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Dies ist der Newsletter von allen, die
zum Netzwerk Terra Madre gehören und gemeinsam nachhaltige
Landwirtschaft, Fischfang und Viehzucht verteidigen
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Projekte
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Naturfasern |
Bei Terra Madre 2008 werden neben dem Netzwerk der Lebensmittelerzeuger
zum ersten Mal auch Hersteller von Naturfasern
vertreten sein. In der heutigen Welt, in der diese immer
mehr in den Hintergrund gedrängt werden, wird es
notwendig, das Bewusstsein des Verbrauchers über
ihre Bedeutung zu schulen. Naturfasern sind Fasern, die
sich direkt in der Natur finden und die der Mensch sammelt
und bearbeitet (im Allgemeinen nach ihrer Herkunft in
tierische, Pflanzen- oder Mineralfasern eingeteilt).
Mit der Teilnahme der bekanntesten Naturfaserhersteller
aus aller Welt an Terra Madre 2008 soll ein erstes “textiles
Network” aufgebaut werden, um diese Produkte zu
schützen und zu fördern, indem die Verbraucher
– oder wie Slow Food sie nennt, die Koproduzenten
– informiert werden.
Mit der Präsenz der Naturfaserhersteller dehnt Slow
Food seine Philosophie auf andere Gebiete aus, in diesem
Fall den Textilbereich, um zu beweisen, dass lokale Gemeinschaften
und die Subsistenzwirtschaften global miteinander verknüpft
sind.
Folgende Naturfasern werden bei Terra Madre 2008 vorgestellt:
Wolle, Ziegenhaar (Kaschmir, Mohair), die Fasern der südamerikanischen
Cameliden, Seide, Baumwolle, Leinen, Hanf und Jute.
Die Produzenten der Naturfasern, die bei Terra Madre 2008
zu Gast sind, nehmen am “Naturfaser-Workshop”
teil, in dem darüber nachgedacht wird, wie man eine
“Slow-Entwicklung” für Textilfasern vorbereiten
kann, und Ähnlichkeiten und Verbindungen zwischen
beiden Welten betrachtet werden.
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Qualitätsbrot aus Zeeland |
Vor zwanzig Jahren gründeten junge holländische
Bauern das Kollektiv Zeeuwse Vlegel, um den Anbau
des traditionellen organischen Weizens und die Produktion
von Qualitätsbrot in der Region Zeeland, die früher
für ihr wertvolles Mehl bekannt war, wieder aufzunehmen.
«Wir sind stark mit unserer Landwirtschaftsgeschichte
verbunden und wollen die Landwirtschaft über die
Tradition „rekonstruieren“, um eine nachhaltige
Zukunft aufzubauen», erzählt Joor De Koeijer,
Koordinator des Zeeuwse Vlegel.
«Heute umfasst unsere Gemeinschaft 17 Weizenbauern,
zwei lokale Mühlen und achtzig Bäckereien, die
das Zeeuwse Vlegel-Brot verkaufen. Der Weizen wird mit
organischen Methoden angebaut. Dank einer positiven Kettenwirkung
haben viele Bauern, die mit uns angefangen haben, inzwischen
ihren ganzen Betrieb auf 100% organisch umgestellt. Es
war schwierig, aber endlich erhalten wir nun begeisterte
Reaktionen. Wir vereinen Verbraucher und Erzeuger und
tragen so dazu bei, eine grünere, wirtschaftlich
nachhaltigere Zukunft für die Landwirtschaft unserer
Region zu entwickeln.
Heute bemüht sich Slow Food Nederland, zu garantieren,
dass Erzeuger mit den Kriterien gut, sauber und fair die
verdiente Beachtung erhalten, zum Beispiel mit Veranstaltungen
wie Terra Madre Nederland, an der wir mit Freude teilgenommen
haben.»
Für Informationen wenden Sie sich bitte an:
Joor De Koeijer
Koordinator Zeeuwse Vlegel
Zeeuwsevlegel@hetnet.nl
Im Brennpunkt...
Youth Food Movement
Die Nachwuchsbewegung YFM, die anlässlich
des V. Internationalen Kongresses von Slow Food in Puebla,
Mexiko, 2007 offiziell vorgestellt wurde, entstand aus
einer Idee von Studenten der Universität der gastronomischen
Wissenschaften, Slow Food USA und einer großen Gruppe
Studenten von verschiedenen amerikanischen Universitäten
als Perspektive und Vision für eine nachhaltige Zukunft.
Youth Food Movementè ist heute ein globales Bündnis
junger Menschen, die sich für gute, saubere und faire
Lebensmittel für alle einsetzen und Chancen für
die Interaktion und den Informationsaustausch auf globaler
Ebene schaffen wollen.
Von Princeton bis zum Po, vom ersten Studenten-Convivium
in Kenia zur Eröffnung des Real Food Summit an der
Yale University: An allen Ecken der Erde entsteht eine
Bewegung. Studenten und Erzeuger beginnen zu kommunizieren
und zu bemerken, dass es junge Menschen in aller Welt
gibt, die sich für die Aktivitäten von Slow
Food einsetzen und eine eigene, originelle Art finden
wollen, die Philosophie zu verbreiten.
Die Bewegung Youth Food Movement steht noch am Anfang.
Wie Slow Food wird sie auf ihrem Weg offen sein für
verschiedene Interpretations- und Aktionsformen von jungen
Leuten in aller Welt. Zu Terra Madre 2008 versammeln sich
1500 junge Bauern, Köche und Studenten in Turin.
Für weitere Informationen schreiben Sie bitte
an:
yfm@slowfood.it
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Pangea:
Arche des Wissens |
Pangea ist eins der wichtigsten Projekte
der YFM: ein Ausbildungsprogramm für den Nachwuchs
(Bauern, Köche und Studenten), um einen Austausch
und die gemeinsame Nutzung von Wissen zu schaffen, die
als direkte Kontamination durch Reiseerfahrungen entstehen
sollen.
Pangea, die Arche des Wissens, richtet den Blick
auf Menschen und Orte als Schlüsselzentren in einem
dichten Netz von Informations- und Traditionsaustausch:
Menschen und Orte, die den jungen Bauern, Köchen,
Studenten und Aktivisten eine Welt traditioneller Kenntnisse
zu vermitteln vermögen. Nur durch die Öffnung
von Bauernhöfen und Restaurants, Weinbergen und Werkstätten,
Feldern und Kellern für die jungen Generationen kann
man sicherstellen, dass der Schatz an nicht dokumentierter
Weisheit von Bauern, Fischern, Gastwirten und Erzeugern
nicht unwiderruflich verloren geht.
Die ersten Reisen im Projekt Pangea finden in diesem Sommer
statt: eine Gruppe junger Menschen macht sich auf den
Weg, um von den Erzeugern im Netzwerk Terra Madre zu lernen,
die Geheimnisse des süßen Manna-Saftes aus
den sizilianischen Manna-Eschen und des Krebsfangs an
den Ufern Louisianas zu entdecken. Wir erwarten ungeduldig
die Erzählungen und Eindrücke von den Pangea-Teilnehmern,
die bei Terra Madre im Seminar für die Jugendbewegung
von diesen Erfahrungen berichten werden: die perfekte
Gelegenheit für die offizielle Vorstellung der jüngsten
Slow-Initiative.
Wenn Ihr Bündnis sich an diesem Projekt beteiligen
will oder wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten,
schreiben Sie bitte an:
yfm@slowfood.it
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Slow
Food
in wenigen
worten |
Die Klänge von Terra Madre
Die Reihe Klänge von
Terra Madre findet in Turin innerhalb des Programms
Terra Madre statt: Sie stellt die Musiker und Tänzer
der Lebensmittelbündnisse, also ihren authentischen,
nicht vom Music Business kontaminierten musikalischen
Ausdruck vor.
Die Welt von Terra Madre umfasst alles, von den taktilen
Gesten bis zu den oralen Riten. Die Musik und mit ihr
das Straßentheater, die abendlichen Zusammenkünfte,
weltliche und religiöse Feste bezogen immer die “Jahreszeiten”
des Landlebens ein: Gesänge, Drehleiern, Tamburins
waren an die Erde und das Essen gebunden, das jene als
natürliche Fortsetzung oder besser als Teil von allem
hervorbringt. Die Musik hat daran lebendigen Anteil: Sie
heilte, beruhigte, beschwichtigte, vermittelte Wohlbefinden.
Sie diente vor allem dazu, sich zu verbrüdern und
als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen.
Heute unterliegt sie den gleichen Gefahren der Globalisierung,
und so kam es zu der Idee, parallel zum Welttreffen Terra
Madre auch den Kontakt zur Musik und den Klänge aus
der Bauern- und Hirtenwelt herzustellen. Damit soll dem
Netzwerk ein neues Glied hinzugefügt werden, in der
holistischen Ansicht, dass keine Gemeinschaft ohne Geselligkeit
existiert. Zum ersten Mal also als Gäste beim Salone
del Gusto, in Turin und im Piemont: die Klänge von
Terra Madre, eine Bühne für eine Musikwelt aus
“Non-Profis”, die zum ländlichen Leben
gehören wie die Gemeinschaften, deren Ausdruck sie
sind.
Stimmen von Terra
Madre
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“Nach
der Teilnahme an Terra Madre 2006 kehrte
ich voller Emotionen, Hoffnung und völlig
ergriffen von der Magie des Treffens in
meine Heimat Belo Horizonte, Minas Gerais
(Brasilien), zurück.
Die Schönheit der Verschiedenheit,
die Vielfalt der Herzen, Reden, Kleider,
Gedanken, Sitten und Bräuche von jedem
einzelnen… aber alles in Harmonie,
vereint durch das Essen.
Ich danke Carlo Petrini, der uns gelehrt
hat, dass in jedem Gericht unsere ganze
Erde liegt, und Slow Food, dass ich eine
Erfahrung wie Terra Madre erleben durfte.
Mit herzlichen Grüßen." |
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Márcia
C. Nunes
Köche von Terra Madre
donalucinha@donalucinha.com.br
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Ernährungs-
traditionen
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Yams
(Dioscorea species) |
Yams ist der allgemeine
Name für verschiedene Pflanzen aus der Familie der
Dioscoreaceae. Der Begriff bezeichnet auch die Wurzel
selbst, die als Nahrungsmittel verzehrt wird: ein traditionelles
Produkt, das reich an Kohlehydraten und anderen wichtigen
Nährstoffen ist. Ein Gericht auf der Grundlage der
Yams-Wurzel kann einen Menschen einen ganzen Tag lang
ernähren, ohne dass er anderes essen muss. Die Wurzel
wird mit einem scharfen Stock geerntet, mit dem man sie
aus dem Boden zieht. In Kenia stellt Yams ein Hauptprodukt
in der lokaltypischen Ernährung dar: Man isst sie
gekocht als Hauptgericht oder geröstet als Snack.
Diese sehr beliebte Pflanze liefert wegen der geringen
Produktionszahlen und ihrer Knappheit ein sehr teures
Produkt. Man glaubt außerdem, dass die Wurzel dazu
beiträgt, das Gedächtnis alter Menschen zu verbessern:
Sie nehmen sie als Pulver zu sich, nachdem sie mit dem
Mörser zerrieben wird.
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ERZÄHLEN
AUCH SIE UNS VON IHREN TRADITIONEN!
Beschreiben Sie Ihr Bündnis,
erzählen Sie, welche typischen
Gerichte Sie bei welchen Gelegenheiten
essen. Wir veröffentlichen sie
dann in diesem Bereich.
Schreiben Sie an:
communication@slowfood.com
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Während der ehrgeizige
Plan der UNO zum Ziel hat, bis 2015 die Zahl der
Hunger leidenden Menschen in der Welt zu halbieren,
ist ein neues, unvorhergesehenes Problem in Bezug
auf die Preise und die Lebensmittelknappheit aufgetreten.
2007 hat ein unvergleichlicher Rückgang in
der Lebensmittelversorgung die globalen Getreidereserven
reduziert und parallel dazu eine Erhöhung
der Lebensmittelpreise um 40% verursacht.
In Afrika haben die schwere Lebensmittelknappheit
und die Inflation Unruhen und Proteste ohnegleichen
auf diesem Kontinent ausgelöst, der schon
Aufstände und schweres Leid erlebt hat. Schlechte
Entscheidungen und schlechtes Management führten
zur Zerstörung und zum Verfall der Umwelt,
der biologischen Vielfalt und des Agrarlands,
während der koloniale Einfluss den Stolz
und die Traditionen vieler eingeborener Kulturen
stark untergraben hat.
In vielen Teilen Afrikas stellte die Vielfalt
der Lebensmittelproduktion traditionell eine Garantie
gegen die Unvorhersehbarkeit der Umstände
und Naturereignisse dar. Die Bauern ergänzten
den gemischten Anbau durch Viehzucht, und die
Küche basiert auf diesem breiten Angebot
frischer Produkte. Dennoch hat der Druck der Modernität
dazu geführt, dass die Ressourcengrundlage
auf wenige Anbaukulturen reduziert wurde, so dass
auch die Ernährung begrenzt ist. Heute ist
in Kenia Maisknappheit gleichbedeutend mit Lebensmittelknappheit.
Die Nationen versuchen alles Mögliche, um
Lebensmittel aufzutreiben und eine Hungersnot
in dieser Situation abzuwenden. Dennoch eröffnen
Hilfe und internationale Handelspolitik häufig
den Weg für externe Mächte, Einfluss
auf die landwirtschaftliche Zukunft in diesen
Ländern zu nehmen, wie im Fall von gentechnisch
veränderten Kulturen. Die internationale
Hilfe für Länder, die keine Wahlmöglichkeiten
in Bezug auf Art und Menge der Lebensmittelhilfen
haben, erzeugt Verzerrungen auf ihren Märkten,
schädigt die Unterhaltsmöglichkeiten
der Bauern und die lokale Wirtschaft. Die Kleinbauern
müssen sich mit der Kostenerhöhung und
der Konkurrenz der “billigen” Lebensmittel
auseinandersetzen, die von hypersubventionierten
Bauern in den entwickelten Ländern produziert
werden: Da sie mit diesen nicht mithalten können,
bleibt ihnen nichts, als sich dem Anbau von Pflanzen
für die Biokraftstofferzeuger oder andere
Großkonzerne zuzuwenden.
Für viele sind Biokraftstoffe ein neuer Versuch,
in Afrika ein agrarindustrielles Modell zu verbreiten,
das die Entwaldung und den Verlust der biologischen
Vielfalt vorantreibt, den Kleinbauern noch mehr
Anbaufläche und Wasser entzieht und so die
lokale Ernährungssouveränität zerstört.
Biokraftstoffe können Chancen bieten, aber
man sollte die Priorität machbaren landwirtschaftlichen
Programmen einräumen, die sich für lokale
Produktion und lokalen Konsum engagieren. Dagegen
konzentrieren sich alle Diskussionen über
Biokraftstoffe auf die für den Export bestimmten
Produktionen.
Verschiedene Organisationen engagieren sich zusammen
mit Slow Food dafür, nachhaltige Landwirtschaft
und lokale Ernährungstraditionen in Afrika
zu fördern. Slow Food Convivien arbeiten
in engem Kontakt mit den Lebensmittelbündnissen
von Terra Madre, einer Vielzahl von ländlichen
Gemeinschaften und regionalen nachhaltigen Landwirtschaftsorganisationen,
um die Produktionskapazitäten der Bündnisse
zu steigern. Diese Partnerschaften setzen sich
dafür ein, lokale Produkte wieder einzuführen,
Beziehungen zwischen Landwirten und Köchen
aufzubauen und Erziehungsprogramme wie die Schulgärten
einzurichten, wo die Schüler durch aktive
Beteiligung lernen.
Durch solche Zusammenarbeit wollen wir landwirtschaftliche
Systeme verteidigen, die für die Region,
für die Gesundheit und Sicherheit der lokalen
Gemeinschaften geeignet sind, die biologische
Vielfalt bewahren und Wasserressourcen und Bodenfruchtbarkeit
schützen können.
Meine Hoffnung ist, dass diese Projekte und die
Zusammenarbeit weiter verstärkt werden, um
in Afrika ein demokratisches Agrarsystem zu entwickeln
und die Auswirkungen der globalen Lebensmittelkrise
auf das Leben und die Kulturen des Kontinents
zu mildern.
John Kariuki
John Kariuki ist Student
der Universität der gastronomischen Wissenschaften
in Pollenzo (Italien) und internationaler Vizepräsident
von Slow Food
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Werden
auch Sie Teil einer großen internationalen Gemeinschaft,
die nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltigen Fischfang
und nachhaltige Viehzucht verteidigt.
Genießen Sie die Gaumenfreuden, die uns die besten
Lebensmittel der Welt mit all ihrer Vielfalt schenken.
servicecentre
@slowfood.com
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Schicken
Sie uns Ihre Fragen und Kommentare, schreiben Sie
uns Ihre Geschichten und Erfahrungen: Hier werden
wir davon erzählen.
communication
@slowfood.com |
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Antwort auf Fragen
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Liebe
Kollegen Käser,
im Internet habe ich eine Petition veröffentlicht,
um den Verkauf von Rohmilch in Norwegen zu legalisieren.
Sie wird von drei Gewerkschaften unterstützt:
OIKOS, der norwegische Verband für biologischen
Anbau, www.oikos.no; Norsk Bonde og Småbrukarlag,
der norwegische Bauernverband, und Norsk Gardsost,
Verband der handwerklichen Käser Norwegens,
und natürlich von Slow Food, vertreten von
Ove Fosså, Leiter der norwegischen Arche
des Geschmacks. Ein jüngerer Gesetzesentwurf
scheint einen kleinen Hoffnungsschimmer dazu zuzulassen.
Diese Kampagne muss unterstützt werden. Könnt
auch Ihr dazu beitragen und diese Petition unterschreiben?
Das würde uns sehr helfen.
Pascale
Baudonnel
Delegierte von Terra Madre und Erzeugerin aus
dem Förderkreis des braunen Würfelkäses.
pascale@gardsost.no |
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Wer Pascale unterstützen will, kann die Webseite öffnen,
auf der die Petition Ja
til sal av rå, fersk mjølk! (Ja zum Verkauf
von Rohmilch)veröffentlicht ist. Eine Hilfe zum Ausfüllen
des Formulars:
Ditt navn = Name
Epostadresse = E-Mail-Adresse
Bosted = Wohnort
Skriv inn koden til venstre = Hier den Code eintragen, den Sie
links im Kästchen sehen (damit wird vermieden, dass automatische
Programme unterschreiben)
Dann klicken auf Signer opprop = Petition unterschreiben
Die E-Mail-Adresse wird nur erbeten, um zu vermeiden, dass eine
Person zweimal unterschreibt.
Die Verteidigung der Rohmilch ist eine Kampagne, die Slow Food
seit langem am Herzen liegt.
2001 wurde anlässlich der Käsemesse Cheese eine Kampagne
zum Schutz von Rohmilchkäse vorgestellt. Das Slow
Food Manifest zur Verteidigung des Rohmilchkäses wurde
von über 20.000 Menschen unterschrieben und hat mit seinem
großen Erfolg sehr vielen Käsereiproduktionen in
aller Welt Würde zurückgegeben.
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Wussten Sie schon...
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Die
andere Wahrheit über die Ursachen der Überschwemmung
in Tabasco |
Die Überschwemmung, die im vergangenen Oktober 80% des
Staates Tabasco (Mexiko) betroffen hat, soll, wie es scheint,
weder dem Schicksal noch außerordentlichen Naturereignissen
zuzuschreiben sein.
Die Daten, die von der Nationalen Wasserkommission (CONAGUA)
vorgelegt wurden, enthüllen nämlich, dass die Niederschläge
Ende Oktober 2007 zwar reichlich waren, aber nicht den Durchschnitt
der letzten zehn Jahre überschritten.
Damit wird der offiziellen Version von Präsident Calderon
widersprochen, der die Katastrophe den enormen Regenfällen
(was von den offiziellen Daten nicht bestätigt wird) und
dem Mondzyklus zuschrieb.
Dafür ist eine andere Hypothese aufgetreten. Während
jener starken Regenfälle hatte der Staatliche Energiekonzern
(CFE) den dringenden Befehl gegeben, den letzten der 4 Staudämme
(Penitas) am Río Grijalva, der von Chapas bis Tabasco
fließt, zu öffnen. Fachleuten zufolge war dieser
Ablass notwendig, denn das Wasser hätte bei einem Übertritt
die Struktur des Damms beschädigen können. Aber diese
Maßnahme ließ das Wasser des Grijalva schnell und
gefährlich ansteigen. Wenige Tage danach, am 4. November,
rutschte wenige Kilometer unterhalb von Penitas ein Stück
des Bergs in den Fluss, der Hochwasser führte, und verursachte
eine Flutwelle, die ein ganzes Dorf unter sich begrub. Bilanz:
25 Tote.
Nun, warum wurde die Talsperre Penitas nicht vorher graduell
abgelassen? Die bedeutende italienische Tageszeitung Il Manifesto
vertritt eine erschreckende These. Wasser aus dem Staudamm abzulassen,
hätte bedeutet, die Turbinen anzutreiben, also Elektrizität
zu erzeugen. Aber nur ein paar Hundert Kilometer entfernt, an
der Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten Tabasco und Campeche,
befindet sich das größte private Turbogas-Stromkraftwerk.
Und der CFE hat einen Vertrag mit der Betreiberfirma, der der
mexikanischen Regierung auferlegt, bis 2015 von dieser Energie
zu erwerben. Es ist also notwendig, weniger öffentliche
Energie zu erzeugen, und dazu muss jedenfalls im Fall eines
Wasserkraftwerks mehr Wasser zurückgehalten werden. Alles
andere ist bedeutungslos, auch wenn man dabei Überflutungen
einkalkuliert.
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