen und verstehen zu lernen. Die Schulen werden auch ermutigt, die Qualität und Nachhaltigkeit ihres Kantinendienstes zu verbessern, indem die Mensaverwaltung und die Speisen in ihren verschiedenen Aspekten evaluiert werden: Beschaffung, Aufbewahrung, Zubereitung, Ausgabe, Verschwendung.

Es wurde eigens eine Website – The Dream Canteen - eingerichtet, damit die Schulen untereinander Kontakt aufnehmen können. Hier steht ein Bereich zur Verfügung, in dem Fotos und Videos geladen und Informationen über den jeweiligen Stand der Umsetzung ausgetauscht werden können.
Wenn Sie SchulleiterIn, LehrerIn, SchülerIn oder Eltern in Europa sind und glauben, dass Ihre Schule Interesse haben könnte, wenden Sie sich an uns, damit wir Ihnen weitere Informationen senden können.

Schreiben Sie uns bitte an folgende E-Mail: education@slowfood.com.


 
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Land aus Feuer und Eis
Die lokalen Slow Food-Mitglieder schließen Freundschaften in Island

Island – In diesem September sind die Mitglieder des Convivium Reykjavik zusammen mit Vertretern des internationalen Büros von Slow Food durch das ganze Land gereist, um die Ziele und Initiativen des Vereins besser bekannt zu machen.

" Wir haben öffentliche und private Organisationen getroffen, die in Zukunft zu Partnern werden könnten und die ebenfalls überzeugt sind, wie wichtig es ist, die Botschaft von guten, sauberen und fairen Lebensmitteln in unserem kleinen Land zu verbreiten; dazu gehörten das Ministerium für Fischfang und Landwirtschaft und der nationale Züchterverband. Die Finanzkrise im vergangenen Jahr hat unsere Gesellschaft dazu gebracht, zu Werten zurückzukehren, die weniger an die Marktwirtschaft gebunden sind, und es besteht ein steigendes Interesse an lokalen Produkten und an der Bedeutung der Generosität in den Gemeinschaften. In so einem Klima sind die Menschen aufnahmebereit, um von Slow Food zu hören, und wir wurden in der Tat von Menschen aus den verschiedensten Umfeldern wärmstens empfangen. Wir konnten den außerordentlichen Enthusiasmus der jungen Köche, die erfindungsreichen Ideen des Food Institute, um Kleinerzeugern beim Verkauf ihrer Produkte zu helfen, das tiefe Bewusstsein für die großen Lebensmittelthemen bei der Farm Association erleben. Der Besuch von Slow Food verstärkte das Gefühl, wie wichtig die Arbeit dieser Menschen und Organisationen ist, und half ihnen, die breitere Dimension ihres Engagements zu erkennen. Einer der Schlüsselmomente des Reiseprogramms war die öffentliche Aufführung von Ermanno Olmis Film Terra Madre, der mit seiner berührenden Poesie und der starken Botschaft von Carlo Petrini und Vandana Shiva für viele von uns eine wahre Erleuchtung war und die Überzeugung untermauerte, dass unsere Ideale Wirklichkeit werden können. Paolo Di Croce, der Sekretär von Slow Food International, wurde in einem der wichtigsten nationalen Fernsehprogramme interviewt, und die Reise fand ihren Abschluss mit einem eindrucksvollen Besuch in verschneiter Landschaft bei mehreren Kleinbauern, darunter den Züchtern der einheimischen isländischen Ziegenrasse und den Erzeugern des Käses Skyr, die beide der Arche des Geschmacks angehören."

Dominique Plédel Jónsson

Leiter des Conviviums Reykjavik
dominique@simnet.is


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Presidi Verkostung
Monatliche Events um die einzigartigen Prisidi Produkte Italiens aufzuzeigen

Italia – Ab Oktober 2009 bis Juli 2010 kann man in Turin im Saal Duecento bei Eataly (dem Megastore der italienischen Qualitätslebensmittel) einmal im Monat Produkte der Slow Food Presidi verkosten und sich dabei mit den verschiedenen Lebensmittelthemen auseinandersetzen: Bergwirtschaft, ländliche Wirtschaft in Afrika, Entwaldung, Zustand der Meere, Bedeutung des Bienenschutzes, Auswirkungen der industriellen Viehzucht auf den Planeten.

Jede Veranstaltung umfasst die Verkostung von Gerichten, die von Köchen aus der Allianz zwischen Köchen und Presidi zubereitet werden, eine Konferenz, die Aufführung eines Kurzfilms und Ausstellungen (Fotos, umweltfreundliche Mode usw.). Die Veranstaltungsreihe wird von der Slow Food Stiftung für die biologische Vielfalt und Slow Food Turin in Zusammenarbeit mit Eataly organisiert.

Weitere Informationen: g.talpo@slowfood.it


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Slow Food im Naturpark
Vereinbarungsprotokoll zwischen Slow Food International und Europarc Federation unterzeichnet

Bei der Konferenz der Europarc Federation vom 9. bis 13. September in Schweden beschlossen der Dachverband der Nationalparks und Slow Food International eine Zusammenarbeit, um Fördermaßnahmen in den Parks für eine harmonische Koexistenz der Menschen mit ihren landwirtschaftlichen Tätigkeiten einschließlich Schutz der biologischen Vielfalt zu entwickeln.

Mit der Unterzeichnung des Protokolls verpflichten sich Slow Food International und Europarc, die traditionelle Landwirtschaft und die ländlichen Gemeinschaften, die in den Schutzgebieten leben, zu fördern, und ein internes Netzwerk der Lebensmittelbündnisse von Terra Madre aufzubauen.
Verschiedene, bereits von Slow Food erprobte Instrumente werden Europarc zur Verfügung gestellt, um die kulinarische Kultur in den europäischen Parks zu entwickeln und die kleinen Agrarbetriebe zu unterstützen, die noch in der Lage sind, eine lokale Wirtschaft und jenes Geflecht der ländlichen Gesellschaft aufrecht zu erhalten, deren Überleben immer schwieriger wird.
Die Nähe und die verschiedenen gemeinsamen Projekte, die Slow Food seit Jahren mit den italienischen Naturparks unterhält, wurde auch bei der Cheese unter Beweis gestellt: Es waren u.a. Käse und Honig aus dem Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga sowie aus dem grenzüberschreitenden Parco del Mercantour (Frankreich/Italien) vertreten.


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 Stimmen von Terra Madre

Dort oben auf den Almen
Adrien Lahittete, 22, ein junger Hirt vom Terra Madre Bündnis der Wanderhirten aus dem Béarn, das vor kurzem das Presidio Almkäse aus dem Béarn gründete, kam zur Cheese 2009, um seine Produkte vorzustellen. Und er erzählte uns von seinem Leben....

 

«Zurzeit besuche ich den Kurs für die Valorisierung der Produkte des Terroirs am Agrarinstitut in Pau. Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil ich von klein auf mit der Bauernwelt zu tun hatte: Meine Eltern sind Züchter und meine Mutter leitet einen Betrieb. Zuerst wollte ich weg von der Landwirtschaft, denn es ist wirklich eine schwere Entscheidung, ob man sich 365 Tage im Jahr um die Tiere kümmern und Gefahr laufen will, dass das Familienleben von diesem Beruf belastet wird. Ich habe viel darüber nachgedacht und gesehen, dass es in anderen Bereichen auch nicht besser ist, und so habe ich dann beschlossen, wieder das zu tun, was ich gelernt habe.
Ich bin froh, dass ich selbständig bin und alles selbst mache, von der Tierzucht bis zur Verarbeitung der Milch und zum Verkauf der Käse..

 
     
 


Hier klicken, um die Geschichte von Adrien weiterzulesen

 


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Ernährungstraditionen
       
Ente mit Reis 
Aus Kenia kommt ein Bündnis von Hirten und Bauern 

Vietnam – Die Erzeuger von biologischem Reis aus dem Terra Madre Bündnis Tan Lac kommen aus einer Region, die traditionell auf Reisanbau spezialisiert ist. Hier wurden die Bauern infolge der “Grünen Revolution” abhängig von Pestiziden und chemischen Düngemitteln, bemerkten aber dann schnell die negativen Konsequenzen dieses Systems. Viele begannen, nach Alternativen zu suchen und fanden eine Möglichkeit in dem Modell, das den Reisanbau durch Entenzucht ergänzt. Nach diesem traditionellen System leben die Enten in den Reisfeldern, wodurch die Wasserbedingungen und die Bodenqualität verbessert werden. Gleichzeitig steigern sie die wirtschaftliche Sicherheit der Bauern, die so neben dem Reis auch auf die Produktion von Entenfleisch und -eiern zählen können. Bei der praktischen Umsetzung haben die Bauern auch begonnen, lokale Reissorten wieder einzuführen, um die biologische Vielfalt und die Lebensmittelsicherheit in Zukunft zu schützen.

Der durch Entenzucht integrierte Reisanbau ist eine traditionelle, biologische Technik, die in vielen asiatischen Reisanbauländern wieder zu neuer Beliebtheit kommt. Mit diesem System werden Reis und Enten gleichzeitig auf demselben Boden aufgezogen. Die Enten halten Unkraut und Insekten unter Kontrolle und tragen so dazu bei, Pestizide und Unkrautvernichtungsmittel zu vermeiden, wobei sie das Unkraut um 92-96 Prozent verringern. Sie fressen das Unkraut und dessen Samen, und mit ihrem Tritt festigen sie zusätzlich das Saatgut, reichern das Wasser mit Sauerstoff an und fördern ein kräftiges Wachstum für die Wurzeln der Reispflanzen. Schließlich liefert auch ihr Kot viele wichtige Nährstoffe für den Anbau. Die Entenküken werden in die Reisfelder gelassen, wenn sie ca. sieben Tage alt sind, und sie bleiben dort, bis die Reispflanzen zu blühen beginnen, denn sie fressen zwar die Blätter der Reispflanzen nicht, aber bei den Körnern im Reifeprozess sollte man ihnen besser nicht vertrauen...

Weitere Informationen über die Erzeuger von biologischem Reis im Lebensmittelbündnis Tan Lac.

Greenpeace hat ein Video über den mit Entenzucht integrierten Reisanbau in China gedreht
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Bücher und Filme

Die Bedeutung der Wildprodukte
 

Ein neues Buch, Indigenous Peoples' food systems, das von der FAO in Zusammenarbeit mit der McGill University herausgegeben wurde, dokumentiert, dass die Gemeinschaften der Ureinwohner in allen Teilen der Welt – von den tropischen Regenwäldern bis zu den Polregionen – Hüter eines Schatzes an gesunden, nahrhaften Lebensmitteln mit oft außerordentlichen Eigenschaften sind. Die schlechte Nachricht ist, dass diese lokalen Produkte, weil die wilden Lebensräume immer mehr der Entwicklung geopfert werden und die Lebensstile in der ganzen Welt immer mehr standardisiert werden, sehr rasch aussterben, und mit ihnen die Ernährungsformen, die die Ureinwohner früher stark und gesund erhielten.

Die 12 Fälle, die in dieser 350 Seiten starken Untersuchung vorgestellt werden, zeigen uns den Reichtum an Wissen und Können bei den Gemeinschaften der Ureinwohner in den verschiedenen Ökosystemen, die Fülle ihrer Ernährungsressourcen, die Stärke ihrer lokalen traditionellen Ernährungssysteme, die Art, wie diese Volksstämme ihre Lebensmittel betrachten und verwenden, den Einfluss gekaufter, industrieller Produkte und die Übergangssituationen in der Ernährung der Völker. Jedes Kapitel wird von Fotos und Tabellen ergänzt.

Indigenous Peoples' food systems: the many dimensions of culture, diversity and environment for nutrition and health, 2009, FAO.
ISBN: 9789251060711

Weitere Informationen:www.fao.org


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Fruchtbare Worte

Lokale Wirtschaft 
 

Die Idee der “lokalen Wirtschaften”, die sich auf Lebensmittel, Landwirtschaft, die Tradition und die Kultur stützen, wird jeden Tag überzeugender in der heutigen Welt, in der die globale Marktwirtschaft ihre zahlreichen Grenzen vor allem in Bezug auf Verschwendung und Umweltschäden zeigt. Die Mikroökonomien der lokalen Gemeinschaften haben das Potenzial, finanziell gewinnbringend zu arbeiten und dabei die Ökosysteme ihrer Umgebung, die menschliche Gesundheit und die Kulturen zu achten. Außerdem fördern sie die Geselligkeit und Solidarität zwischen den Menschen.

Wendell Berry führt den Begriff in seinem Essay The Idea of a Local Economy ein:

Wenn die Regierungen keine Absicht haben, das Leben, den Lebensunterhalt und die Freiheit der Menschen zu schützen, dann müssen die Menschen darüber nachdenken, sich selbst zu schützen. Wie können sie sich schützen? Es scheint wirklich nur eine einzige Möglichkeit zu geben, und das ist, die Idee der lokalen Wirtschaft zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen, was immer mehr Menschen auch bereits tun. Aus vielen guten Gründen beginnen sie dabei mit der Idee einer lokalen Lebensmittelwirtschaft. Sie versuchen, die Distanz zwischen Erzeugern und Verbrauchern zu verkürzen, sie versuchen zu lernen, die Konsumwirtschaft der großen und kleinen Städte in ihrer Region zu nutzen, um den Unterhalt der Familien und lokalen Bauerngemeinschaften zu bewahren. Mit der lokalen Wirtschaft wollen sie den Verbrauchern einen Einfluss auf die Sorten und Qualität ihrer Produkte geben, aber auch das Land schützen und die lokale Landschaft verbessern. Sie wollen allen in der Gesellschaft ein direktes, langfristiges Interesse am Wohlstand, der Gesundheit und Schönhit ihrer Heimat vermitteln. Ohne prosperierende lokale Wirtschaften haben die Menschen keine Macht und die Erde keine Stimme.

Den ganzen Artikel (auf Englisch) können Sie hier lesen.


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  Ende Das Engagement, gute, nachhaltige Lebensmittel ausfindig zu machen, zu genießen und zu fördern und damit große und kleine Mechanismen der sozialen Gerechtigkeit wieder neu in Gang zu setzen, kann nicht ohne die Gemeinschaften auskommen, die Lebensmittel zum Mittelpunkt ihres Lebens machen. In der gemeinschaftlichen Dimension wird der gesellige Geist des Essens in seiner breitesten Bedeutung umgesetzt. Nur in dieser Perspektive kann eine sinnvolle Allianz zwischen Ko-Produzenten und Produzenten entstehen.

Damit diese Allianz konkret und nachhaltig wird, muss man auf den lokalen Bezug achten, die nähere Umgebung erkunden, Saisonprodukte bevorzugen, die Menschen in der Umgebung kennen, die Erinnerung und die Geschichte unserer “lokalen Anpassung” bewahren und weitergeben.
Denn hier liegt der Beginn, auch der Neubeginn: in den Orten, in den Terroirs.

Der Terra Madre Day kann einer der vielen Funken sein, die in der Welt eine neue Menschlichkeit auslösen: eine Option, die nicht mehr nur eine Wahl, sondern Notwendigkeit ist. Dieses Projekt klingt vielleicht ehrgeizig und gigantisch, aber tatsächlich liegt es für jeden im Bereich des Machbaren, denn es geht von der Wiederentdeckung der einfachen Dinge aus und es führt nicht zu Opfern oder Kasteiung, sondern beginnt beim Genuss und setzt sich mit Genuss fort.

Die Bündnisse von Terra Madre erinnern mich an die sog. “Pieve”, die Gemeinden in der Verfallszeit des römischen Reiches. In den letzten drei Jahrhunderten des Niedergangs machten die Senatoren in Rom weiter Gesetze, während in diesen ländlichen Pieve unabhängige Bereiche entstanden, das Volk seine Kuratoren wählte und Formen der Regierung von unten entstanden. Das Bild dieser Gemeinschaften scheint mir gut zu passen, und ich sehe den Terra Madre Day und die Lebensmittelbündnisse gern als postmoderne Pieve. Während das konsumorientierte Imperium selbst den Ast absägt, auf dem es sitzt, mit dem ihm eigenen grenzenlosen Wachstumszwang uns und die Erde auffrisst, kümmern sich die Lebensmittelbündnisse nicht um sein Diktat und praktizieren die schlichte Anarchie der Mutter Erde, der Terra Madre.

Diese schlichte Anarchie nährt sich aus der Freude, die Lebensmittel zum Zentrum des eigenen Lebens zu machen: Freude und Genuss eines Lebens voller Anregungen, Geschmack, Geschichten und Geselligkeit.

Ich bin sicher, dass jede Initiative des Terra Madre Day der Welt diesen Genuss vermittelt: Dies wird eine neue Art, die Krisen anzugehen und eine bessere, saubere und fairere Zukunft aufzubauen.

Carlo Petrini
Slow Food Präsident


 



Werden auch Sie Teil einer

großen internationalen Gemeinschaft, die nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang und nachhaltige Viehzucht verteidigt.

servicecentre
@slowfood.com

 
       



Foto:
Fotowettbewerb von Slow Food und der Tageszeitung La Stampa


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KALENDER
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Slow Food Nippon
23. - 25. Oktober
Yokohama, Japan

Terra Madre Norge
23.-25. Oktober
Aurland, Norwegen

Terra Madre Austria
28. - 29. Oktober 09
Wien, Österreich

Slow Fisch
6. - 8. November, 09
Bremen, Deutschland

EURO GUSTO Terra Madre der jungen Europäer
27. - 30. November 09
Tours, Frankreich

Vignerons d'Europe
5. - 8. Dezember 09
Firenze, Italia

Terra Madre Day
10. Dezember 09

ALGUSTO – Saber y Sabor
11. - 14. Dezember 09
Bilbao, Spanien

 

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Terra Madre Austria

Das erste landesweite Treffen des Netzwerks Terra Madre findet am 27. und 28. Oktober in Wien statt. Bauern und Erzeuger treffen sich mit Fachleuten und Verbrauchern, um Informationen auszutauschen, sich kennen zu lernen und an einem umfangreichen, interessanten Programm an Diskussionen und Seminaren teilzunehmen.

Die Konferenz “Im Zeichen der Vielfalt” bietet Impulsvorträge von internationalen Fachleuten und mehrere Workshops zu den Themen biologische Vielfalt in der Landwirtschaft, hochwertige Lebensmittel und nachhaltige Produktion. Außerhalb des Rathauses präsentiert der Markt der Vielfalt dem Publikum die Presidi und die Erzeuger der österreichischen Arche des Geschmacks mit ihren einzigartigen Erzeugnissen, dazu aber auch Produkte, deren Genehmigungsverfahren für die Aufnahme in die Arche des Geschmacks zur Zeit läuft, sowie eine Auswahl von Presidi und handwerklichen Produkten aus der Toskana. Das Programm der Geschmackserlebnisse bietet den Besuchern die Chance, sorgfältig ausgewählte Qualitätsprodukte zu probieren und sie mit ihren industriellen “Äquivalenten” zu vergleichen. Die Vormittagstermine sind Schulklassen vorbehalten. Außerdem wird der Kurs zur Geschmackserziehung Zu den Wurzeln des Geschmacks von Slow Food präsentiert, und Kinder wie Erwachsene können sich an diesen anregenden Sinnespfad wagen. Der Koch Helmut Österreicher leitet die gastronomischen Spitzenevents und bietet den Besuchern im Hof des Wiener Rathauses ein Menü mit ausgewählten Zutaten.

Terra Madre Austria wird von der Stadt Wien und Slow Food mit Unterstützung der österreichischen Kommission für die Presidi und die Arche organisiert.

Weitere Informationen auf Deutsch und Englisch finden Sie auf www.terramadre.at

Terra Madre Norway

UIm Städtchen Aurland in der gleichnamigen norwegischen Grafschaft findet vom 23. bis 25. Oktober das erste Treffen Terra Madre Norwegen statt. Slow Food ist in Norwegen seit inzwischen zehn Jahren mit fast 300 Mitgliedern und 14 Convivien vertreten und wächst ständig weiter. An dem Landestreffen Terra Madre, das von den norwegischen Convivien und den Delegierten organisiert wird, die seit 2004 am Turiner Treffen teilgenommen haben, nehmen 150 Menschen teil: Slow Food Mitglieder und Convivienleiter, Vertreter der 14 Terra Madre Lebensmittelbündnisse und die Erzeuger der 5 norwegischen Presidi.

Außerdem kommt eine kleine schwedische Delegation mit Bodil Cornell, Präsident von Eldrimmer (Schulungszentrum für Kleinbauern in der schwedischen Grafschaft Jämtland) und Gert Andersson (Koordinator des Presidio des in der Grotte gereiften Ziegenkäses aus Jämtland) zu Besuch. Die Zusammenarbeit mit der schwedischen Slow Food Bewegung ist ein erster Schritt zum Aufbau eines starken skandinavischen Netzwerks.

Das Programm von Terra Madre Norge wird mit einem Begrüßungsessen am 23. Oktober abends eröffnet. Bei der Vollversammlung am 24. Oktober werden unter anderem Paolo Di Croce, Sekretär von Slow Food International, und Ove Fosså, Präsident der norwegischen Kommission für Arche und Presidi sprechen. Die Teilnehmer werden dann thematische Arbeitsgruppen bilden, um später die Ergebnisse der verschiedenen Workshops im Plenum auszutauschen. Für den 25. Oktober sind Führungen geplant, damit die Teilnehmer das Gebiet um den Fjord von Aurland kennen lernen.

Weitere Informationen:
www.terramadrenorway.no

 

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Slow Food Almanach

Der Slow Food Almanach ist in Englisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und Französisch erschienen. Sie können den Almanach im elektronischen Format hier einsehen.

communication @slowfood.com

 

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  Slow Food and
Terra Madre
in Zahlen


MITGLIEDER: 100.000
CONVIVIEN: 1.000
LÄNDER: 130
PRESIDI: 308
PASSAGIERE DER ARCHE DES GESCHMACKS: 887
MÄRKTE DER ERDE: 9
SCHULGÄRTEN: 243
 
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  Dieser Newsletter wird vom internationalen Kommunikationsbüro von Slow Food veröffentlicht.
 Bess Mucke: b.mucke@@slowfood.com -  Michèle Mesmain: m.mesmain@slowfood.com
Für alle Informationen zur Mitgliedschaft, schreiben Sie an das Service Center: servicecentre@slowfood.com
Wenn Sie sich abmelden möchten, senden Sie bitte eine Email mit "Unsubscribe" als Betreff an communication@slowfood.com