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Dies ist der Newsletter von allen, die zum Netzwerk Terra Madre gehören und gemeinsam nachhaltige Landwirtschaft, Fischfang und Viehzucht verteidigen
 
 
Projekte


Terra Madre Nederland

Am vergangenen Wochenende (17.-18. Mai 2008) wurde die erste Terra Madre Nederland eröffnet, welche im alten Kloster in Middelburg in der Provinz Zeeland stattfand. Holländische Bauern, Fischer, Obst- und Gemüsebauern, Metzger, Bäcker, Imker, Winzer und Bierbrauer versammelten sich zu dem Markt, der unter den Kastanien auf dem prächtigen Hauptplatz aufgebaut war. In einem riesigen Zelt war dagegen das Restaurant eingerichtet, in dem eine Gruppe von Köchen mit den Zutaten vom Terra Madre Markt kochte.
Im Kreuzgang, einem der ältesten Teile des Klosters, fanden 21 Workshops und zwei Seminare zu wichtigen Themen für unsere heutige Welt statt: die Zukunft der Geschmackserziehung in den Niederlanden und die Frage der Hygienegesetze und -vorschriften, vor allem in Bezug auf die Kleinproduktionen.
Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium und der Provinzregierung von Zeeland umgesetzt wurde, war ein großer Erfolg und hat die Aufmerksamkeit vieler Zeitungen erregt.

Auch am regnerischen und kalten Samstag haben viele Menschen den Markt besucht, Produkte gekauft und mit den Erzeugern gesprochen, die jeden Moment für die Auseinandersetzung und den Ideenaustausch nutzten. Wir sind überzeugt, dass dies ein großer Impuls für das Netzwerk Terra Madre Nederland war. Nachdem die Erzeuger sehen konnten, wie sehr ihre Arbeit valorisiert wird, haben sie sich gleich für die nächste Terra Madre Nederland angemeldet, die im Herbst 2009 stattfinden soll. In der Zwischenzeit hoffen wir, uns alle in Turin bei Terra Madre 2008 wieder zu treffen!

Jan Wolf
Präsident von Slow Food Niederlande
janwolf.ncc.slowfood@gmail.com


Gesunden Menschenverstand anbauen

Eingedenk der Erfahrungen seiner Eltern hat Frank Verhoeven die Firma Boeren Verstand (Bauernwissen) gegründet, die Beratung zur nachhaltigen Landwirtschaft bietet und bei Entscheidungsprozessen zwischen Regierung, wissenschaftlicher Gemeinschaft und Bauern eine Vermittlerrolle einnimmt. Der Name wurde von dem sprichwörtlichen gesunden Menschenverstand der Bauern angeregt. Dieser Sinn und die Bauern selbst sind der Ausgangspunkt für Franks Arbeit, die über die Erforschung, Förderung und Verbreitung ihrer Kenntnisse “von unten” wirken will.
«Wir sind auf die Suche nach innovativen Landwirtschaftspraktiken gegangen, die in Holland bestehen, und versuchen, sie über Publikationen und andere Mittel bekannt zu machen. Ein Beispiel ist das Buch „Samen Waken“ (zusammen arbeiten), das die Ergebnisse einiger bäuerlicher Forschungsgruppen sammelt: thematische Gruppen, die das lokale Wissen untersuchen, austauschen und versuchen zu bereichern».
Um die regionale Produktion der Kleinbauern zu fördern, hat Frank auch die Boeren Box eingerichtet. Das ist ein Paket mit verschiedenen Produkten, abgestimmt auf die Region, in der sie verkauft wird. Bis heute wurden sieben verschiedene Produktpakete für sieben holländische Regionen zusammengestellt, in Kürze sollen weitere hinzukommen. Jeder Karton enthält auch eine Liste der lokalen Landwirtschaftsbetriebe sowie Faltblätter der Lieferanten, um das Netz der Erzeuger vor Ort bekannt zu machen und die Käufer in den Supermärkten (wo die Boeren Box erhältlich ist) zu ermutigen, zu Ko-Produzenten zu werden.
Frank hat die Chance genutzt, seine Erfahrungen und Kenntnisse mit anderen Bauern bei Terra Madre Nederland auszutauschen.

Für weitere Informationen:
Frank Verhoeven
frank@boerenverstand.org





Im Brennpunkt...

Wasser: unersetzliche Ressource

Alle Formen des Lebens hängen vom Wasser ab, ein Element, das 2/3 des Planeten bedeckt. Süßwasser stellt aber nur 2,5% des Gesamtvolumens auf der Erde dar, und nur 1% befindet sich in Seen, Flüssen oder geologischen Kesseln. Obwohl es sich um eine erneuerbare Ressource handelt, ist die Zugänglichkeit ein ernstes Problem. Die geografische Verteilung der Wasserressourcen ist sehr unregelmäßig und die weltweite Beschaffung könnte in Zukunft vor dem Problem stehen, dass die ständig steigende Nachfrage nicht mehr zu befriedigen ist. Aus diesem Grunde wird Wasser zu einer strategischen Ressource mit einem direkten Einfluss auf Gesundheit und biologische Vielfalt.
Man spricht heute von einer “Wasserkrise”. Diese Krise ist nicht so sehr mit dem Mangel, sondern eher mit einer falschen Verwaltung der Ressource verbunden.
Die Landwirtschaft absorbiert ca. 70% der Wasserressourcen für die Bewässerung, die zu 15-35% nicht nachhaltig ist. In einigen Gebieten der Welt ist die Bodenbewässerung für jeglichen Anbau notwendig, um die Bevölkerung zu ernähren, während sie in anderen für Bodenbewirtschaftung eingesetzt wird, die höheren Profit bringen soll.
In jedem Bereich (Landwirtschaft, Industrie, häuslicher Verbrauch) ist es möglich, die Verschwendung zu verringern.


Und du, wie viel Wasser
verbrauchst du?

An einen Online-Rechner für den Wasserverbrauch hatte noch niemand gedacht. Die Universität Twente in den Niederlanden hat die Webseite www.waterfootprint.org eingerichtet, die berechnet, welchen Einfluss Menschen und Länder auf die Wasserreserven des Planeten haben. Es handelt sich um „virtuelles“ Wasser, also all das, was wir verbrauchen, ohne uns dessen bewusst zu sein. So entdeckt man, dass in einer Tasse Kaffee 140 Liter Wasser stecken: So viel war für die Kaffeebohnen nötig, um zu wachsen und bearbeitet zu werden. Ein Kilo Rindfleisch enthält 16.000 Liter Wasser: Die Kühe trinken, aber vor allem fressen sie Getreide und Futter, das wiederum bewässert, geerntet und verarbeitet wurde. Ein Kilo Mais erfordert 900 Liter Wasser.
Ein Apfel 70 Liter; ein Glas Bier 75 Liter; eine Scheibe Brot 40 Liter. Ein Kilo Käse verbraucht 5000 Liter Wasser; ein Kilo Hühnerfleisch 3900 Liter. Und so weiter...
Auf www.waterfootprint.org kann man den durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch pro Land berechnen, aber auch entdecken, wie viel Wasser jeder von uns verbraucht! Dazu sind Rechner vorhanden, die unsere persönlichen Gewohnheiten und andere Faktoren einbeziehen: wo wir leben, wie viel wir verdienen, was wir essen usw.


Expo Zaragoza 2008: Wasser und nachhaltige Entwicklung

Am 14. Juni findet im Rahmen der Expo Zaragoza 2008 das größte Event aller Zeiten zum Thema Wasser und Nachhaltigkeit statt. In den 93 Tagen der internationalen Ausstellung (14. Juni – 14. September 2008) gibt es neun Themenwochen mit Beiträgen von Vertretern aus der Wissenschaft, Fachleuten, Politikern, Gesetzgebern, Künstlern und Schriftstellern, die sich bemühen, konkrete Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden. La tribuna del Agua ist als Zentrum für Information, Debatte und gegenseitigen Erfahrungsaustausch konzipiert und dreht sich um vier Themen: „Wasser - die einzigartige Ressource“, „Wasser für das Leben“, „Die Wasser-Landschaft“, „Wasser als Element für die Beziehungen unter den Völkern“. Das Event kann bereits jetzt beachtliche Zahlen vorweisen: 102 Länder, 32.000 Teilnehmer und 2000 Fachleute aus den fünf Kontinenten werden daran teilnehmen.

Bei dieser wichtigen Veranstaltung darf Slow Food nicht fehlen. Dank des Engagements vom Slow Food Convivium Saragossa wird am 4. Juli vormittags das Projekt Terra Madre mit seinen Leitlinien für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion vorgestellt, die nicht von einem unerlässlichen Element wie Wasser absehen kann. Zu dieser Veranstaltung, die mit einem biologischen Mittagessen gekrönt wird, werden u.a. auch 250 spanische Bürgermeister eingeladen.


Für weitere Informationen:
Jorge Hernandez
Leiter des Slow Food Convivium Zaragoza
zaragozaslowfood@telefonica.net




Slow Food
in wenigen worten


Salone del Gusto und Terra Madre:
ein neues Messe-Modell


Slow Food hat eine Entwicklung eingeleitet, die zur Anwendung der Gesamtvision auf die eigenen Veranstaltungen, die eigenen Büros , die Organisation und die Förderkreise führen soll, damit die Prinzipien, die dem Slow Food-Manifest ”Gut, sauber und fair” zugrunde liegen, vollständig umgesetzt werden.
Der Internationale Salone des Gusto 2008 und Terra Madre gliedern sich in diesen mehrjährigen Evolutionsprozess ein, der die Inhalte und die “Hülle” in Einklang bringen soll. Wir hoffen, damit ein Modell für ein Messeevent mit geringem Umwelteinfluss zu fördern, bei dem die Nutzung von nicht erneuerbaren Ressourcen reduziert und der „Abfall“ vorteilhaft wiederverwendet werden kann.
Ziel des Projekts ist die progressive Verringerung der Umwelteinwirkungen von Salone del Gusto und Terra Madre (und aller anderen Veranstaltungen, die Slow Food organisiert) durch die Förderung von neuen nachhaltigen Szenarien für den Verbrauch und die Verwaltung des Outputs (Abfälle) auf territorialer Ebene. Dies bezieht sich auf die Ausstattung, die Erzeugung von Abfällen, die Verpackungen, sämtliche Materialien für die Nutzung der Lebensmittel, die Logistik für den Warentransport und CO2-Emission, die Mobilität sowie die Energie- und Wasserressourcen.




Stimmen von Terra Madre


 
“Jedes Mal, wenn ein alter Afrikaner stirbt, verschwindet mit ihm eine ganze Bibliothek”. Dieser Spruch scheint noch treffender zu sein, wenn man an die kulinarische Kultur Afrikas denkt. Die mündliche Tradition und das Wissen gehen für immer verloren, wenn ein Bauer oder ein Koch stirbt, und mit ihm verlieren wir auch den Schatz des Wissens über Produkte und Rezepte, die er ausprobiert hat. Wir müssen die Kommunikation zwischen den Lebensmittelbündnissen ausweiten, wenn wir wirklich auf den Verlust dieses Bestands reagieren wollen"
 
     
  Sayed Azam-Ali
Direktor der Forschungseinheit über Tropenpflanzen an der Universität Nottingham, Großbritannien
Sayed.Azam-ali@nottingham.ac.uk
 




Ernährungs-
traditionen


Brennnesseln im Hühnerhof,
Eier im Korb

Pflanzen und Kräuter zu sammeln, ist eine Praxis, die im Gebirge seit jeher sehr verbreitet ist: zum Kochen, als Gewürze und Tee oder als homöopathische Heilmittel.
Die Wirkungen und Vorteile, die diese Pflanzen für die Gesundheit des Menschen haben, waren lange eine wertvolle Ressource, die den Bergbewohnern bekannt war und mündlich von Generation zu Generation in Volksweisheiten und Sprichworten weitergegeben wurde.
So ist es in der Region Hautes-Alpes in der Provence in Frankreich nicht unüblich, gegen Schlaflosigkeit einen Brennnesseltee zu trinken oder Sprüche zu hören wie «Brennnesseln im Hühnerhof, Eier im Korb», denn wenn man die Hühner mit Brennnesselsamen fütterte, sollte dies die Eierproduktion fördern.
Brennnesseln sind eine Zutat für viele traditionelle Rezepte. Zu ihren Vorteilen gehört sicher, dass sie reich an Proteinen sind und eine Anzahl von Vitaminen enthalten, die sieben Mal höher ist als bei Orangen. Sie werden getrocknet und zerrieben als Gewürz für Fleischgerichte verwendet, gekocht für Kräutertees oder einfach in etwas Öl gebraten als ideale Zutat für Omeletts, Suppen und Salate.
Schon die Griechen verwendeten die Brennnessel als Heilpflanze, denn sie hat viele Eigenschaften: Sie wirkt antidiabetisch, astringierend, reinigend, diuretisch, herzstärkend und antianämisch. Alte Menschen benutzen sie noch heute als Mittel gegen Rheuma, weil sie den Blutkreislauf anregt, während sie in der biologischen Landwirtschaft als Abwehrmittel gegen Insekten und als Düngemittel dient.

 
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Beschreiben Sie Ihr Bündnis, erzählen Sie, welche typischen Gerichte Sie bei welchen Gelegenheiten essen. Wir veröffentlichen sie dann in diesem Bereich.
Schreiben Sie an: communication@slowfood.com
 




 
 

Eine Kultur, die es zu ändern gilt


Versuchen Sie manchmal, sich unsere Erde als ein Wesen vorzustellen, das mit uns sprechen könnte? Ich ja, und immer mit verheerenden Erkenntnissen.
Die eine Sache sind die Naturkatastrophen, die uns allen vor Augen sind, als "Antworten" der Erde auf das Verhalten des Menschen zu interpretieren; es sind alarmierende, aber immerhin energiegeladene Reaktionen.
Die andere Sache ist, dass ich mir die Erde nicht anders als erschöpft und geschwächt vorstellen kann, und wie sie mit einer müden, gebrochenen Stimme um Einhalt bittet.
Man spricht viel vom Umweltengagement, „der Tat“. Ich wäre der Vollständigkeit halber dafür zu betonen, dass man etwas „gut tun" sollte, denn das Tun also solches scheint mir noch kein Wert zu sein.
Wenn man dagegen eine Prise Weisheit mit ins Spiel bringen würde, käme man auf die „Wirtschaft des nicht Tuns" als neuen Weg. Denn manchmal liegt hier der Schlüssel zum Reichtum. Raffinerien, Hochgeschwindigkeitszüge und Zementfabriken im Weinberg sind offene Wunden in Regionen, die in Gesundheit und Schönheit Wirtschaft erzeugen. Warum kann man sie nicht so weitermachen lassen? Man muss aufpassen, denn die Kultur der Tat wird, wenn sie keine Filter hat, zu einer Kultur des Neumachens, des Zerstörens, des „Zu-viel-Tuns“, um dann wieder abzubrechen – und das alles im Namen der Freiheit, des Fortschritts, des Wohlstands…

Die „Wirtschaft des nicht Tuns" dagegen hat ihre Wurzeln in der Kultur des Beobachtens. Sie fragt sich zuerst, ob eine Notwendigkeit besteht, hat einen langfristigen Focus und denkt nicht im Sinne des sofortigen Gewinns: Sie folgt dem Rhythmus der Natur und nicht dem der Finanzen. Die „Wirtschaft des nicht Tuns“ investiert langfristig und erbringt einen außerordentlichen Gewinn, denn diese Form der Wirtschaft beschäftigt sich mit Kulturen, Identitäten, Territorien, Ursprüngen, und Geschichten.
Sie kümmert sich um die Landschaft, den Tourismus, das Wissen, die Gesundheit und Schönheit; sie arbeitet mit Weinbergen, Unternehmen, dem Markt, Beziehungen und Gemeinschaften sowie im Zeichen der Kohärenz.
Wenn wir von der Wirtschaft des "nicht Tuns" sprechen, meinen wir einfach die „Wirtschaft der Fürsorge“.Die Fürsorge ist eine ernste und komplexe aber auch heikle Sache. Sie erfordert Sensibilität, Kompetenz und Hingabe. Denn man kann nicht nur für einen Teil sorgen. Und genau das ist es, worum uns die Erde mit ihrer müden Stimme bittet: dass wir für sie Sorge tragen. Hören wir auf sie, und früher oder später werden wir verstehen, dass die Fürsorge, die sie dringend nötig hat, die gleiche ist, die wir selbst auch brauchen.
Wenn wir uns dieser Übung nicht widmen, werden die einzigen Meldungen, die wir hören, weiterhin Katastrophenmeldungen sein.

Und nach jeder neuen Katastrophe machen sich die „Rotkreuzler der Tat“ ans Werk, während die „Hüter des guten Tuns” das Ziel des Wohlbefindens in weitere Ferne rücken sehen.

Carlo Petrini
Aus der Tageszeitung Repubblica, 21. Mai 2008 Eine Kultur, die es zu ändern gilt

 
 

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finden Sie Fotos, Videos und Audioaufzeichnungen
von Terra Madre 2006
 
  Antwort auf Fragen


 

Wie können die Universitäten am besten zum Netzwerk Terra Madre beitragen? Was ist ihre genaue Rolle im Netzwerk?

Lövgren Lars
Dozent für Gastronomie an der Universität Umeå, Schweden
lars.lovgren@chem.umu.se

 

Slow Food ist überzeugt, dass die Universitäten eine sehr wichtige Rolle haben, um jenes Wissen zu erkennen und weiterzugeben, das heutzutage überwiegend mündlich und in der praktischen Anwendung weitergegeben wird. Diese Kenntnisse wurden in gewisser Weise von der “industriellen Kenntnis” verdrängt. Aber heute wissen wir, dass es in unserem Interesse liegt, nachhaltige Gesellschaften aufzubauen. Um das zu schaffen, brauchen wir genau dieses traditionelle Wissen und müssen es in die prestigeträchtige akademische Welt integrieren.
Außerdem haben die Universitäten die Berufung und die Fähigkeit, die Verbraucher zu erziehen und nachhaltige Gastronomie- und Beschaffungssysteme zu fördern. Slow Food hat keine präzise Antwort für die beste Art des Engagements, dafür wissen wir aber, dass viele bereits Programme mit diesem Ziel eingeführt haben, und die Hoffnung ist, diese Fälle bei Terra Madre 2008 noch vertiefen zu können. Dabei wird es auch möglich sein, Leitlinien für andere Hochschulen zu formulieren.




 
  Wussten Sie schon...

Aus den USA kommt bald das Huhn a là Chlorbleiche

In den USA werden die toten Hühner mit antibakteriellen Tauchbädern behandelt (auf der Basis von Natriumhypochlorit, im Allgemeinen Chlorbleiche genannt), um die Bakterien im Fleisch zu beseitigen, während in der EU für das gleiche Verfahren nur Trinkwasser verwendet wird.
In Europa wird mit Chlorbleiche die Wäsche gebleicht. In den USA waschen die Industrien damit das Huhn, bevor sie es auf den Markt bringen. Und nun besteht die Gefahr, dass das mit Chlorbleiche gewaschene Huhn auch auf dem Alten Kontinent auf den Tisch kommt. Nach 11 Jahren der “Kraftprobe” zwischen USA und Europa in Sachen “gewaschenes” Huhn scheint es, als sollte der amerikanische Druck siegen und das Importverbot für das so behandelte Fleisch nach Europa schon bald fallen. Man spricht allerdings von der möglichen Einführung einer spezifischen Etikettenangabe, die darauf hinweist, dass man die “desinfizierten” Hühner mit Wasser spülen sollte. Aber die USA haben bereits verlauten lassen, dass sie eine solche Etikettierung als Hindernis für den freien Handel ihrer Produkte betrachten.


Unerwarteter Besuch bei den rumänischen Bündnissen

In dieser Woche hat der Slow Food Förderkreis der Konfitüren aus den Sachsendörfern in Rumänien einen unerwarteten hohen Besuch erhalten. Prinz Charles von England, der sich seit langem persönlich für die Unterstützung der ländlichen Gemeinschaften in diesem Land einsetzt, hat in Saschiz die Erzeuger der ADEPT Foundation besucht, zu denen auch die Mitglieder aus dem Slow Food Förderkreis der Konfitüren gehören. Der Prinz hat die Produkte der Bündnisse probiert und seine ganze Wertschätzung für den Schutz der traditionellen Lebensmittel zum Ausdruck gebracht. Vor der Abreise kaufte Charles von England eine Auswahl von rumänischen Konfitüren, um sie mit nach London zu nehmen.
 
 

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