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Mai 2010
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Projekt des Monats
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Consommons
ivoirien
Projekt zur
Ernährungserziehung an der Elfenbeinküste |
Der Konflikt, der im September 2002
an der Elfenbeinküste ausgebrochen ist, hat schwerwiegende
Auswirkungen auf die Region Korhogo im Norden des
Landes gehabt und die Agrarproduktion stark beeinträchtigt.
Dies bedeutete, dass das Einkommen der Frauen - die
die wesentliche Arbeitskraft in der Landwirtschaft
stellen - sich stark verringert hat und viele Kinder
die Schule abbrechen.
Seit seiner Gründung 2006 hat sich das Slow Food
Convivium Chigata dafür eingesetzt, im Dorf N'Ganon
eine Landwirtschaftsgenossenschaft mit Frauen aufzubauen,
um die Schulküche des Dorfes mit lokalen, hochwertigen
Produkten zu versorgen. Durch die fehlenden Mittel
wurde nämlich das Schulessen mit Rohstoffen geringer
Qualität zubereitet, und viele Kinder gingen
lieber nach Hause, als in der Schulkantine zu essen.
So wurde einerseits das Kantinenessen unnötig
verschwendet, andererseits waren die Frauen im Dorf
gezwungen, nach Hause zu gehen, um für die Kinder
zu sorgen, und verloren so weitere Zeit der Feldarbeit
und damit ihren Verdienst.
Heute bebaut die Erzeugerinnenkooperative im Dorf
N'Ganon einen 7 Hektar großen Gemüsegarten
biologisch: Ein Teil der Ernte geht an die Familien
der beteiligten Frauen und ein Teil wird der Schulkantine
für das Essen der Schüler gestiftet. Was
übrig bleibt, wird auf dem lokalen Markt verkauft
und erzeugt so einen weiteren Ertrag für die
Kooperative.
Das Ziel für 2010 ist, das Projekt zu erweitern
und das Dorf Nangounkaha (2500 Einwohner) mit seiner
Grundschule einzubeziehen: Auch hier wird ein Gemüsegarten
angelegt, der von einer Frauenkooperative gepflegt
wird und die Lebensmittel für die Kantine der
Grundschule liefern soll; der Rest der Produktion
ist zu einem Teil für die Frauen und ihre Familien
und zum Teil für den Marktverkauf bestimmt.
Klicken
Sie hier, um das Projekt zu unterstützen.
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Slow Food
in wenigen Worten |
Neo-Gastronomie
Neo-Gastronomie - oder 'neue' Gastronomie
- ist eine Auffassung der Gastronomie als interdisziplinäre
Herangehensweise an das Essen, die von dem Bewusstsein
der starken Bindung zwischen den Speisen, unserem Planeten,
den Menschen und der Kultur ausgeht. Der Begriff eignet
sich gut, um die Entwicklung der Slow-Food-Bewegung auszudrücken:
Sie war entstanden, um das gute Essen, den gastronomischen
Genuss und einen langsameren Lebensrhythmus zu verteidigen
(Öno-Gastronomie), und hat dann ihren Horizont erweitert,
um als logische Konsequenz auch Themen wie Lebensqualität
und Gesundheit unseres Planeten einzuschließen (Öko-Gastronomie).
Die Neo-Gastronomie bringt noch ein weiteres holistisches
Element in diese Vision ein: Neo-Gastronomen gehen mit
Verantwortung und einem umfassenden Blick an die Lebensmittel
heran und vereinen das Interesse für die Ess- und
Trinkkultur mit dem Wunsch, die biologische Vielfalt der
Lebensmittel und der Umwelt zu verteidigen. Sie betrachten
den Akt des Essens nicht nur als biologische Notwendigkeit,
sondern auch als geselligen Genuss, den man mit anderen
teilen sollte. Neo-Gastronomen sind sich bewusst, dass
ihre Entscheidungen zur Ernährung einen direkten
Einfluss auf den Markt und damit auf die Lebensmittelproduktion
haben und dass wir unsere täglichen Entscheidungen
zum Vorteil des Gaumens, der Umwelt und der Gesellschaft
gleichzeitig treffen können.
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Kampagnen |
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Slow
Fish
Peixe em Lisboa
in Portugal |
Portugal - Im vergangenen Monat fand
das dritte gastronomische Fisch-Festival Peixe em Lisboa
statt, das vom Fremdenverkehrsverein Lissabon in Zusammenarbeit
mit der Stadtverwaltung organisiert wird.
Slow Food hat mit einem Stand daran teilgenommen, den
die vier portugiesischen Convivien gemeinsam leiteten.
Es war ihre erste Zusammenarbeit. Der Stand war eine Anlaufstelle
für alle Besucher, die Informationen über den
nachhaltigen Fischfang suchten. Außerdem konnte
dabei auch in Portugal die internationale Kampagne Slow
Fish gestartet werden, und die Besucher der Messe wurden
für nachhaltige Entscheidungen sensibilisiert - nämlich
beim Kauf auf frischen, lokalen Fisch zu achten, der mit
umweltschonenden Techniken gefangen wurde.
Zwei Pirogen für
Senegal
Senegal
- Zwei Pirogen mit dem Symbol der Schnecke und der Stiftung
und dem Namen der Region Piemont, nach der lokalen Tradition
bunt bemalt, sind jetzt in den Gewässern zwischen
drei Inseln des Sine-Saloum-Deltas Dionewar, Falia und
Niodior zu sehen. Die Region Piemont und die Slow Food
Stiftung schenkten sie den Frauengemeinschaften auf diesen
Inseln.
Die Stiftung bemüht sich in diesem Gebiet darum,
den Druck auf die Fischbestände zu verringern: Die
Größen haben abgenommen und die Fangmengen
gehen von Jahr zu Jahr zurück. Um neue Ertragsmöglichkeiten
zu schaffen, wird daher daran gedacht, die Produktion
von Saft und Konfitüre aus den Wildfrüchten
zu valorisieren, an denen das Saloum-Gebiet sehr reich
ist: Karkade, Affenbrotbaum, Ingwer, Tamarinde, Ditakh
und New.
Allerdings gab es dabei ein Problem: Die Frauengemeinschaften
der drei Inseln waren für ihre Fahrten von dem guten
Willen der Fischer abhängig, denn einer von ihnen
musste ihnen seine Piroge zur Verfügung stellen.
Das erschwerte die Planung für die Ernte und den
Transport der Früchte, verursachte hohe Kosten und
es war schwer, Treffen zu organisieren. Die beiden neuen
Boote sind daher ein positives Symbol: Sie haben die Gemeinschaften
verpflichtet, gemeinsam und im Einverständnis vorzugehen,
und sie haben die Idee möglich gemacht, Früchte
in einem viel größeren Gebiet als dem normalerweise
erreichbaren zu ernten und zu transportieren.
Zwei Pirogen für
Senegal
Italien
- Gute Neuigkeiten von der EU für den Fischfang.
Die neue Mittelmeer-Verordnung, die von der Europäischen
Kommission verkündet wurde, schreibt ab dem 1. Juni
2010 Netze mit größeren Maschen vor und verbietet
den Fang mit Dredgen und Scherlatten bis zu 0,3 Meilen
vor den Küsten. Damit sollen gefährdete Arten
geschützt werden, indem die Grundlage der Nahrungskette
bewahrt wird, d.h. Jungfische, Weißgrundeln und
einige Weichtiere (Venusmuscheln, Tellmuscheln, Schwertmuscheln).
Dieser Standpunkt wurde von Slow Food positiv aufgenommen,
ist bleibt allerdings zu prüfen, wie in der Umsetzungsphase
einige der traditionellen handwerklichen, nachhaltigen
Fangpraktiken berücksichtigt werden, die die Verordnung
nicht von den anderen unterscheidet und die von dem Verbot
mit betroffen sind. Es müssen also wieder einmal
Überlegungen über die richtigen EU-Vorgaben
angestellt und neue Spielräume für die Arbeit
der kleinen handwerklichen Fischerei erarbeitet werden..
Die letzten Hüter
des Wildlachses in Russland
Russland
– Die Region Kamtschatka im äußersten
Osten Russlands hat sich wegen seiner 29 aktiven Vulkane
den Ruf als unberührtes "Land aus Feuer und
Eis" verdient. Hier lebt die Gemeinschaft der eingeborenen
Itelmenen, “Tarja”, die sich seit jeher dem
nachhaltigen Fischfang und dem Verkauf von Wildlachs widmen.
Die Itelmenen achten die korrekten Fangmethoden und haben
Sondergenehmigungen erhalten, um nur eine bestimmte Menge
Lachs zu fangen. Als traditionelles Produkt wird dieser
sogar für die Herstellung von Kinderspielzeug verwendet.
Die Gruppe der Itelmenen lebt fast ausschließlich
von Jagd und Fischfang. 2010 war ein entscheidendes Jahr
für die Fischergemeinschaft: Die lokalen Behörden
haben einen Plan zur Neuverteilung der Fanggebiete unter
den eingeborenen Bevölkerungsgruppen für die
nächsten 20 Jahre beschlossen. Das bedeutete, dass
über die Hälfte der lokalen Gemeinschaften,
die keine Ausschreibung gewannen, ohne Fanggebiete und
damit ohne die Möglichkeit dastehen, sich selbständig
wirtschaftlich zu erhalten.
Die Fischergemeinschaft Tarja hat - dank der traditionellen
Fangpraxis und dem Ort, wo sie diesen ausübt, dem
See Bolshoje Sarannoje – die Genehmigung erhalten,
ihr Handwerk, das die autochthone Gemeinschaft seit jeher
praktiziert und das untrennbarer Teil ihrer Kultur ist,
weiter auszuüben.
Mit der Möglichkeit, im traditionellen See der Eingeborenen
zu fischen, sind viele andere Tätigkeiten verbunden,
die die itelmenische Tradition am Leben erhalten. Um die
neuen Generationen in diesen Prozess einzubeziehen, organisiert
das Convivium Kamtschatka in Zusammenarbeit mit dem Pazifik-Zentrum
für den Schutz von Umwelt und natürlichen Ressourcen
im Sommer 2010 ein Sommercamp “Hüter des Wildlachses”,
der sowohl den Nachwuchs der Gemeinschaften als auch die
Gäste der ganzen Halbinsel einbezieht.
Weitere Informationen:
Oleg Posvolskiy
Convivienleiter Slow Food Kamtschatka
tarya1@yandex.ru
Slow Fish Challenge
Eure aktive Teilnahme
an der Slow Fish Challenge ist willkommen! Wir bereiten
ein gemeinsames Kochbuch vor, und warten auf Eure leckeren
Fischgerichte, die mit lokalen und nachhaltigen Fischsorten
zubereitet werden.
Für weitere Informationen zur Slow Fish Challenge
bitte hier
klicken.
Slow Fish: www.slowfood.com/slowfish
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Von der Erde auf den Tisch |
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Bewusster
Sinn, voller Bauch
Slow Food Quetzaltenango
(Guatemala) feiert mit Geschmack und Verantwortung |
Guatemala - Lokale Lebensmittel, Kultur,
Erde, Arbeit und gute Regierungspolitik: Dies sind die
Ingredienzien für die zweite Messe "Cuore Cosciente,
Pancia Piena” (etwa: Bewusster Sinn, voller Bauch),
die in Quetzaltenango (Guatemala) vom lokalen Convivium
und Movimiento Emergente Anfang des Monats organisiert
wurde. In einer guten Mischung gehörten dazu Geschmackserlebnisse
mit lokalen Köchen, Seminare, ein Markt, kulturelle
Initiativen und Möglichkeiten zum geselligen Essen.
“Innerhalb der tausendjährigen Kulturen in
Guatemala”, erklärten die Organisatoren, “haben
der Akt des Essens und die Gastronomie eine immer größere
Bedeutung angenommen. Aus diesem Grunde muss sich die
neue Revolution auf die Bildung von bewussten Gemeinschaften
stützen, die hochwertige Lebensmittel unter Achtung
der Mutter Erde und der Arbeiter herstellen”. Bei
der Messe wurden auch die Ergebnisse des Erziehungsprojekts
"Cultivando Vida" vorgestellt, das vom Convivium
Quetzaltenango mit Unterstützung des internationalen
Vereins Slow Food ein Jahr lang in den Schulen der Region
umgesetzt wurde.
Klicken
Sie hier für weitere Informationen
Ramínez De León Pablo
teco125000@hotmail.com
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Junge
Weine, alte Traditionen
Ein Fest für den
neuen Jahrgang von Slow Food Tiflis (Georgien) |
Georgien – Winzer, Besitzer von
kleinen Kellereien, Journalisten, Vertreter der lokalen
Behörden, Fachleute und Kenner haben sich in den
ersten Maitagen zum “Festival des jungen Weins”
versammelt. Gemeinsam war ihnen die Passion für den
georgischen Wein. Die Besucher wurden im Volkskundemuseum
in Tiflis zu einer umfangreichen Verkostung des Jahrgangs
2009 empfangen. Dazu gab es Essen, Gesang und traditionelle
Musik.
Zu den Teilnehmern gehörten auch die Winzer des georgischen
Amphoren-Weins aus den Regionen Kakheti und Imereti. Die
Vertreter dieses Slow Food Presidio brachten Wein zur
Verkostung mit, der auch in Turin im Oktober beim Internationalen
Salone del Gusto präsentiert wird. Für Malkhaz
Kharbedia, Präsident des “Wine Club”,
der die Veranstaltung organisiert hat, war “der
Zweck des Festivals, die Menschen zu versammeln, die georgischen
Wein lieben, ihn schützen und verbessern wollen”.
Weitere Informationen:
Maka Samatelli
Convivienleiterin Slow Food Tiflis
mszgc@access.sanet.ge
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Von
Bohne zu Bohne
Kakao eint
Ecuador und Mexiko
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Ecuador - Drei Vertreter des Presidio
Kakao aus der Chontalpa (Mexiko) haben das ecuadorianische
Presidio Kakao Nacional besucht. Eine Woche lang hatten
die mexikanischen Erzeuger die Möglichkeit, die Plantagen,
die Einrichtungen für die Fermentierung und Trocknung
des Produkts und die handwerkliche Fabrik für die
Schokoladenproduktion zu besichtigen, den Vorstand der
Genossenschaft kennen zu lernen und im Detail die Organisation
in Bezug auf die Lieferung des Kakaos an die Genossenschaft
und die Investitionen zu studieren.
Das Presidio aus Ecuador ist ein sehr interessantes Beispiel,
weil es eins der wenigen Projekte einer eingeborenen Gemeinschaft
ist, die Kakao anbaut und Schokolade herstellt und so
die ganze Produktionskette ohne Zwischenhändler selbst
lenkt. Die Schokolade der Kooperative Kallari ist längst
berühmt und wird sogar in den USA verkauft.
Für das mexikanische Presidio war es eine sehr gute
Gelegenheit, das ecuadorianische Pendant genau kennen
zu lernen und wichtige Anregungen für ihr eigenes
Projekt in Tabasco mitzunehmen.
"Wir sind glücklich über unsere Chance,
die Erfahrung von Kallari kennen lernen zu dürfen.
Es ist bewundernswert, ein wahres Beispiel für produktive,
gut organisierte und nachhaltige Arbeit”, erzählt
Alma Rosa Medina Garcés, Leiterin von ATCO (Asesoría
Técnica en Cultivos Orgánicos), dem lokalen
Verein, der seit 2000 die Erzeuger unterstützt. "Dieser
Besuch wird uns für unsere Arbeit mit dem Presidio
Kakao von der Chontalpa in Mexiko helfen."
Weitere Informationen:
Alma Rosa Garcés Medina
Presidio Kakao aus der Chontalpa
atcovillahermosa@yahoo.com.mx
Elias Alvarado
Presidio Kakao Nacional
eliasala@latinmail.com
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Stimmen
von Terra Madre
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Eine
Resistance, die 30 Jahre dauerte
Frankreich
- Im April fand das jährliche Fest der französischen
Presidi statt. Im Rahmen eines Wochenendes zum
Thema biologische Vielfalt bot der Tag der Presidi
die Chance für Begegnungen, Erfahrungs- und
Ideenaustausch für die Erzeuger und alle,
die sich für die Verbreitung einer guten,
sauberen und fairen Ernährung einsetzen.
Marie-Lise Broueilh, Erzeugerin
aus dem französischen Presidio Barèges-Gavarnie-Schaf,
erzählt von ihrer Erfahrung... |
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"Das Barèges-Gavarnie-Schaf
hat sich gezwungenermaßen den harten
geoklimatischen Eigenschaften in unseren
Tälern angepasst. Die Zucht fortzusetzen,
bedeutete einen dreißig Jahre andauernden
Kampf. In den 70er Jahren sahen mehrere
Züchter die Notwendigkeit, diese
autochthone Rasse zu schützen. Das
Schaf erfordert eine lange Wachstumszeit,
fast zwei Jahre, in der Höhenlage,
daher war seine Existenz durch produktivere
Rassen bedroht. Um diese Situation zu
ändern, beschlossen rund zehn Züchter,
das Barèges-Gavarnie-Schaf zu erhalten,
indem sie ausschließlich diese lokale
Rasse züchteten." |
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Hier
klicken, wenn Sie die vollständige
Geschichte von Marie-Lise auf der Website
von Terra Madre lesen wollen.
Marie-Lise Broueilh
Referentin des Presidio Barèges-Gavarnie-Schaf
(Frankreich)
moutonbg@free.fr
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Eat
the world
Ein portugiesisches
Paar reist um die Welt, um die lokalen gastronomischen
Traditionen zu entdecken |
Ein portugiesisches Paar, er Koch, sie Schriftstellerin,
beide Freunde von Slow Food, ist zu einer Weltreise
aufgebrochen, um die verschiedenen Kulturen über
die Tafelgenüsse zu entdecken und diese Erfahrung
mit ihrem Heimatland zu teilen.
Mit ihrem Projekt Eat the World werden Maria und Francisco
Martins da Silva 23 Länder in 365 Tagen besuchen,
in Familien leben und Rezepte und Techniken von den
Menschen vor Ort, von Hausfrauen bis zu renommierten
Köchen, lernen. Diese Begegnungen werden auf
ihrer Website dokumentiert und die Berichte regelmäßig
in einer portugiesischen Tageszeitung und einer Gastronomiezeitschrift
veröffentlicht. “Unser Ziel ist, der portugiesischen
Gesellschaft zu vermitteln, was in anderen Ländern
der Welt passiert: Was die Menschen essen, ihre Traditionen,
woher unser Essen kommt und so weiter”, schreibt
das Autorenpaar. “Wir sind überzeugt, dass
die kulinarische Kunst eine Erweiterung von unserem
kulturellen, historischen und religiösen Erbe
ist... Wir wollen die lokale Gastronomie enthüllen,
die Welt über die Küche kennen lernen und
auf dem Papier festhalten, so dass wir auch anderen
davon erzählen können.”
Seit das Paar im Februar in Portugal aufgebrochen
ist, hat es Mosambik, Sansibar, Großbritannien,
die Türkei, Syrien, Jordanien, Libanon, Israel
und Dubai besucht. Zur Zeit ist es auf dem Weg nach
Asien, dann folgen Nord- und Südamerika. Die
Erzählungen, Fotos und Videos der Rezepte werden
auf ihrer Website Eat
the World veröffentlicht.
Klicken
Sie hier für die vollständige
Geschichte auf Englisch auf der Website von Slow Food.
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Nahrung
für den Geiste
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Kreative
Gärtner
Stadtbewohner
in Großbritannien finden kreative Lösungen,
um ihr eigenes Gemüse anzubauen |
Großbritannien - Der Wunsch
zu sparen, ein steigendes Interesse für die Herkunft
der Lebensmittel und das zunehmende Misstrauen gegenüber
der Lebensmittelindustrie bringen Künstler und
Bürger dazu, nach alternativen Räumen und
Methoden zu suchen, um urbanen Gemüsebau zu betreiben
und zu beweisen, dass knappe Anbauflächen nicht
notwendigerweise zum Verzicht auf selbstgezogenes Gemüse
führen müssen. In den bevölkerungsreichsten
englischen Städten beginnen viele Menschen, sich
mit dem Gemüsebau auf der Terrasse zu beschäftigen
und ihre Erfahrungen in Blogs zu teilen. “Man
braucht kein Grundstück oder einen Garten, um selbständig
eigene Lebensmittel herzustellen. Wir haben [in UK]
das Äquivalent von 344 Fußballfeldern als
Anbaufläche auf unseren Fenstersimsen”, sagt
Fiona Reynolds vom National Trust, die Anfang des Jahres
diese Kampagne für den Eigenanbau gestartet hat.
In der Zwischenzeit hat in Frankreich eine Gruppe von
Designern für die Stadtmöblierung eine Linie
von tragbaren Mini-Gemüsebeeten auf den Markt gebracht.
Es handelt sich um Taschen aus porösem Material.
Die Idee wurde von eeBacsac als Lösung für
die Einschränkungen durch die traditionelle Blumenpflege
auf der Terrasse konzipiert. Die Taschen können
einfach versetzt werden, so dass sie unendliche Möglichkeiten
zur Platzausnutzung für den Gemüseanbau in
der Stadt bieten.
Klicken
Sie hier für den vollständigen
Artikel auf Englisch
Growing Up
USA
- Auch das Slow Food Convivium San Francisco hat sich
diesen Trend zu eigen gemacht und die Einrichtung des
ersten 'vertikalen' Schulgartens der Stadt unterstützt.
Das vertikale, 'boden-lose' Gemüsebeet der Grundschule
Sanchez ist auf einem hängenden Metallgitter montiert
und verringert damit den Platz zum Spielen für
die Kinder nicht. Der Garten ist nach nachhaltigen Kriterien
konzipiert, nutzt die hydroponische Technologie und
wird mit erneuerbarer Energie gespeist. Das Convivium
hofft, dass das Beispiel der Schule Sanchez ein Modell
für anderen Schulen wird und ihnen so Wege öffnet,
um ungenutzte vertikale Räume als grüne didaktische
Bereiche zu verwenden, vor allem in Universitätsvierteln,
wo Platz ein Problem ist.
Klicken
Sie hier für weitere Informationen
auf dem Blog von Slow Food USA.
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Der
Geschmack der Hungers
Mit einer 'Hunger-Diät'
steigert eine Schriftstellerin das Bewusstsein
für die Ernährungsprobleme in der Welt |
USA - Um das Problem des Hungers in
der Welt zu untersuchen und die Aufmerksamkeit darauf
zu richten, hat die Schriftstellerin Natasha Burge in
diesem Monat ein Projekt umgesetzt, das darin bestand,
sieben Tage lang die Ernährung von Völkern
einzuhalten, die am meisten Hunger in der Welt leiden.
Mit der World Hunger Exploration hat Burge sich von
den Grundnahrungsmitteln aus den Regionen ernährt,
die am stärksten vom Mangel betroffen sind, und
die Ernährung von den einer Milliarde und 200 Millionen
Männern, Frauen und Kindern befolgt, die chronisch
unterernährt sind.
Im Laufe dieser Woche des Ernährungsentzugs hat
die Schriftstellerin die Ursachen und mögliche
Lösungen für das verheerende Phänomen
des chronischen Hungers untersucht. An jedem Tag ihrer
Diät konzentrierte sie sich auf einen anderen Aspekt.
In der folgenden Woche reflektierte sie über ihre
Erfahrung. “Die Wut und die Erschütterung,
in die mich diese Untersuchung gestürzt hat, sind
auch von Hoffnung und Freude begleitet, denn es gibt
Tausende von Menschen auf der Welt, die ihr Leben dem
Kampf gegen diese Tragödie widmen... Ich glaube
aufrichtig, wenn jeder Mensch in der Welt sich mindestens
eine Woche in seinem Leben so fühlen könnte,
würde die chronische Unterernährung endgültig
besiegt... Wenn man einmal diesen Druck im leeren Magen,
die Schwäche, die deine Beine zum Zittern bringt,
gefühlt hat, würde kein Mensch mehr zulassen,
dass andere solche Leiden erfahren.”
Klicken
Sie hier für den vollständigen Artikel
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Bücher
und Filme
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Schweine-Business |
Der Dokumentarfilm Pig Business der Regisseurin Tracy
Worcester, eine Anklage über den wahren Preis von
billigem Schweinefleisch, enthüllt die erschütternden
Methoden der Zuchtindustrie, um jedes Jahr über
eine Millionen Tonnen Schweinefleisch für den Markt
Großbritanniens zu produzieren. Die Leiden der
Tiere, die Schäden für die menschliche Gesundheit
und die Umwelt und die Bedrohung für das Überleben
der Kleinzüchter sind einige der Themen, die in
diesem Dokumentarfilm behandelt werden. In diesem Monat
wird er von Slow Food North Yorkshire aufgeführt.
Die DVD wird an alle, die eine Aufführung organisieren,
kostenlos abgegeben.
Klicken
Sie hier für den vollständigen
Artikel auf Englisch:
Besuchen Sie die Website von Pig Business für weitere
Informationen über den Film und die Kampagne, um
den ganzen Film online zu sehen oder eine Aufführung
zu organisieren.
www.pigbusiness.co.uk.
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Süßer
Honig, saure Zitronen: mit der Vespa durch Sizilien
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Der italophile Journalist Matthew Fort, der in jüngster
Zeit durch seine offene Kritik an der italienischen
Regierung wegen der Unterstützung für McDonalds
Hamburger McItaly bekannt wurde, hat in seinem Buch
Sweet Honey, Bitter Lemons das Sizilien beschrieben,
das er bei einer Rundreise auf der Vespa über das
Essen kennen gelernt hat. Bei seiner Erkundung der größten
Mittelmeerinsel hält Fort an, wo immer er kann,
um lokale Produkte zu entdecken und zu genießen:
Antipasti in baufälligen Dörfern, Zitroneneis
an einer atemberaubenden Küste oder Sardellenfang
unter dem Sternenhimmel. Gefesselt von der Intensität
des Lebens, von den außerordentlichen Landschaften
und Traditionen entdeckt der Autor, wie sehr die lebendige
gastronomische Kultur der Insel an ihre häufig
turbulente Vergangenheit geknüpft ist.
Sweet
Honey, Bitter Lemons: Travels in Sicily on a Vespa,
2008, Ebury Press.
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Ein
Jahr mit Zero Impact
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Das Buch erzählt auf unterhaltsame Weise die Abenteuer
eines Mannes mit Frau, Tochter und Hund, der im Zentrum
Manhattans versucht, den Planeten zu retten, indem er
seine Gewohnheiten radikal ändert. Man kann viele
praktische Tipps finden, um den persönlichen Umwelteinfluss
zu reduzieren, und der Teil über die Lebensmittel
ist erhellend: Wenn man nachhaltig isst, steigert man
den Genuss am Essen und am Zusammenleben mit seinen
Angehörigen.
No
Impact Man: The Adventures of a Guilty Liberal Who Attempts
to Save the Planet, and the Discoveries He Makes About
Himself and Our Way of Life in the Process,
2009, Farrar, Straus and Giroux.
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Wie
man aus der Not eine Tugend macht
Die Tradition der “Virtù
teramane” (Tugenden aus Teramo) findet noch
heute jedes Jahr Anfang Mai in den Abruzzen (Italien)
statt und gehört zu jenen Volksritualen der
Vergangenheit, die uns anregen, auch über
die Gegenwart und die Zukunft nachzudenken. Die
Bauerngesellschaft, die es erfunden hat, existiert
nicht mehr, aber dennoch bleibt die Aussage in
diesen Zeiten der Verschwendung und Zerstreuung
perfekt gültig und aktuell. Wenn man früher
sagen konnte, man musste “aus der Not eine
Tugend machen”, so sind heute die “Tugenden”
dagegen zur Notwendigkeit geworden.
Es handelt sich um ein Gericht, und im Mittelpunkt
stehen wie immer in diesen Fällen die Frauen.
Ihre “Tugenden” zeigen sich darin,
diesen sehr komplexen Eintopf gut zuzubereiten,
wobei das Savoir-faire entscheidend ist. Die Grundlage
waren die Reste, die nach dem Winter noch in der
Vorratskammer waren: getrocknete Hülsenfrüchte,
Pasta verschiedener Art, Reste vom Schwein, die
eine Hausfrau gut verwerten verwerten können
musste. Das Gericht vereint dann diese Reste mit
dem neuen Frühlingsgemüse wie frischen
Hülsenfrüchten und jungem Gemüse
aus dem Garten. Dazu kommen frische Pasta und
anderes Fleisch wie Schinkenstücke oder gebratene
Fleischbällchen. Es gibt kein bestimmtes
Rezept, sondern die Fähigkeit besteht darin,
aus einer unendlichen Liste von Zutaten etwas
anderes als eine einfache Suppe zu machen: eine
ausgewogene Köstlichkeit.
Dieses Gericht ist beispielhaft, denn es lehrt
uns den Wert des Sparens und der Wiederverwertung.
Es ist eine Hymne gegen die Verschwendung, aber
auch ein Symbol für das Gemeinsame und die
Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Die
Familien müssen den Eintopf nämlich
Nachbarn und Verwandten anbieten. Wenn man dabei
jemanden vergaß, führte dies auch zu
Streit, konnte Risse oder gar Brüche in Beziehungen
verursachen.
Wenn man mir sagt, dass gutes Essen teuer ist,
antworte ich mit dem Hinweis auf dieses Gericht
"Virtù teramane", weil es vor
allem auch besonders köstlich ist. Und wenn
es früher tatsächlich zum Nullpreis
zubereitet wurde, wird es uns heute auch nicht
arm machen. Aber es geht nicht darum, das Rezept
überall genau gleich anzubieten, sondern
den Sinn dieser Tradition zu erfassen: Man muss
wieder zum "Reste-Essen" zurückkehren,
sparsam sein mit den Lebensmitteln, die sich in
unserem Kühlschrank befinden, nachdem wir
den Bauern dafür einen fairen Preis bezahlt
haben. Die abruzzesischen Tugenden lehren uns,
dass Lebensmittel kostbar sind, und dass wir auch
aus Resten wunderbare Dinge zaubern können.
Sie erinnern uns auch an die soziale Bedeutung
der Lebensmittel, an eine Gegenseitigkeit, die
in Zeiten der erschreckenden, häufig dramatischen
Krise zu einem revolutionären wirtschaftlichen
Element wird. Versuchen wir, bei uns im Kleinen
die Tugenden in unserem Haushalt zu realisieren,
und beginnen wir gleich im Juni: Lasst uns den
Juni zum Monat des Kampfes gegen die Verschwendung
von Lebensmitteln machen. Für uns, für
den Planeten und für alle, die es wirklich
verdammt nötig haben. Möge die Tradition
sich erneuern und ihre Modernität zeigen!
Ich möchte den großen kreativen Köchen
vorschlagen, sich ein bisschen für die Resteküche
stark zu machen und für uns neue Rezepte
zu erfinden, mit denen man die Zutaten, die wir
zu Hause haben, nutzen und wiederverwerten kann.
Aber ich möchte vor allem, dass die Terra
Madre Bündnisse uns ihre traditionellen Reste-Rezepte
mitteilen und uns davon erzählen, damit wir
sie sammeln und dem Netzwerk zur Verfügung
stellen: Das könnte der Beginn für die
Zukunft der Gastronomie sein - ausgehend von der
Vergangenheit. Und so kommt man vom "aus
der Not eine Tugend machen" zu der Überzeugung,
dass die Tugenden heute unsere Notwendigkeit sind.
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Carlo Petrini
Internationaler Präsident von Slow Food
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Slow Food setz sich
für kleine Produzenten auf der ganzen Welt
ein, um
ihr Lebensmittelsystem wieder aufzubauen, sich besser
ernähren zu
können, die Umwelt zu schützen und die
kulturelle Vielfalt zu
bewahren. Unterstützen Sie uns dabei!
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| Werden
auch Sie Teil einer |
großen internationalen Gemeinschaft, die
nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang
und nachhaltige Viehzucht verteidigt.
servicecentre
@slowfood.com
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KALENDER
Terra Madre Balkanländer
Sofia, Bulgarien
Juli 2010
Terra Madre Argentinien
Buenos Aires, Argentinien
08. - 11. Juli 2010
Salone del Gusto
Turin, Italien
21. – 25. Oktober 2010
Terra Madre
Turin, Italien
21. – 25. Oktober 2010
Terra
Madre Day
International
10. Dezember 2010 |
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Slow
Food and
Terra Madre
in Zahlen
MITGLIEDER: 100.000
CONVIVIEN: 1.300
LÄNDER: 150
PRESIDI: 314
PASSAGIERE DER ARCHE DES GESCHMACKS:
903
MÄRKTE DER ERDE: 10
SCHULGÄRTEN: 300 |
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