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März 2010
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dieser Ausgabe: |
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Projekt des Monats
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Nothilfe
für Chile
Helfen Sie
den Produzenten des Slow Food Presidios welche
vom Erdbeben betroffen sind |
Am 27. Februar hat ein verheerendes
Erdbeben von 8.8 Grad auf der Richter-Skala - das
sechststärkste Beben, das je gemessen wurde -
Zentral- und Südchile betroffen. Mindestens 200.000
Häuser wurden zerstört oder beschädigt,
Schulen und Krankenhäuser, Fabriken und Büros
stürzten ein und viele Chilenen verloren ihre
Wohnung und ihre Arbeit.
Slow Food ist seit 2004 in Chile aktiv, und seitdem
arbeiten viele Freunde mit uns zusammen an der Verbreitung
der Bewegung und der Entwicklung von Initiativen zur
Verteidigung der biologischen Vielfalt. Heute umfasst
unser Netzwerk dort über 200 Mitglieder, die
in 5 Convivien, 5 Presidi und 10 Lebensmittelbündnissen
von Terra Madre organisiert sind, dazu kommen Köche
und Wissenschaftler, die uns in diesen Jahren des
Engagements begleitet haben. Die Nachricht von dem
Erdbeben hat auch uns erschüttert, ebenso wie
die Lage, in der sich das Land und unsere Freunde
jetzt befinden.
Das Beben hat zwei unserer Projekte besonders betroffen:
das Fisch-Presidio von der Robinson-Crusoe-Insel und
das Presidio der Hühner mit den blauen Eiern.
Fisch-Presidio von der Robinson-Crusoe-Insel
In den Minuten gleich nach der ersten Erschütterung
bildeten sich im Pazifik mehrere Tsunami-Wellen, die
sich an den Küsten der Juan-Fernandez-Inselgruppe
brachen.
Hier hatte Slow Food 2005 das Presidio gegründet,
um die wichtige Arbeit der Fischergewerkschaft des
Juan-Fernandez-Archipels (STIPA) zu unterstützen
und damit ein weltweit einzigartiges Meeres-Ökosystem
zu schützen, den traditionellen Fischfang zu
erhalten und das Schutzgebiet um die Insel herum zu
erweitern.
Zum Zeitpunkt der Tragödie arbeiteten Slow Food
und STIPA dank der Finanzierung der Lighthouse Foundation
an einem Restaurant der Fischer, einer Verarbeitungswerkstatt
und an einem Geschäft, in dem der Fisch verkauft
werden soll. Durch den Tsunami wurde alles zerstört:
Viele Fischer verloren ihre Wohnung, die Boote, die
Geräte für den Fischfang. Das Restaurant
und das Geschäft, die nahe an der Mole von San
Juan Bautista lagen, wurden ebenso vernichtet wie
alles, was sich in der Umgebung befand.
Es war unser Ziel, den Fischern zu helfen, effizienter,
selbständiger und wettbewerbsfähiger zu
sein. Heute ist es erst einmal grundlegend, ihnen
zu helfen, den Fischfang wieder aufzunehmen, damit
sie eine Einkommensquelle haben, die ein weiterhin
einzigartiges Ökosystem achtet.
Presidio der Hühner mit den blauen Eiern
Das Presidio entstand 2005, um eine einheimische Geflügelrasse
zu erhalten. Die Züchterinnen des Presidio leben
in den Dörfern in der Umgebung von Concepción,
der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Stadt.
Durch das Beben haben viele ihre Wohnung, andere die
Hühner verloren oder sie haben Schwierigkeiten,
Futter für die Tieren zu bekommen. Die Situation
ist auch hier gravierend: Man muss den Züchterinnen
natürliches Futter und Brutkästen zur Verfügung
stellen, um die verringerten Zuchtbestände wieder
aufzubauen. Nur so können die Frauen ihre Tätigkeit
fortsetzen.
Helfen Sie uns, der Notsituation in Chile
entgegenzutreten, und unterstützen Sie unsere
Kleinerzeuger! Spenden Sie Ihren Beitrag auf der Website
www.slowfood.com/donate/.
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Slow Food
in wenigen Worten |
Geschmackserziehung
Die Geschmackserziehung hilft den
Menschen, im Alltag bewusste, verantwortliche Entscheidungen
in Sachen Lebensmittel zu treffen. So werden die Verbraucher
zu aktiven Beteiligten im Wandel der Produktionsmodelle:
Mit der Entscheidung für gute, saubere und faire
Lebensmittel werden sie zu Koproduzenten. Die Herangehensweise
von Slow Food an die Geschmackserziehung stützt sich
darauf, die Sinne und das Wissen zu wecken und zu trainieren.
Die Grundidee ist, dass Lebensmittel Kultur, Geselligkeit
und Genuss bedeuten und dass der Akt des Essens Werte,
Haltungen und Gefühle beeinflussen kann. Slow Food
organisiert Projekte und Kurse zur Geschmackserziehung
für alle und auf allen Ebenen: Kinder, Lehrer, Mitglieder
und Teilnehmer an lokalen und internationalen Veranstaltungen.
Für weitere Informationen klicken
Sie bitte hier
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Von der Erde auf den Tisch |
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Terra
Madre 2010
Eingeborene Kulturen
und Sprachen beim vierten Welttreffen des Netzwerks |
Das vierte Welttreffen des Netzwerks Terra Madre findet
in Turin vom 21. bis 25. Oktober 2010 parallel zum Salone
del Gusto statt.
Für fünf Tage versammeln sich Lebensmittelbündnisse,
Köche, der Nachwuchs und Musiker aus aller Welt:
Sie alle setzen sich für eine lokale, nachhaltige
Lebensmittelproduktion ein, die das Gleichgewicht des
Planeten und das von Generation zu Generation überlieferte
Wissen achtet.
Zu den Neuheiten 2010 gehört der Schwerpunkt der
kulturellen und sprachlichen Vielfalt und damit der Schutz
der Volksstämme, der autochthonen Sprachen, die Aufwertung
der mündlichen Überlieferung und der Erinnerung.
Die Protagonisten am Eröffnungstag repräsentieren
einige der signifikantesten eingeborenen Bevölkerungsgemeinschaften
der Welt (aus Amerika, Asien, Afrika und Europa), und
die Reden der Zeremonie werden in ihrer Sprache gehalten.
Der zweite Tag ist der vertiefenden Behandlung von acht
Schlüsselthemen für die Zukunft der Landwirtschaft
und unseres Planeten gewidmet (Biodiversität, erneuerbare
Energien, Erziehung, traditionelles Wissen u.a.). Am dritten
Tag finden die nationalen und regionalen Treffen der Bündnisse
statt, am vierten folgen die Workshops der Erde.
Bei der offiziellen Abschlussveranstaltung von Terra Madre
wird ein programmatischer Text mit Vorschlägen des
Netzwerks für eine nachhaltige Zukunft präsentiert.
An den Veranstaltungstagen werden feste Informationsbereiche
eingerichtet, in denen Projekte vorgestellt werden, z.B.
zur Geschmackserziehung (Schulgärten, Kantinenprojekte
usw.), zur biologischen Vielfalt (Presidi und Märkte
der Erde) und um in der eigenen Gemeinschaft oder dem
eigenen Land den Terra Madre Day zu organisieren, der
am 10. Dezember 2010 weltweit zum zweiten Mal stattfindet.
Ein wichtiger Bereich wird auch dem Jugendnetzwerk von
Terra Madre gewidmet.
Informationen und Aktuelles zu Terra Madre: www.terramadre.org
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Porträts
von Bauern
Slow Food UK
sammelt Videoporträts von Kleinbauern, Ciderproduzenten,
Bäckern und Käsern
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Großbritannien
- “Wir haben mit unserem Projekt Porträts von
Bauern im hohen Norden des Vereinigten Königreichs
angefangen, in Inverness, und sind dann weiter südlich
Richtung Edinburgh und Glasgow gefahren, um Bauernhöfe
und Erzeuger zu besuchen, die in ihrer Arbeit die Slow-Food-Philosophie
in die Praxis umsetzen. Ich habe zum ersten Mal eine Herde
Hochlandrinder gesehen, gelernt, wie man Käse macht
und meinen ersten Schluck Single Malt Scotch Whisky getrunken.
Ich konnte den Geschmack eines wahren Salatkopfs und einer
echten Tomate probieren und werde ewig dankbar sein für
eine faszinierende Lektion über Apfelsorten und ihre
Geschichte. In England erlebte ich dann mein erstes Abenteuer,
als ich in Devon auf einen Bauernhof kam, wo das Vieh
frei weidet. In Somerset teilte die Leiterin des lokalen
Conviviums ihr umfangreiches Wissen zum Brotbacken und
zu Lebensmitteln allgemein mit mir, dann ging es weiter
nach Lincolnshire, wo ich schwarzen und silbernen Puten
begegnete und ein blühendes System des Direktverkaufs
von lokalen Bioprodukten (das sog. Veg Box Scheme) auf
einem Bauernhof der Woodlands kennen lernte. Ich traf
verschiedene Bäcker und Müller, probierte den
Birnen-Cider Perry und besichtigte ein ökokompatibles
Tagungszentrum in Berkshire. Alle Bauern waren extrem
gastfreundlich und vermittelten mir eine enorme Liebe
zur Erde und zum Essen. Ich hoffe, dass Ihnen diese Videos
gefallen.”
Clover Lalehzar
cloverlalehzar@hotmail.com
Wenn Sie die Videoporträts von den Erzeugern
sehen wollen, besuchen Sie Slow
Food UK.
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Ein
Apfel am Tag
Jahr der alten Apfelsorten
in den USA |
USA – Während die Amerikaner
früher etwa 15-16 tausend Apfelsorten anbauten und
aßen, stellt heute allein Red Delicious 41% der
nationalen Produktion dar, und gerade 11 Apfelsorten stellen
90% der im Handel verkauften Äpfel dar. Neun von
zehn historischen Sorten sind davon bedroht, für
immer aus den Obstgärten und von den Tischen in den
USA zu verschwinden. Deshalb hat die Renewing America's
Food Traditions Alliance (RAFT, Union für die Erneuerung
der amerikanischen Ernährungstraditionen) beschlossen
zu handeln und das Jahr 2010 als ''Jahr der alten Apfelsorten'
zu feiern.
Die Gruppe RAFT besteht aus Aktivisten für Lebensmittel,
Landwirtschaft, Umwelt und Gastronomie, die von Slow Food
USA koordiniert werden. Sie arbeitet an einem ersten nationalen
Programm für den Schutz und die Erhaltung alter Apfelsorten.
Sie schlägt dazu vor, in jeder Region 90 vom Aussterben
bedrohte Arten zu benennen und sie bei Bauern, Ciderproduzenten,
Restaurants und Imbissen zu verbreiten, um die “nationale
Apfelkultur”, die früher so stark war, wieder
zum Leben zu erwecken. Das Projekt gehört zu den
Initiativen der RAFT, um im ganzen Land alte, heute ungebräuchliche
Tierarten und Pflanzensorten zu erhalten und zu fördern.
Klicken
Sie hier, um das neue Handbuch und Manifest
der vergessenen Obstsorten - Äpfel von Gary
Paul Nabhan mit einer Einführung von Ben Watson herunterzuladen,
das von der RAFT veröffentlicht wurde.
Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, lesen
Sie den Artikel auf der Website von Slow Food USA: www.slowfoodusa.org
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Eine 'Slow'-Sammlung |
Australien - Mit der Kampagne Picking
slow fruit schlägt Slow Food Australien den Mitgliedern
vor, Bilder und Informationen von historischen Obstsorten,
Schalenfrüchten und Obstgärten zu sammeln, um
einen nationalen Katalog alter Sorten zu erstellen. Interessierte
werden gebeten, die Bäume oder Obsthaine zu fotografieren
und einen Fragebogen mit allen Informationen zur Pflanze/Anlage,
zur Obstsorte und ihrem Saisonbezug, die sie kennen oder
auffinden können, auszufüllen. Im Rahmen des
Projekts wurde auch ein Fotowettbewerb ausgelobt, der
die besten Pflanzen- und Obstbilder aus jeder Region mit
Preisen auszeichnet.
Für weitere Informationen schreiben Sie bitte
an: slow.fruit@slowfoodAustralien.com.au
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Detektive
des Etiketts
Eine Lupe für
die Lebensmitteletiketten in der Türkei |
Türkei - Tausende von Einwohnern
in Istanbul sind seit einiger Zeit mit dem Kärtchen
“Etiketten-Detektiv” im Portemonnaie unterwegs!
Eine neue Initiative von Slow Food Fikir Sahibi Damaklar
will nämlich die Erkennung der winzigen Aufschriften
auf den Lebensmittelpackungen erleichtern: Die Convivienmitglieder
verteilten vor und nach zwei überfüllten Aufführungen
des Films Food Inc. beim International Independent Film
Festival - rund 5000 Mini-Lupen zusammen mit einer Informationsbroschüre
über die Entscheidung für „wahre“
Lebensmittel.
Nach der jüngsten Kampagne gegen GVO in der Türkei
erklärte die Convivienleiterin Defne Koryürek:
“Es ist uns klar geworden, dass es nicht genügt,
sich des GVO-Problems bewusst zu sein - man muss die ganze
Produktionskette kennen. Die meisten Lebensmitteletiketten
in der Türkei sind unleserlich. Wir wollen, dass
alle merken, dass jedes Produkt eine Zutatenliste hat,
die häufig auf den Verpackungen versteckt ist, und
dass viele dieser Zutaten Dinge sind, die wir in einer
normalen Küche nie verwenden würden.”
Das Convivium setzt sich dafür ein, das Bewusstsein
für diese Themen auch bei jüngeren Menschen
zu fördern. Eine der Initiativen ist ein Brotbackkurs
für Kinder: Er umfasst auch einen Rundgang durch
die Geschäfte auf der Suche nach Brot, das nur mit
natürlichen Zutaten hergestellt wurde.
Weitere Informationen:
Defne Koryürek
Slow Food Fikir Sahibi Damaklar
dkoryurek@gmail.com
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Konserven
aus Waldprodukten
Sibirische Kinder entdecken
die traditionell zubereiteten Wintervorräte
wieder |
Russland – In der Bergregion Gornaya
Shoria im Süden Sibiriens sammeln die Dorfbewohner
Beeren, Pinienkerne, mehr als 60 Pilzsorten und andere
Waldprodukte und bereiten daraus Eingemachtes für
den langen Winter zu. Die Dorfgemeinschaften sammeln und
verarbeiten die Früchte gemeinsam und stellen dabei
traditionell eine große Vielfalt in den verschiedenen
Jahreszeiten her. Allerdings ist diese Tradition heute
im Verschwinden begriffen, denn immer mehr Familien werden
von der viel einfacheren Möglichkeit der industriellen
Lebensmittelkonserven angelockt.
Um den Kindern diese reiche Tradition wieder nahe zu bringen
und die mit der Region und der Tradition verbundenen Produkte
zu zelebrieren, hat das Bündnis der Konservenhersteller
aus Shoria Anfang dieses Jahres im Dorf Kameshek einen
“Tag des Eingemachten” organisiert. Die Kinder
probierten verschiedene eingemachte Produkte, sangen russische
Volkslieder und nahmen an Spielen und an der Blindverkostung
der Produkte teil.
“Der Tag war ein großer Erfolg und die Gemeinschaft
hofft, die Initiative zu wiederholen und das Ergebnis
anderen Bündnissen in der Welt mitzuteilen”,
erklärte die Koordinatorin Elena Malyavko. “Genau
wie der Bauer das Feld bestellt und neue Triebe sprießen
sieht, sind wir überzeugt, dass die Kinder, wenn
wir ihnen die Bedeutung dieser Traditionen vermitteln
können, sie als Erwachsene später bewahren.
Und wenn sie Kontakt zu Kindern bekommen, die in anderen
Erdteilen an ähnlichen Projekten teilnehmen, werden
sie zudem sowohl das Bewusstsein für die Besonderheit
ihrer Region als auch ein aufrichtiges Interesse entwickeln,
die Probleme globaler Reichweite zu lösen.”
Alle Bündnisse oder Convivien, die ähnliche
Initiativen organisieren und zu diesem Projekt in Sibirien
eine Verbindung herstellen wollen, werden gebeten, sich
an Elena zu wenden.
Elena Malyavko
Lebensmittelbündnisse Konservenhersteller
aus Shoria
ecolist@mail.ru
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Slow Food in der Kantine
Kinder wirken an der
Schulkantine mit |
Dänemark - Im vergangenen Dezember
wurde in der Kopenhagener Schule Klostervaegts in einem
der Viertel mit dem höchsten Ausländeranteil
ein Projekt aufgenommen, um gute, saubere und faire Lebensmittel
in die Schulkantine zu bringen. Rund 160 Schüler
(von insgesamt 250) im Alter von 6 bis 14 Jahren sind
daran beteiligt. Kinder aus allen Klassen nehmen in diesem
Rahmen aktiv an der Zubereitung des Mittagessens teil:
Sie helfen in der Küche, beim Auffüllen, Bedienen
und beim anschließenden Putzen in der Kantine und
der Schulküche. So erhalten sie Einblick in alle
Phasen der Zubereitung und lernen, die Herkunft des Essens
zu erkennen und Verschwendung von Rohstoffen zu vermeiden.
Alle Lebensmittel sind nämlich biologisch und stammen
aus der Umgebung. Von Anfang an waren die Reaktionen sehr
positiv: In den ersten beiden Monaten war das Kantinenessen
für alle kostenlos, und viele Schüler zogen
es gleich vor, den Kantinendienst zu nutzen anstatt nach
Hause zu gehen oder schnell den sehr verbreiteten “Pocket
Lunch” zu verzehren.
Das Hauptproblem ist allerdings, dass fast keine der 60
Schulen in Kopenhagen eine eigene Kantine hat. Die Schule
Klostervaegts ist aber bereits zum Modell geworden, das
an weiteren 6 Instituten wiederholt werden soll. Das Programm,
das von der jungen Köchin Amalie Ørsted, Convivienmitglied
in Kopenhagen, initiiert wurde, wurde bereits in ein weiter
reichendes Projekt im Madhus (Food House) in Kopenhagen
eingegliedert: Diese von städtischen Mitteln unterstützte
Einrichtung setzt sich dafür ein, die Qualität
des Schulessens zu verbessern und die jungen Generationen
für die Lebensmittel zu sensibilisieren.
Kontakt:
Amalie Ørsted
malle61@hotmail.com
Katrine Klinken
katrine@klinken.dk
Convivium SF Kopenhagen
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Vom Teich in die Pfanne
Slow Food Hong Kong
sensibilisiert für nachhaltigen Fisch |
Hong Kong - “Ein Bummel auf den
Märkten mit Fisch und Meeresfrüchten in Hong
Kong ist ein Fest für die Sinne. Die Fischhändler
mit ihren Wachstuchschürzen und Stiefeln rufen von
ihren Ständen, die von fangfrischem Fisch überquellen,
die Kunden, und nicht selten werden diese von den Spritzern
irgendeiner noch zuckenden Rotbarbe getroffen. Obwohl
ein Großteil des Fangs aus lokalen Gewässern
stammt, hatte die Nachhaltigkeit des Fischfangs traditionell
nie Priorität. Deshalb hat sich das Convivium Hong
Kong den Schutz der Gewässer zum Hauptziel gesetzt.
Wir haben beschlossen, 2010 unser jährliches Programm
an Initiativen und Veranstaltungen der Kampagne Slow Fish
zu widmen. Für den Anfang haben wir ein pädagogisches
Menü in einem der jetzt immer zahlreicheren Restaurants
in Hong Kong organisiert, die sich darum bemühen,
nachhaltigen Fisch zu servieren. Unsere Mitglieder mochten
sowohl die traditionellen als auch die modernen Rezepte,
die die Köche aus einem Führer über lokalen
nachhaltigen Fisch ausgewählt hatten. Dieser Führer
wurde im Laufe des Abends vorgestellt.
Zu den Initiativen unserer Kampagne gehören auch
Führungen für Familien in den Aquakulturanlagen,
die nachhaltige Techniken im Rahmen eines Programms vom
WWF anwenden. Während des ganzen Tags beobachten
Eltern und Kinder den Fischfang mit traditionellen Methoden
und verfolgen den Weg des frischen Fischs von den Zuchtteichen
bis auf den Tisch. Die Erfahrung ist auch für die
Eltern sehr lehrreich, denn sie lernen die biologische
Aquakultur in kleinem Rahmen und die gravierenden Probleme
kennen, die mit der konventionellen Fischzucht verbunden
sind.”
Annabel Jackson
Leiterin des Slow Food Conviviums Hong Kong
annabel.jackson@gmail.com
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Stimmen
von Terra Madre
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Wiederentdeckung
der traditionellen kenianischen Gerichte
Emmy
Addisah Otwombe ist eine Ernährungswissenschaftlerin,
die das traditionelle gesunde Essen in Kenia fördert.
Bei Terra Madre hat sie uns von ihrer Arbeit und
der Motivation erzählt, die sie antreibt... |
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Kenia – "Meine
Tätigkeit deckt zwanzig Bezirke in
der Westprovinz Kenias ab. Ich reise durch
dieses Gebiet und beschäftige mich
mit der Schulung zu verschiedenen Themen
in Verbindung mit den Lebensmitteln, vor
allem die Anlage von Gemüsegärten,
die Auseinandersetzung mit allgemeinen
Problemen der Landwirtschaft und die Förderung
der gesunden, traditionellen kenianischen
Gerichte.
Zusammen mit den Mitgliedern der Gemeinschaften
und externen Agrarberatern sammeln und
verbreiten wir Rezepte mit lokalen, traditionellen
Zutaten sowohl bei den Bauern und in den
Dörfern als auch in Hotels und Cateringfirmen.
Ich habe auch Anleitungen zur Verwendung
dieser Produkte für Bauern und lokale
Verwaltungsbehörden geschrieben.
Außerdem fördere ich die Anlage
von Gemüsegärten mit HIV- oder
AIDS-Kranken." . |
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Klicken
Sie hier, um die Geschichte von Emmy
auf der Website von Terra Madre weiter
zu lesen.
Emmy Addisah Otwombe
addisah2004@yahoo.com
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Ernährungstraditionen
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Video
über Arganöl
Eine DVD für
die Produzenten in der Berbersprache
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Marokko - Mit
einer neuen Technologie wird eine uralte Tradition
unterstützt: Anfang dieses Jahres wurde eine
DVD für die Fortbildung der Frauenkooperativen,
die Arganöl erzeugen, aufgenommen und veröffentlicht,
und zwar in Amazigh, der Berbersprache, die unter
diesen Ölerzeugern am meisten verbreitet ist.
Die DVD wurde von der Gründerin des Presidio
Arganöl, Zoubida Charrouf, in Zusammenarbeit
mit dem Verein Ibn
Al Baytar produziert und gehört zu einem
breiteren didaktischen Projekt für die Alphabetisierung
der marokkanischen Frauenkooperativen.
Die DVD, an der zahlreiche Amazigh-Künstler aus
der ganzen Region mitwirkten, enthält Informationen
über die Produktionstechniken, die Umweltprobleme,
die Bedeutung der geschützten geographischen
Herkunftsbezeichnungen, über Marketing und Produktpromotion.
Sie verfolgt das Ziel, die Arganbäume zu schützen
und die Ölproduzenten zu ermutigen, traditionelle
Techniken anzuwenden.
Demnächst erscheint eine zweite DVD – herausgegeben
von der Slow-Food-Stiftung für biologische Vielfalt
- ebenfalls in Amazigh über die Verkostung von
Arganöl. Diese Initiativen gehören zum Projekt
des Presidio Arganöl, das von der Region Piemont
unterstützt wird.
Weitere Informationen:
Zoubida Charrouf
zcharrouf@menara.ma
Klicken
Sie hier, um weitere Informationen zum Presidio
Argangöl zu erhalten.
Ein Rezept aus
dem Buch: L'oro dell'arganeraie: 33 ricette
marocchine a base di argan (Gold der Arganwälder:
33 marokkanische Argan-Rezepte)
Chermoula
von Choumicha Acharki
2 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie
4 Esslöffel Koriander
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Teelöffel Paprika
8 Esslöffel Arganöl
4 Esslöffel Essig
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Pfeffer
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Knoblauchzehen, Koriander und Petersilie fein hacken
und in eine Schale geben. Das Arganöl, den Essig,
Salz und alle Gewürze (Kreuzkümmel, Paprika,
Pfeffer) hinzugeben. Sorgfältig durchrühren.
Chermoula ist eine typische marokkanische Sauce,
die hauptsächlich zu gegrilltem Fisch serviert
wird. Sie passt aber durch ihre Harmonie an Geschmacksnuancen
und Aromen auch zu vielen anderen Gerichten. Die Zubereitung
erfordert nicht mehr als eine Viertelstunde und man
kann sie im Kühlschrank bis zu zwei Wochen aufbewahren.
"Das
Gold der Arganwälder: 33 marokkanische Rezepte
mit Argan" wurde von der Slow-Food-Stiftung
für biologische Vielfalt mit Unterstützung
der Region Piemont realisiert.
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Nahrung
für den Geiste
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Kampf
gegen GVO
Von Mexiko
bis Brüssel protestiert Slow Food gegen die
Einführung der GVO-Kulturen |
Belgien - Die Entscheidung in diesem
Monat, die Massenproduktion einer genetisch veränderten
Kartoffel in der Europäischen Union zu genehmigen
- die erste derartige Entscheidung in 12 Jahren - hat
Proteste von Umweltschützern, Verbrauchern und
Produzenten hervorgerufen, und auch Slow Food gehört
zu den Organisationen, die sich dagegen ausgesprochen
haben. Die Kartoffel mit einem höheren Stärkegehalt,
die von BASF entwickelt wurde, wurde vom EU-Kommissar
für Gesundheit und Verbraucherschutz John Dalli
genehmigt und sollte vorwiegend in Deutschland mit dem
genehmigten Zweck der Futterverwendung angebaut werden.
“Es ist schlimm”, so der Kommentar von Carlo
Petrini, dem internationalen Präsidenten von Slow
Food, “dass die erste Handlung dieses Kommissars
ist, ein unstrittiges Moratorium zu brechen, das gerade
zum Schutz unserer Gesundheit eingeführt worden
war. Das zeigt, dass jetzt über solche Fragen nach
dem Wirtschaftsinteresse der Großkonzerne entschieden
wird, ohne dass die noch unbekannten Risiken für
die öffentliche Gesundheit berücksichtigt
werden.”
Klicken
Sie hier, um die Zehn Gründe gegen
GVO von Carlo Petrini (in Englisch) zu lesen.
Die Gruppe Avvaz.org hat eine Online-Petition veröffentlicht,
um eine Million Unterschriften zu sammeln und damit
die Aussetzung der GVO zu fordern, bis eine unabhängige
Untersuchung über ihre Gefahren vorliegt. Klicken
Sie hier , um sich der Petition anzuschließen.
Mexiko - Die EU-Entscheidung folgte
in kurzem Abstand auf einen analogen Beschluss, mit
dem die mexikanische Regierung im letzten Monat - nach
zehnjährigem Kampf - den privaten Gesellschaften
die Unbedenklichkeit für die erste legale GVO-Maisanpflanzung
bescheinigt. Die Gegner befürchten, dass die modifizierten
Gene sich verbreiten und dabei die wertvollen autochthonen
Arten genetisch kontaminieren könnten. Das Slow
Food Convivium Tehuacán Mixteca Popoloca hat
eine Kampagne eingeleitet, um die traditionellen Maisarten
zu schützen. Damit soll den Familien und den Bauernorganisationen
der Reichtum der biologischen Vielfalt in ihrem Land
bekannt gemacht und die mexikanischen Gemeinschaften
ermutigt werden, stolz auf ihren kulturellen Reichtum
zu sein und sich für seine Aufwertung einzusetzen.
Man hofft auch, dass die Regierung und die Gesetzgeber
auf die dramatischen Auswirkungen aufmerksam werden,
die diese Entscheidung für das Leben der mexikanischen
Bauern hat.
Klicken
Sie hier, um den ganzen Artikel zu lesen.
Indien – Zu diesem entscheidenden
Zeitpunkt im globalen Kampf gegen GVO wurde in Indien
ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der, wenn er genehmigt
wird, GVO-kritische Bürger ins Gefängnis bringen
würde. Nach dem Gesetz, das vom Ministerium für
Wissenschaft und Technologie vorgeschlagen wurde, soll
jeder indische Bürger, der die Sicherheit von GVO-Lebens-
und Arzneimitteln in Zweifel stellt, mit einer mindestens
sechsmonatigen Haft bestraft werden. Der Vorschlag wurde
von zahlreichen Bürgerrechtsaktivisten angegriffen.
“Dies ist ein lächerliches, absolut drakonisches
Gesetz, das die indische Verfassung mit ihrem Grundrecht
auf freie Meinungsäußerung verletzt”,
erklärte der Anwalt des Obersten Gerichtshofs Prashant
Bhushan. Der Gesetzesentwurf kommt zu einem Zeitpunkt,
in dem das Land sich mitten in einer erregten Debatte
über die Einführung des ersten GVO-Nahrungsmittels
befindet: Die genetisch veränderte Aubergine Brinjal
wurde allerdings vom Umweltminister Jairam Ramesh in
Erwartung weiterer Tests vorübergehend gesperrt.
Klicken
Sie hier, um den ganzen Artikel zu lesen.
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Bücher
und Filme
Der
22. März, der von den Vereinten Nationen zum Weltwassertag
erklärt wurde, hat das Trinkwassers und seine Bedeutung
ins Blickfeld der internationalen Gemeinschaft gerückt
und eine nachhaltige Lenkung der Wasserressourcen gefördert.
Anlässlich dieses Gedenktags, an dem zahlreiche
Initiativen stattfanden, haben wir eine Reihe von Büchern
und Filmen ausgewählt, die einen genauen Überblick
über die Komplexität der Probleme rund um
diese lebenswichtige Ressource bieten.
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Blaues
Gold: Das globale Geschäft mit dem Wasser
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„Blue Gold” ist der Titel eines Buches und
eines Films, die beide eindringlich den Aufstieg und
die schnelle Verbreitung eines Geschäftstyps dokumentieren,
der erst durch die jüngsten internationalen Handelsvereinbarungen
ermöglicht wurde: die Privatisierung und Kommerzialisierung
des Wassers. Blue Gold zeigt die erschütternde
Wahrheit darüber, wie die Großkonzerne Ansprüche
auf die knappen Trinkwasserressourcen der Welt erheben.
Blue Gold: World Water Wars, Maude
Barlow & Tony Clarke
Klicken
Sie hier, um weitere Informationen über das
Buch (erhältlich in 16 Sprachen und 47 Ländern,
auf Deutsch mit dem Titel „Blaues Gold. Das globale
Geschäft mit dem Wasser“) und über den
Film zu erhalten oder sie zu kaufen.
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Der
Wassersammler
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Die Region Zvishavane im südlichen Zimbabwe ist
ein dürres Gebiet, in dem Kleinbauern gegen einen
brüchigen Boden und geringe, unregelmäßige
Regenfälle zu kämpfen haben. Wasser ist hier
eine extrem kostbare natürliche Ressource. Und
dennoch hat der Bauer Zephaniah Phiri hier mit dem erforderlichen
Weitblick und Charakterstärke ein Landstück,
aus dem er das unerlässliche Minimum zum Überleben
erwirtschaftete, in einen fruchtbaren Hof verwandelt.
Das Buch erzählt diese wahre Tatsache, aber mehr
noch als eine einfache Umweltschützergeschichte
erzählt The Water Harvester von den Überlebensstrategien
und dem Charakter eines Mannes mit enormem Mut, Weisheit
und Großherzigkeit.
The Water Harvester, Mary Witoshynsky,
Weaver Press, 2000
Klicken
Sie hier für weitere Informationen.
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Voices
from the Waters 2010
Das
5. internationale Filmfestival zum Wasser |
Das wichtigste internationale Filmfestival zum Wasser
sucht Beiträge für die fünfte Ausgabe:
Filme über Wasser und die damit verbundenen Themen.
Voices from the Waters ist für den kommenden September
in Bangladore in Indien geplant und präsentiert
eine Auswahl an Filmen über die vielfältigen
Aspekte der Wasserkrise.
Klicken
Sie hier für weitere Informationen
Eine breite Auswahl an Filmen über verschiedene
soziale, Umwelt-, Ernährungsthemen steht auf der
Website des Umweltfilmfests
in Washington DC zur Verfügung..
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Die
Wahrheit über die Lachszucht |
Der kanadische Filmemacher Damien Gillis präsentiert
ein schockierendes Zeugnis über die ökologischen
und sozialen Verheerungen, die die Zuchtindustrie des
norwegischen Lachses in aller Welt verursacht. Der Dokumentarfilm,
der im Rahmen der “Globalen Aktionswoche und Kampagne
für den reinen Lachs” vorgestellt wurde,
steht nun auch online zur Verfügung.
Klicken
Sie hier, um ihn anzuschauen.
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Dies
ist ein wichtiger Moment für die Zukunft
der Landwirtschaft, und damit für die Zukunft
des ganzen Planeten. Es scheint zur Endphase einer
seit Jahren andauernden Offensive zu kommen, die
über das Kampfgeschick entscheiden wird.
Auf der einen Seite stehen die Großkonzerne
mit ihrem Saatgut und ihren Agrochemikalien, aber
auch die mächtigen Lobbys, die Druck auf
Regierungen, Märkte und einige Gewerkschaften
ausüben. Auf der anderen Seite die Bürger,
die Bauern - ob biologisch, konventionell mit
vernünftiger, rechtmäßiger Nutzung
von Chemikalien oder biodynamisch -, sowie auch
Verbraucher, die nicht einsehen, warum sie bekannte
Lebensmittel, in denen sie sich oder andere wieder
erkennen und von denen sie überzeugt sind,
aufgeben sollten zugunsten neuer, nicht erwünschter
und nicht ausreichend getesteter Lebensmittel
die zudem im Wesentlichen unnütz und darüber
hinaus potentiell schädlich für die
Gesundheit und/oder die Umwelt sind. Allein dies
spricht schon gegen sie: Wann hätte je ein
Lebensmittel „getestet“ werden müssen?
Lebensmittel ißt man, weil man weiß,
dass sie jemanden ernähren. Man muss also
nur herausfinden, ob man sie mag.
Europa hat unter Missachtung der Meinung von Bürgern
und nachhaltigen Bauern den Weg für den GVO-Anbau
frei gemacht, aber gleichzeitig den Mitgliedsländern
gesagt, dass sie in ihrem Gebiet das Vetorecht
ausüben können. Und so hat Italien Nein
zu GVO im eigenen Landesgebiet gesagt, wie andere
europäische Länder auch und hoffentlich
noch weitere in Zukunft.
Man muss sich mit Geduld, Kompetenz und der Fähigkeit
zur Kontrolle bewaffnen. Die nächsten zwei
oder drei Jahre werden entscheidend sein: Es wird
immer stärkeren Druck geben, immer schnellere
Manöver, immer antidemokratischere Entscheidungen.
Wir dürfen sie nicht aus den Augen verlieren!
Alle, die diese Erde lieben, haben heute eine
wichtigere Rolle als je zuvor.
Carlo Petrini
Slow Food Präsident
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Slow Food setz sich
für kleine Produzenten auf der ganzen Welt
ein, um
ihr Lebensmittelsystem wieder aufzubauen, sich besser
ernähren zu
können, die Umwelt zu schützen und die
kulturelle Vielfalt zu
bewahren. Unterstützen Sie uns dabei!
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auch Sie Teil einer |
großen internationalen Gemeinschaft, die
nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang
und nachhaltige Viehzucht verteidigt.
servicecentre
@slowfood.com
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KALENDER
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Markt
des guten Geschmacks
Stuttgart, Deutschland
15. – 18. April 2010
Großmuttertag
International
25. April 2010
Burren
Slow Food Festival
Irland
21. – 23. Mai 2010
Terra Madre Balkanländer
Sofia, Bulgarien
Juli 2010
Salone del Gusto
Turin, Italien
21. – 25. Oktober 2010
Terra Madre
Turin, Italien
21. – 25. Oktober 2010
Terra
Madre Day
International
10. Dezember 2010 |
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Slow Food and
Terra Madre
in Zahlen
MITGLIEDER: 100.000
CONVIVIEN: 1.300
LÄNDER: 150
PRESIDI: 314
PASSAGIERE DER ARCHE DES GESCHMACKS:
903
MÄRKTE DER ERDE: 10
SCHULGÄRTEN: 300 |
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