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April 2010
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In
dieser Ausgabe: |
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Projekt des Monats
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Familiengärten
in Kuba
Ein Schulungsprojekt
für lokale Führungskräfte |
Das Projekt “Training Local
Leaders” wurde im Juli 2009 gegründet,
um die Entwicklung von Gemeinschaftsgärten durch
Seminare über landwirtschaftliche Techniken und
Verbreitung von Lehrmaterial zu fördern.
Die Seminare konzentrieren sich auf biologischen Anbau
und die besten Techniken, um mit geringen Mitteln
reichliche, hochwertige Ernteerträge zu erreichen.
Die ausgewählten Teilnehmer haben die Verantwortung,
ihrerseits die anderen Mitglieder der Gemeinschaft
zu schulen und ihnen die erworbenen Kenntnisse und
Techniken weiterzugeben. Dadurch kann das Projekt
auch mit sehr begrenzten wirtschaftlichen Ressourcen
große Wirkung erzielen.
Ziel für 2010 ist, die Reichweite des Projekts
auszudehnen, indem neue Teilnehmer der Gemeinschaften
von Itabo einbezogen und pädagogische Angebote
für Kinder eingeführt werden, so dass auch
die jüngeren Generationen ihre erlernten Kenntnisse
mit ihren Familien teilen können.
Helfen Sie uns, dieses Projekt 2010 fortzuführen,
und spenden Sie einen Beitrag auf der Website von
Terra Madre: www.slowfood.it/donate.
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Slow Food
in wenigen Worten |
Universität der
Gastronomischen Wissenschaften (UNISG)
Die Universität der Gastronomischen
Wissenschaften (UNISG) ist eine private Non-Profit-Institution,
die 2004 von Slow Food in Zusammenarbeit mit den Regionen
Piemont und Emilia Romagna gegründet wurde. Die Studenten
kommen aus vielen Ländern der Welt, um die handwerkliche
und industrielle Lebensmittelproduktion zu studieren und
konkret kennen zu lernen: Der interdisziplinäre Studienplan
umfasst wissenschaftliche und humanistische Fächer,
sensorische Schulung und direkte Erfahrung bei Reisen
in allen fünf Kontinenten. Die UNISG verfolgt eine
Erneuerung der landwirtschaftlichen Produktionsmethoden,
den Schutz der biologischen Vielfalt und den Aufbau einer
organischen Beziehung zwischen Gastronomie und Landwirtschaft.
In dem dreijährigen Studiengang und den Aufbaustudien
werden Fachleute ausgebildet, deren Berufsbild bisher
einzigartig im Panorama der Önogastronomie ist: Sie
verfügen über Kompetenzen in Produktion, Vertrieb,
Werbung und Kommunikation von hochwertigen Lebensmitteln.
Weitere Informationen: www.unisg.it
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Kampagnen |
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Slow
Fish
Eine Website
zum besseren Verständnis für die Ozeane |
Die internationale Kampagne Slow Fish stellt diesen Monat
eine viersprachige Website
ins Netz, die vor allem informieren will, indem sie
Nachrichten von den wichtigsten Verbänden und wissenschaftlichen
Instituten aus aller Welt sammelt und veröffentlicht
(über die Lage der Ozeane, die Fischbestände
etc.). Außerdem erzählt sie: Geschichten von
den Presidi und den Terra-Madre-Bündnissen der Fischer,
von den interessantesten Initiativen, die in aller Welt
von Slow-Food-Convivien organisiert werden, um nachhaltigen
Fischfang und Fischkonsum zu fördern. Und schließlich
beinhaltet sie Vorschläge: einfache, tägliche,
für alle machbare Initiativen - für Fischhändler,
Gastronomen und alle anderen Menschen, die zu entscheiden
haben, welchen Fisch sie kaufen und zubereiten.
Die Kampagne Slow Fish will die Botschaft, die von der
Messe Slow Fish (die alle zwei Jahre in Genua stattfindet)
initiiert wurde, flächendeckend und dauerhaft verbreiten
und den Convivien und Terra-Madre-Bündnissen Möglichkeiten
zur Reflektion und praktische Instrumente vermitteln,
um bewusste, gute und verantwortliche Entscheidungen zu
treffen und zu fördern.
Wir möchten also alle einladen, die Website zu besuchen,
die Informationen zu nutzen, Initiativen zu organisieren,
uns auf Ideen hinzuweisen und zu erzählen, was in
den verschiedenen Regionen geschieht: sei es auch nur
ein Essen mit lokalen, nachhaltigen Fischarten, ein traditionelles
Rezept, eine Fangtechnik, die man wiederentdecken sollte,
eine Initiative für Kinder… Jede kleine Sache
kann groß und bedeutend werden, wenn sie im Netzwerk
von Slow Food und Terra Madre zirkuliert.
Die Kampagne Slow Fish wurde mit Hilfe der deutschen Stiftung
Lighthouse Foundation ermöglicht, die sich den Schutz
der marinen Artenvielfalt zum Ziel gesetzt hat (weitere
Informationen: www.lighthouse-foundation.org).
www.slowfood.com/slowfish.
Der nächste Termin:
Terre d’Acqua
Die italienische Region
Venetien organisiert in Zusammenarbeit mit Slow Food zum
ersten Mal in Rovigo am 28.-30. Mai 2010 die Veranstaltung
“Terre d’Acqua”.
Sie soll die Aufmerksamkeit auf die Ökosysteme in
Brackwasser und Binnengewässern richten, besonders
im Hinblick auf das Ökosystem des Po-Deltas.
Zum Programm gehört auch eine Spendensammlung für
das Presidio der Fischer auf der Robinson-Crusoe-Insel
in Chile, die im Februar schwer von dem starken Erdbeben
mit anschließenden Tsunami-Wellen betroffen wurde.
Hier
klicken, um weitere Informationen zu Terre d’Acqua
Hier
klicken, wenn Sie mehr über das Presidio der
Fischer auf der Robinson-Crusoe-Insel wissen wollen:
Hier
klicken, um einen Beitrag für diese Gemeinschaft
in Schwierigkeiten zu leisten
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Die
europäische Lebensmittelerklärung
Eine Allianz
von Organisationen veröffentlicht einen Appell
zur Änderung des Lebensmittelsystems |
“Slow Food hat sich
einer Allianz europäischer Organisationen angeschlossen,
die eine Bewegung für den Wandel im Lebensmittelsystem
und das Ziel der Ernährungssouveränität
initiieren will und als ersten Schritt eine Erklärung
verfasst hat. Diese European Food Declaration enthält
die wichtigsten Ziele, die die Gruppe für die Gemeinsame
Agrarpolitik (GAP) der EU empfiehlt, deren Reform für
2013 geplant ist. “Die Industrialisierung der Landwirtschaft
und der Lebensmittelproduktion hat in mehr als einem halben
Jahrhundert die Anzahl bäuerlicher Betriebe in Europa
erheblich reduziert. Auch die Vielfalt lokaler Esskulturen
wurde weniger”, fasst die Erklärung zusammen.
“Unser Nahrungsmittelsystem ist heute abhängig
von billigem Erdöl, respektiert nicht die natürlichen
Grenzen der Verfügbarkeit von Land und Wasser und
fördert eine ungesunde Ernährungsweise”.
Die Erklärung appelliert an eine gesunde, nachhaltige
und faire gemeinsame Lebensmittel- und Agrarpolitik und
führt zwölf Grundsätze dafür aus,
darunter: Produktion und Konsum von lokalen, saisonbezogenen
und hochwertigen Lebensmitteln zu fördern, die Beziehung
der Bürger zu den Lebensmitteln und denen, die sie
herstellen, wieder herzustellen und Nahrung als ein universales
Menschenrecht, nicht lediglich als eine Ware aufzufassen
Hier
klicken, um den vollständigen
Artikel zu lesen.
Hier
klicken, um weitere Informationen zu erhalten oder
die Erklärung zu unterzeichnen.
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Von der Erde auf den Tisch |
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Der
Geschmack vom Kap
Young Agricultural
Ambassadors fördern Bioanbau und die landwirtschaftliche
Zukunft ihres Landes |
Südafrika - Das Projekt Youth Agricultural
Ambassadors (YAA) entstand 2008 unter Leitung von Tshediso
Johannes Phahlane, einem Delegierten von Terra Madre:
Die Gründer sind acht junge Menschen, die den biologischen
Anbau bei ihren Altersgenossen, bei Schulkindern, Waisen
und anderen fördern wollen. Das Team der YAA hat
einen Ausschuss eingerichtet, um das Projekt zu verwalten,
und mehrere Erzeuger beauftragt, die Schulung zu biologischen
Anbautechniken, aber auch zu allgemeineren Themen wie
AIDS, Gleichberechtigung der Geschlechter und Projektorganisation
durchzuführen.
“Unser Ziel ist, Arbeitschancen für junge Menschen,
Frauen und Behinderte zu schaffen und ihnen wichtige Kompetenzen
für die Gegenwart und die Zukunft zu vermitteln”,
erklärt Tshediso Johannes. Bis heute nahmen an den
Bildungsprogrammen der YAA über dreihundert Waisenkinder
und 806 Kinder in fünf verschiedenen Schulen teil.
“Wir wollen, dass unsere Kinder in einer sauberen
Umwelt leben und sich gesund ernähren. Es liegt in
unserer Verantwortung, dass dieser Traum wahr wird.”
Weitere Informationen:
Tshediso Johannes Phahlane
tphahlane@gmail.com
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Ein
neues Convivium fördert gute, saubere und faire
Lebensmittel bei allen Aktivitäten des sozialen
Lebens |
Gleichzeitig hat sich weiter
im Süden des Landes das zweite Convivium in Kapstadt,
das Mother City Convivium, seit seiner Eröffnung
Ende des vergangenen Jahres bereits stark engagiert und
viele Projekte organisiert: Degustationen, einen Abend
über die Kombination von handwerklich gebrautem Bier
und Lebensmitteln, einen Besuch auf einem biodynamischen
Bauernhof, einen Workshop über die Konservierung
von Lebensmitteln und das Pilzesammeln im Wald sowie ein
Landwirtschaftsprogramm, das von der Gemeinschaft unterstützt
wird, um Kleinbauern und städtische Verbrauchergruppen
in Kontakt zu bringen.
“Wir waren so begeistert über all die schönen
Events, die wir hätten organisieren können,
und all die Kleinbauern, die wir treffen wollten, dass
wir beschlossen, dass Kapstadt groß genug ist für
zwei verbrüderte Convivien. So haben wir den großen
Schritt gewagt”, erzählt Pia Taylor, Mitglied
des Convivienausschusses. “Wir wollen, dass unser
Convivium für Studenten und Familien zugänglich
ist, indem wir für alle erschwingliche Ausflüge
anbieten, die die Werte von Slow Food fördern.”
Weitere Informationen:
www.slowfoodmothercity.co.za
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Den
Krieg überwinden
Srebrenica feiert mit
den Slow Food Presidi |
Vor den 90er Jahren war Srebrenica eine
lebhafte Kleinstadt im Osten Bosniens. Mit ihren Thermalbädern
war sie Ziel eines blühenden, nicht nur lokalen Tourismus
und kultureller Anziehungspunkt für alle umliegenden
Orte. Künstler aus der ganzen Föderation inszenierten
im Stadttheater ihre Aufführungen. Dann kamen der
Bürgerkrieg und der Völkermord 1995, die dies
alles auslöschten und ganze Gemeinschaften in die
Knie zwangen.
Ganz langsam jedoch wurde Srebrenica wieder aufgebaut
und zeigt heute immer mehr den Willen, an seine kulturelle
Tradition anzuknüpfen; ein Beweis dafür war
das dreitägige Kulturevent im vergangenen März.
Die Stadt war Schauplatz von Theateraufführungen,
Geschmackserlebnissen und Konzerten, bei denen sich junge
lokale und internationale Künstler abwechselten.
Zu diesem Anlass organisierte Slow Food Goraząde Geschmackserlebnisse
und Workshops und lud dazu die Kleinerzeuger aus den Slow
Food Presidi „Slatko aus Pozegaca-Pflaumen“
und „Käse im Sack“ sowie aus dem Lebensmittelbündnis
der Poljak-Bohne aus Trebinje ein. Um Kinder und Erwachsene
an die lokalen kulinarischen Traditionen heranzuführen,
wurden Veranstaltungen angeboten, die den Wert des Handwerks
und der Traditionen für die Lebensmittelproduktion
illustrierten. Erna Subasic´, die junge Convivienleiterin,
erklärte, warum sie sich für diese Initiative
engagiert: “Wir wollen den jungen Leute ihre Heimat
wieder nahe bringen. Wenn man in Bosnien von Land spricht,
sind wir gleich bereit, nur besitzergreifende Worte in
den Mund zu nehmen. Aber gleichzeitig können wir
hausgemachten Apfelsaft nicht mehr von dem Industrieprodukt
unterscheiden. Die Nahrung ist ein wesentlicher Schlüssel,
um wieder eine gesunde, konstruktive Beziehung zur Umgebung
und zu unserer Identität aufzubauen.”
Diese Initiative, die von Roberta Biagiarelli (Abt. Entwicklungshilfe
des italienischen Außenministeriums) stark unterstützt
wurde, ist Teil eines Projekts für die kulturelle
und soziale Revitalisierung der Gebiete von Srebrenica
und Bratunac. In diesen drei Tagen wurde eine Entwicklung
für die kulturelle Wiedergeburt zum Abschluss gebracht,
die Jahre gedauert hatte - in der Hoffnung, dass in diese
zauberhaften Täler nicht wieder das Schweigen einkehren
möge.
Weitere Informationen:
www.utlsarajevo.org
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Lebensmittelhilfe
Unterstützung
für Familien, die von HIV betroffen sind,
um die Ernährung abzusichern und zu verbessern
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Kenia - Mit einer neuen Initiative will
das Slow Food Convivium Central Rift die Ernährungsbedingungen
von HIV-Kranken verbessern. Dazu wird Geld gesammelt und
in Zusammenarbeit mit den vom Virus betroffenen Familien
wird diesen ermöglicht , ihre Lebensmittel selbst
zu produzieren und durch den Verkauf der Produkte ein
Einkommen zu haben. Mit dem Projekt “Lebensmittelhilfe
für 90 kenianische von HIV betroffene Familien”
stellt das Convivium und die lokale NGO NECOFA den Familien
im Distrikt Molo Saatgut, Vieh und Training (über
biologischen Anbau, Tierzucht in kleinem Maßstab
und Ernährung) zur Verfügung um ihnen zu helfen,
unabhängiger zu sein.
Hier
klicken, wenn Sie mehr über das Projekt wissen
oder dafür spenden wollen.
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Schulgartenprojekt
ausgezeichnet |
Kenia – Das gemeinsame Schulgartenprojekt
des Central Rift Conviviums und NECOFA, an der Michinda
Boy's Grundschule wurde in einem Wettbewerb des Landwirtschaftsministerium
als das beste des Landes ausgezeichnet.
Der Intelligenzlevel der Buben und wie sie die unterschiedlichen
Einheiten in ihre Schulgartenarbeit einbezogen beeindruckte
die Jury besonders.
“Sie demonstrierten nicht nur den Anbau, Ernte und
Konservierung von Feldfrüchten, sondern zeigten der
Jury ebenfalls wie sie Chemikalien vermeiden und ihre
Lebensmittel auf biologische Weise kultivieren”
so Jane Karanja vom Central Rift Convivium.
“Als die Buben von ihrem Erfolg hörten, waren
sie überglücklich und begannen über den
Schulhof zu tanzen und Dankeslieder zu singen”.
Wer könnte ihnen den Lärm übel nehmen –
sie waren die Champions der biologischen Landwirtschaft
und die Landwirte von morgen.Jane Karanja
Slow Food Central Rift
jane_karanja2001@yahoo.com
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Stimmen
von Terra Madre
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Kubanische
Lektion
Anlässlich
des Terra Madre Day im vergangenen Dezember beschlossen
die Mitglieder von Slow Food Pelham in Kanada,
sich für ein Slow-Food-Projekt zu engagieren,
und wählten gemeinsam das kubanische Projekt
'Ausbildung lokaler Führungskräfte'.
Nachdem sie ihre Spende überwiesen hatten,
fuhren die Convivienmitglieder Renée Girard
und Daniel Boudin nach Kuba, um die Organisatoren
des Projekts kennen zu lernen. Renée erzählt
uns ihre Geschichte... |
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Kuba - Daniel und ich
haben beschlossen, nach Havanna zu fahren,
weil wir das für eine gute Chance
halten, mehr über das Projekt zu
erfahren, das wir mit einer Spende unterstützt
haben - aber auch für einen Ideenaustausch
mit den Beteiligten. Vilda Figueroa und
José Lama, die beiden Leiter des
Programms, haben schon verschiedene andere
Projekte realisiert, darunter eines über
die Konservierung von Lebensmitteln. Sie
haben uns herzlich empfangen und uns stolz
ihre Gemüsegärten und die Regale
mit ihren über hundert verschiedenen
Arten von Eingemachtem gezeigt."
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Hier
klicken, wenn Sie die vollständige
Geschichte von Renée auf der Website
von Terra Madre lesen wollen.
Renée Girard
Slow Food Pelham
dboudin@cogeco.ca
Hier
klicken, wenn Sie mehr über das
Projekt wissen oder dafür spenden
wollen
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Nahrung
für den Geiste
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Nachhaltig
essen (gehen)
Organisationen
im Vereinigten Königreich unterstützen
bewusste Esser |
Die Verbraucher werden immer aufmerksamer bei ihren
täglichen Einkäufen, sie wählen immer
häufiger biologische Produkte und Produkte aus
fairem Handel, aber sie schaffen es nicht, ihren Idealen
treu zu bleiben, wenn sie auswärts essen gehen.
Dies ist die Einschätzung der Forscher des englischen
Verbands nachhaltiger Restaurants (Sustainable Restaurant
Association, SRA). Um diese Situation zu ändern,
bewertet die Organisation, die Anfang dieses Jahres
entstand, die Nachhaltigkeit von Restaurants. Zu dem
breiten Kriterienkatalog gehören lokaler und Saisonbezug
der Rohstoffe, Energieaufwand, Verschwendung, Beziehungen
zu Bauern und Erzeugern.
Der SRA ergänzt die Online-Organisation Fish2fork,
die Fischrestaurants in den USA und Großbritannien
nicht nur nach der Qualität ihrer Speisen, sondern
auch nach den Konsequenzen ihrer Entscheidungen für
die Meere und ihr Ökosystem beurteilt. Viele Restaurants
machen bedeutende Fortschritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.
In der Küche des Londoner Restaurants Konstam zum
Beispiel werden 80% der Produkte, die Chefkoch Oliver
Rowe verwendet, in Gebieten angebaut oder gezüchtet,
die mit der Londoner U-Bahn erreichbar sind.
Weitere Informationen:
Sustainable
Restaurant Association
Fish2Fork
Konstam
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Auf
Papier und Leinwand
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Fühlen
Fische Schmerz? |
In den letzten Jahren wurde den Lebensbedingungen von
Zuchttieren steigende Aufmerksamkeit zugewandt - mit
Ausnahme der Fische. Vielleicht weil es keine erkennbaren
Ausdrucks- und Kommunikationsformen gibt, werden Fische
nicht berücksichtigt, wenn es um das Wohlbefinden
der Tiere geht. In ihrem Buch Do fish feel pain?
(Fühlen Fische Schmerz?) behandelt die Biologin
Victoria Braithwaite die Frage der Leidenswahrnehmung
von Fischen, stellt die wissenschaftlichen Kenntnisse
über ihr Verhalten dar und prüft die ethischen
Fragen darüber, wie wir diese Tiere behandeln sollten.
Do
fish feel pain? Victoria Braithwaite, Oxford University
Press, 2010
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Die
Stadt, die vom Essen gerettet wurde
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Ben Hewitt, ein Bauer aus Vermont, erzählt die
wahre Geschichte einer ländlichen Gemeinschaft
von Arbeitnehmern, die ihre eigene Wirtschaft wieder
in Gang gesetzt und ihr Image neu definiert haben, indem
sie ein - in Amerika beispielloses - lokales Selbstversorgungssystem
für Lebensmittel entwickelt haben. Hewitt erklärt,
wie eine Gruppe junger Unternehmer ein Netzwerk für
die Unterstützung der Gemeinschaft gebildet hat,
und bietet uns ein lebhaftes Porträt der vielfältigen
Persönlichkeiten, die die Bewegung mit tragen.
The
Town That Food Saved: How One Community Found Vitality
in Local Food, Ben Hewitt, Rodale Books, 2010.
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In
der grünen Küche
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In the green kitchen enthält die wichtigsten
kulinarischen Techniken und über 50 Rezepte für
frische, lokale und saisonbezogene Lebensmittel, dargestellt
von Alice Waters – Köchin, Leiterin der Bewegung
für nachhaltige, lokale Küche und Internationale
Vizepräsidentin von Slow Food. Die Autorin räumt
zunächst mit einigen Legenden auf und beschreibt
ganz schlicht einige wesentliche Techniken in der Küche:
Gemüse im Dampf garen, einen Salat anmachen, Fisch
filetieren, ein Huhn braten, Brot backen.
In
the green kitchen: Techniques to Learn by Heart,
Alice Waters, Clarkson Potter, 2010.
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Lokale
Lösungen für globales Chaos |
Der jüngste Dokumentarfilm von Coline Serreau,
der am 7. April in die französischen Kinos kam,
setzt sich mit den Problemen des derzeitigen Agrar-
und Lebensmittelmodells auseinander, ohne sich bei der
katastrophalen Situation, die wir vor uns sehen, aufzuhalten.
In „Solutions locales pour un désordre
global” hat die Regisseurin beschlossen, eine
Reihe von Alternativen zum derzeitigen Produktionssystem
vorzustellen, und fordert uns auf, über Umwelt,
Gesellschaft und Landwirtschaft nachzudenken. Coline
Serreau hat drei Jahre mit der Kamera auf der Schulter
verbracht und zeigt uns ein Mosaik aus Interviews: Die
wichtigsten internationalen Stimmen der Agrarökologie
von Vandana Shiva bis Serge Latouche stellen ihren Standpunkt
dar und schlagen konkrete Lösungen vor, um unsere
Gesundheit und die unseres Planeten zu schützen.
Der Film lässt sich nie zu provokanten Tönen
hinreißen, sondern konzentriert sich auf die praktischen
Entscheidungen, die sofortige positive Auswirkungen
haben können.
Solutions
locales pour un désordre global: ein Film
von Coline Serreau, 2010, CINEMAO.
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Wer
Afrika das Land raubt
Im August 2009 feierte
der saudische König Abdullah die erste Reisernte,
die in Äthiopien realisiert wurde. Und auf
den Reis sollen Gerste und Weizen folgen. Saudi-Arabien,
das wie die Golfstaaten mitten in der Wüste
entstand, hat beschlossen, sein Lebensmittelproblem
zu lösen, indem es sich Ackerland auf der
anderen Seite des roten Meers am Horn von Afrika
aneignet: in Ländern wie Äthiopien mit
seinen 10 Millionen Hungernden oder dem Sudan,
dem es nicht gelingt, die immense Tragödie
von Darfur hinter sich zu lassen.
Der Raub von Land und Lebensmitteln im ärmsten,
hungrigsten Kontinent der Welt ist ein junges,
bisher kaum bekanntes Phänomen. Mehrere Millionen
Hektar Land in Äthiopien, Ghana, Mali, Sudan
und Madagaskar wurden China, Indien, Korea gegen
vage Investitionsversprechungen für zwanzig,
dreißig, neunzig Jahre in Konzession gegeben.
Seoul besitzt schon 2,3 Millionen Hektar, Peking
hat 2,1 gekauft, Saudi-Arabien 1,6 und die Arabischen
Emirate 1,3.
Die Hauptakteure sind die Regierungen. Auf der
einen Seite Länder, die Geld haben und Land
brauchen, auf der anderen Seite ganz arme - und
häufig korrupte - Regierungen, die gegen
ein bisschen Geld, Technologie und Infrastruktur
das wertvollste Gut eines noch vorwiegend landwirtschaftlichen
Kontinents zur Verfügung stellen: das Land.
Dabei kann fast kein afrikanischer Bauer das Gefühl
haben, ein Grundstück zu besitzen. Das formelle
Recht auf Eigentum (oder Pacht) betrifft ca. 2
bis 10% der Ländereien. In den meisten Fällen
gelten lokale, traditionell überlieferte
Normen, die aber nicht von den internationalen
Vereinbarungen anerkannt werden. Und so wird Land,
das seit Generationen bewohnt, bebaut und als
Weide genutzt wird, als „ungenutzt“
betrachtet. Neben den Regierungen gibt es auch
private Investoren: Nach der Finanzkrise haben
viele begonnen, auf greifbarere Investitionsgüter
zu blicken, und ganz oben auf der Liste steht
das Land (für Lebensmittel und Biokraftstoffe).
Was passiert, wenn die ausländischen Investoren
kommen? Von der traditionellen Landwirtschaft
- die auf Diversität, auf lokalen Arten,
auf Gemeinschaft basiert - wird auf Agrarindustrie
umgestellt: das bedeutet Monokulturen, die für
den Export bestimmt sind (Reis, Soja, Palmöl
für Biokraftstoffe), und massiver Einsatz
von Chemie (Dünger und Pestizide). Wenn die
Böden vollständig ausgelaugt sind, werden
die ausländischen Investoren woanders hingehen.
Carlo Petrini
Internationaler Präsident von Slow Food
Die Slow Food Stiftung für biologische
Vielfalt hat sich einer Allianz von Organisationen
angeschlossen, die gegen den Landdiebstahl im
Süden der Welt protestieren und die Unterstützung
dieses neuen Phänomens durch die Weltbank
anklagen.
Hier
klicken, um den vollständigen Artikel
auf Englisch auf der Slow Food Website zu lesen.
Hier
klicken, um weitere Informationen zu erhalten
oder zu unterzeichnen:
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Slow Food setz sich
für kleine Produzenten auf der ganzen Welt
ein, um
ihr Lebensmittelsystem wieder aufzubauen, sich besser
ernähren zu
können, die Umwelt zu schützen und die
kulturelle Vielfalt zu
bewahren. Unterstützen Sie uns dabei!
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| Werden
auch Sie Teil einer |
großen internationalen Gemeinschaft, die
nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang
und nachhaltige Viehzucht verteidigt.
servicecentre
@slowfood.com
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KALENDER
Burren
Slow Food Festival
Irland
21. – 23. Mai 2010
Terre
d’acqua
Rovigo, Italien
28. – 30. Mai 2010
Terra Madre Balkanländer
Sofia, Bulgarien
Juli 2010
Salone del Gusto
Turin, Italien
21. – 25. Oktober 2010
Terra Madre
Turin, Italien
21. – 25. Oktober 2010
Terra
Madre Day
International
10. Dezember 2010 |
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Slow
Food and
Terra Madre
in Zahlen
MITGLIEDER: 100.000
CONVIVIEN: 1.300
LÄNDER: 150
PRESIDI: 314
PASSAGIERE DER ARCHE DES GESCHMACKS:
903
MÄRKTE DER ERDE: 10
SCHULGÄRTEN: 300 |
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